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Karlsruhe Karlsruher Opferschutz: Sex-Täter wegsperren allein bringt nichts

Wegsperren - für immer! Das fordert häufig die Bevölkerung, wenn ein Gewalt- oder Sexualstraftäter wieder zugeschlagen hat. Vor allem dann, wenn es sich um Wiederholungstäter handelt. Therapien werden als "Wellness-Programm" für Straftäter verspottet und als zu teuer abgelehnt. Doch eine Studie belegt jetzt: Therapieren ist billiger als Wegsperren. Die "Behandlungsinitiative Opferschutz" in Karlsruhe (BIOS) sieht daher ihre Arbeit bestätigt.

Therapieren ist billiger als Wegsperren: Das belegt eine von der BIOS in Auftrag gegebene Studie des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes (PPD) aus der Schweiz.

Durch konsequent durchgeführte psychotherapeutischen Behandlungen von straffällig gewordenen Gewalt- und Sexualstraftätern würden die ansonsten anfallenden Haftkosten um mehr als die Hälfte gesenkt. Denn durch Therapie gehe die Rückfallquote um mindestens 60 Prozent zurück und liege demnach nur noch bei drei Prozent, so die Studie.

In drei Jahren kein Rückfall

Der BIOS-Vorsitzende Klaus Böhm spricht sich daher für eine frühzeitige Therapie bei Straftätern aus. "Therapie ist billiger als Wegschließen und gleichzeitig Opferschutz", betont Böhm. Zudem sei Therapie "kein Wellnessprogramm für Straftäter".

Bereits seit drei Jahren bietet der Karlsruher Verein BIOS ambulante Therapien für Straftäter an, derzeit werden 250 Gewalttäter betreut. Ein Rückfall sei bisher nicht bekannt, so der Therapeutische Leiter der Forensischen Ambulanz Baden, Markus Klein. Der Psychologe rechnet vor, dass der Gefängnisaufenthalt für jeden Insassen 30.000 Euro pro Jahr koste. Eine Therapie würde nicht nur weitere Straftaten und somit Leid verhindern, sondern sei mit jährlich 3.000 Euro pro Täter auch wesentlich günstiger.

"Täter sind auch Menschen"

Mit zwei neuen Projekten soll nun in baden-württembergischen Gefängnissen die Rückfallgefahr von Gewalt- und Sexualstraftätern weiter gesenkt werden. Die BIOS will bis zum Jahresende in der Vollzugsanstalt Offenburg ein Programm für junge Straftäter mit gestörtem Selbstwertgefühl anbieten. In der Abteilung sollen 20 Sexual- und Gewalttäter behandelt werden, die alkohol- oder drogenabhängig sind.

In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Adelsheim sollen mit einem neuen Programm bis zu zehn Gefangene mit schwacher Persönlichkeit trainiert werden. Die Straftäter sollen üben, selbstsicher zu kommunizieren und Strategien zur Problemlösung entwickeln. Die so genannten "Angstbeißer" würden so lernen angemessen mit Ärger und Enttäuschung umzugehen. Eine weitere Straftat könnte verhindert werden, erklärt Maida Dietlein, Leiterin der JVA Adelsheim.

"Bei allem Schlimmen, was die Täter getan haben, darf man nicht vergessen, dass sie immer noch Menschen sind", sagt Manfred Lautenschläger, dessen gemeinnützige Stiftung die beiden neuen Projekte finanziert. Lautenschläger erinnert daran, dass mit Haft alleine das Problem nicht gelöst werde. Aber mit Behandlung und Prophylaxe könne viel erreicht und Geld gespart werden, so der Stifter.

Frühzeitige Therapie ist wichtig

Seit längerer Zeit fordert die Opferschutz-Initiative, dass Straftäter bereits während der Gerichtsverhandlung durch einen Sachverständigen untersucht werden. So soll geklärt werden, ob sie an einer psychischen Störung leiden und behandelt werden können. Auch soll das Gericht zur Anordnung therapeutischer Maßnahmen befugt sein. "Durch eine solche Änderung des Strafrechts kann verhindert werden, dass Täter unbehandelt das Gefängnis verlassen", meint Böhm, selbst  Richter am Oberlandesgericht (OLG) in Karlsruhe. Die Rückfallgefahr, weil eine mögliche Persönlichkeitsstörung, die die Tat mit ausgelöst habe, unerkannt bleibe, könne so gesenkt werden.

Zudem kritisiert Böhm, dass  für derartige Therapien kein öffentliches Geld vorhanden sei. "Wir sind von den Therapien überzeugt und das Argument, dass durch Therapien viel Geld gespart wird, überzeugt künftig vielleicht auch Politiker", hofft Böhm. Der BIOS-Verein bekommt keine Landesmittel und muss sich komplett selbst finanzieren.

