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Karlsruhe Sexgewerbe in Karlsruhe: Ein normales Leben ist für eine Prostituierte kaum möglich!

Nachdem die Stadt Karlsruhe sich Mitte Oktober zufrieden mit der seit rund einem Jahr geltenden Sperrbezirksverordnung gezeigt hat, äußert das Diakonische Werk Karlsruhe im Gespräch mit ka-news auch Kritik. Aus Sicht der Anwohner seien vielleicht einige Probleme geklärt, aber die Situation der Prostituierten sei noch verbesserungswürdig. Ein normales Leben sei mit ihren Arbeitsumständen kaum möglich.

Die Geschäfte der Prostituierten haben vor etwa zwei Jahren für viel Aufregung in der Fächerstadt gesorgt.Grund hierfür waren unter anderem die Hinterlassenschaften, wie Kondome in der Hecke, zerknüllte Tücher auf dem Spielplatz, aber auch aufgebrochene Hütten in der näheren Umgebung. Aber auch die Ausübung ihrer Tätigkeit in Sichtnähe von Kindergärten oder Schulen.

Eine neue Sperrbezirksverordnung soll seit 2015 dafür sorgen, dass die Geschäfte der Damen in geregelten Bahnen verlaufen. Unter anderem wurden die Zeiten und das Gebiet, in dem sie ihren Dienst auf der Straße anbieten dürfen, genau festgelegt. Nach über einem Jahr zeigt sich die Stadt zufrieden mit dem Ergebnis der Verordnung.

Diakonisches Werk ist nicht ganz zufrieden

Doch nach der Berichterstattung meldet sich nun Hanna Lindenfelser vom Diakonische Werk Karlsruhe zu Wort. Sie ist dort in der Beratungsstelle für Prostituierte tätig. Und aus ihrer Sicht läuft es auf dem Straßenstrich nicht wirklich rund. Eine Besserung für die Prostituierten ist durch die neue Sperrbezirksverordnung nur teilweise eingetreten.

"Durch die Einschränkung der Zeiten in denen Straßenprostitution erlaubt ist, kommt es unserer Einschätzung nach nicht mehr zu Verwechslungen von Sexarbeiterinnen und Passantinnen oder Mitarbeiterinnen angrenzender Geschäfte. Die Beschwerden, die bei der Stadt eingehen, sind deutlich zurück gegangen", fasst Lindenfelser zusammen.

In Bezug auf die Vermüllung hingegen, sei keine zunächst keine Besserung eingetreten. Auch, weil keine Möglichkeit zur Entsorgung, wie durch das Aufstellen von zusätzlichen Mülleimern, geschaffen wurde. "Manche sammeln den Müll jetzt selbst", so die Beraterin weiter.

Der Lebensumstand für die Frauen ist schwierig

Für die Frauen hätten sich die Arbeitsbedingungen laut Lindenfelser sogar erschwert: "Insgesamt sind weniger Kunden unterwegs, da Kunden nach Feierabend auf dem Heimweg nicht vorbei gehen können. Durch die Einschränkung der Zeit muss in weniger Stunden das Geld für den Lebensunterhalt erwirtschaftet werden."

Die Einschränkung, dass die Frauen nur noch nach 22 Uhr ihre Dienste anbieten dürfen, hätten zu einer Verschiebung des Tag-Nacht-Rhythmus geführt. "Das ist für den Körper belastend und macht eine gesellschaftliche Teilhabe und Integration schwer realisierbar", so Lindenfelser weiter. Und zum anderen würde die Möglichkeit in brenzligen Situationen Passant um Hilfe abzusprechen.

Die Lebenslagen der Frauen, die im Sexgewerbe tätig sind, seien sehr verschieden. Es gebe Frauen, die keine Unterstützung benötigen, aber auch Frauen, die sich in einer prekären Situation befänden: "Ohne eigenen Wohnraum, Schwangerschaften ohne einen Vater benennen zu können und ohne Krankenversicherung sowie Familien, die versorgt werden wollen und nicht wissen was die Mutter arbeitet und nicht verstehen, wenn die Mutter kein Geld schicken kann", fasst die Beraterin beim Diakonischen Werk zusammen.

Menschenhandel auch in Karlsruhe ein Thema

Oftmals gibt es den Wunsch, eine andere Tätigkeit auszuüben, die aber dann an der Sprache oder an fehlenden Papieren scheitere. "Ein großes Problem besteht unserer Ansicht nach darin, dass Sexarbeiter häufig negative Erfahrungen machen, wenn sie sich outen. Verächtliche Kommentare, Freundschaften, die abgebrochen werden, Familienmitglieder, die sich abwenden, Unverständnis und Abwertungen", weiß Lindenfelser.

Genaue Zahlen, wie viele Frauen diesem Beruf nachgehen, gebe es bislang nicht. Auf dem Straßenstrich treffen die Berater zwischen 20 und 25 Frauen an, was auch der offiziellen Zahl der Stadt Karlsruhe entspricht. Die Polizei schätzt, dass parallel rund 250 Menschen der Sexarbeit nachgehen.

Die Gründe für die Arbeit als Prostituierte gebe es nach Auskunft der Beratungsstelle unterschiedliche Gründe: "Beraten und begleitet haben wir bisher sowohl Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen, die über einen Zuhälter oder Menschenhändler zur Prostitution kamen, viele Frauen, die sich aus wirtschaftlichen Zwängen prostituieren, sowie auch Frauen, die es als ihren Beruf oder eine gute Möglichkeit des Zuverdienstes ansehen", gibt Lindenfelser im Gespräch mit ka-news an.

Um eine Verbesserung der Situation für die Frauen zu erreichen, hofft Hanna Lindenfelser auf Hilfe von der Regierung und aus der Gesellschaft: "Wünschenswert wäre eine deutschlandweit einheitliche Regelung der Besteuerung und Gleichstellung der Sexarbeit mit anderen Erwerbstätigkeiten. Und eine Gesellschaft, die Sexarbeiter wertfrei als Teil von sich versteht und dadurch Stigmatisierung abbaut."

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  •   stoersender
    (1375 Beiträge)

    25.10.2016 20:51 Uhr
    Da fällt die Maske
    Die Rupps und Yokohamas, die bei Verbrechern so gern tausend Entschuldigungen gelten lassen, möchten erwachsene (!) Menschen für einvernehmlichen (!) Sex hinter Gitter bringen.

    Hoffentlich haben Leute wie Sie nie politisch etwas mitzubestimmen.
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  •   JimmyBluebutton
    (831 Beiträge)

    25.10.2016 18:02 Uhr
    Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen
    aller Länder, vereinigt euch...

    Alderle, jetzt fangts do a noch a.
    Was ist denn an ProstituiertereR so schlimm?
    Unnd wenn ich schon so einen Schwachsinn lese:

    Zitat von Artikel Die Einschränkung, dass die Frauen nur noch nach 22 Uhr ihre Dienste anbieten dürfen, hätten zu einer Verschiebung des Tag-Nacht-Rhythmus geführt. "Das ist für den Körper belastend und macht eine gesellschaftliche Teilhabe und Integration schwer realisierbar", so Lindenfelser weiter
    ...,
    da muss sich doch jede Kankenschwester oder jeder Produktionsmitarbeiter wie eine Nutte vorkommen.
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  •   betonmischer
    (262 Beiträge)

    25.10.2016 18:32 Uhr
    Im Prinzip
    alle die manchmal oder dauerhaft schichtweise arbeiten.

    Also da gebe ich dir recht, wenn man so einen Schwachsinn liest kann man nur noch den Kopf schütteln.

    Und nochwas: Kann mal einer definieren was ein 'normales Leben' ist?
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  •   Befreier_0815
    (249 Beiträge)

    25.10.2016 18:50 Uhr
    Am Besten
    Suedweschter, Joerg_Rupp und Yokohama fragen und anschließend alles was die nicht "normal" finden verbieten!
    Für Freiheitsliebende bliebe dann nur noch die Auswanderung.