Die BIOS setzt sich landesweit für die Verhinderung von Straftaten ein. Neben zahlreichen Therapien unterstützt der Verein vier BIOS-Behandlungsabteilungen in Mannheim, Heimsheim, Heilbronn und Bruchsal, in denen gefährliche Gewalt- und Sexualstraftäter psychologisch behandelt werden. Außerdem unterhält der Verein die Forensische Ambulanz Baden (FAB).

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    unbekannt
    (8066 Beiträge)

    20.07.2011 13:04 Uhr
    Hier wäre mal ein Volksentscheid angesagt um missbrauchte Kinder dem Juchtenkäfer gleichzustellen.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (6808 Beiträge)

    20.07.2011 14:33 Uhr
    was für ein
    zynischer Kommentar.
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    unbekannt
    (8066 Beiträge)

    20.07.2011 14:36 Uhr
    Das war durchaus beabsichtigt.
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  •   ALFPFIN
    (7492 Beiträge)

    20.07.2011 12:51 Uhr
    Gerade steht in der Zeitung,
    dass ein Sexualstraftäter ein Mädchen missbraucht hat, der erst vor kurzen aus der mehrmonatigen "Dauerbeobachtung entlassen" wurde, weil er aufgrund des Straßburger Urteils entlassen werden musste, Nach den Berichten sei er absolut Therapieressistend.

    Und was macht man mit solchen Leuten, bemitleiden, ob ihrer krankhaften Veranlagung. Die Opfer sind ja selbst schuld, hätten ja diesen Verbrechern nicht "vor die Nase" laufen müssen.
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    unbekannt
    (5582 Beiträge)

    20.07.2011 08:07 Uhr
    wie
    schön was man hier so liest! stellt man den verbrecherfreunden eine frage, weichen sie mit hirnlosen gegenfragen aus, die nichts mit dem thema zu tun haben! na ja, im www kann man das ja machen. im wahren leben keinen arsch in der hose aber hier das maul aufreißen!
    mördern und kinderschändern gehören für immer weggesperrt! todesstrafe gibt es nicht also kann ich sie nicht fordern! wenn es nach mir ginge, würde es für soclge verbrechen aber geben! und jetzt für die verbrecherfreunde: natürlich nur, wenn es eindeutig bewiesen ist!!!!!!! das ist wohl klar und steht nicht zur debatte aber da ihr das ja als verteidigung nehmt, zeigt euren kleinen geist! für immer wegsperren diese "menschen". nichts da mit therapie und dann wieder raus und schwzups schon wieder das gleiche verbrechen, wie es in letzter zeit immer häufiger vorkommt aber das erwähnt ihr gutmenschen nicht! ihr kotzt mich an! und JR, dir gehört mal richtig eines in die ...!
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    unbekannt
    (6808 Beiträge)

    20.07.2011 13:58 Uhr
    werter Herr
    es wäre doch mal schön, wenn Sie Ihre Gewaltaufrufe gegen mich lassen würden. Wissen Sie, es könnte ja sein, dass jemand meint, Ihnen folgen zu müssen und dsa in die Tat umsetzt. Nachher schlägt der mich tot oder zum Krüppel und Sie dürfen dreimal raten, wen dann die von Ihnen geforderte Todesstrafe trifft - oder für wen dann ähnliche Aktionen gefordert werden: Sie.
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    unbekannt
    (238 Beiträge)

    20.07.2011 14:42 Uhr
    Wenn dies wirklich geschehen würde, und es dir nach wie vor möglich wäre, mit uns zu kommunizieren, würdest du doch bestimmt eine Resozialsierung für den Anstifter und den Schläger fordern, oder? Wer ein so großes Gewaltpotenzial hat, ist sicherlich krank- und für seine Tat nicht verantwortlich. Von vernünftiger Bestrafung wollen wir erst gar nicht anfangen.
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    unbekannt
    (6808 Beiträge)

    20.07.2011 15:46 Uhr
    ja, ich denke
    auch treu wäre resozialisierbar. Mit ner ordentlichen Therapie.
    Was ich hier mache, ist Prävention.
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    unbekannt
    (1159 Beiträge)

    20.07.2011 12:06 Uhr
    Das sind
    keine Gutmenschen. Das sind Leute die etwas weiterdenken als bis zum Brett vorm Kopf.
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  •   marchh
    (172 Beiträge)

    19.07.2011 22:01 Uhr
    Man sollte...
    ... solch ein heikles Thema gar nicht mehr zur öffentlichen Diskussion bereit stellen. Der überwiegenden Maße der Gesellschaft fehlt schon im Ansatz die intellektuellen Fähigkeiten sowas vernünftig zu diskutieren.
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