    Schön zu sehen, wie tollerant die "Weltverbesserer" tatsächlich sind!
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  •   Joerg_Rupp
    (2715 Beiträge)

    26.10.2016 13:27 Uhr
    was hat gekaufter Sex
    mit Freiheit zu tun?
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  •   Befreier_0815
    (249 Beiträge)

    26.10.2016 18:30 Uhr
    Ist doch klar!
    Die Freiheit, den Körper zu verkaufen und die Freiheit zu kaufen.
    Und ihre Freiheit öffentlich ihre Abneigung zu bekunden!
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  •   Suedweschter
    (431 Beiträge)

    25.10.2016 16:02 Uhr
    Verbot innerhalb von ganz Europa notwendig
    Für alle diese Handlungen, von denen kein Mensch überprüfen kann, in wie weit sie freiwillig ausgeführt werden.

    Denn sie verletzten die Würde der Gesellschaft und an der Tatsache, ob wir sie gestatten, kann man den Grad unserer Zivilisierung ablesen.

    Wir haben ja schon auch anderes überwunden: Hinrichtungen, Leibeigenenhaltung, öffentliches Anprangern mit Bespucken, Schlagen, Beschimpfen, Freak-Shows, Zwergenwerfen, usw. letzteres war auch selbstbestimmt (?) und "freiwillig" seine Niere oder Netzhaut verkaufen oder seinen Uterus verleihen darf man in Deutschland auch nicht. Aus Gründen. Auch wenn man noch so dringend auf das zu erwartende Geld angewiesen wäre.

    Warum sollte man dann also seinen Körper für Sexleistungen anbieten dürfen? Ah! Weil daran nicht Einzelpersonen, sondern die Besitzer der Bumspaläste und die kriminellen Mafias Geschäfte machen! Und die Nutznießer zu 99,99% Männer sind. So ist das.

    Es geht um die Würde der ganzen Gesellschaft.

    https://karlsruherappell.com
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  •   orakelka
    (1914 Beiträge)

    25.10.2016 17:22 Uhr
    Eines würde mich interessieren,
    Glaubst du von dem Mist, den du hier abdrückst auch nur eine Silbe?
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  •   Befreier_0815
    (249 Beiträge)

    25.10.2016 16:53 Uhr
    In einer liberalen Gesellschaft,
    sollte man es tollerieren, wenn manche keinen Beziehungsstress haben wollen, aber trotzdem ein geregeltes Sexleben. Auch wenn wir beide das Gewerbe meiden.
    Meiner Meinung nach sollte verstärkt kontrolliert werden, um festzustellen, wo das Geschäft freiwillig läuft und wo unfreiwillig dazu gezwungen wird!

    Ein weiteres Problem bezüglich der Bekämpfung von Menschenhandel und Zwangsprostitution liegt doch auch in den nicht durchschaubaren Verflechtungen der organisierten Kriminalität, Geheimdiensten und Politikern! Diesen Sumpf wird wohl keiner trockenlegen!

    Das älteste Gewerbe der Welt kann zwar verboten werden, geht dann aber illegal weiter. Dann nimmt man sich jede Regulierungs- und Kontrollmöglichkeit.
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  •   Suedweschter
    (431 Beiträge)

    25.10.2016 18:14 Uhr
    Das älteste Gewerbe der Welt ist das der Sammlerin,
    danach kommen Hebamme, Jäger und noch ein paar andere ... wer nicht mit einem klaren JA beantworten kann, ob er sich wünschen würde, dass seine Mutter, Schwester oder Tochter Prostituierte sind braucht hier gar nicht mehr weiterreden.

    Niemand kann die "Freiwilligkeit" überprüfen, komisch ist nur, dass über 90 % aus erbärmlichen Verhältnissen stammen. Die, die keine Papiere haben müssen leider sowieso wieder nach hause gehen, außer die Dame von der Diakonie adoptiert sie oder sie lassen sich heiraten wie die Russinnen und Ukrainerinnen oder Kosovaren, u. a. Bezzis.
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