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Karlsruhe Ärger über Straßen-Sex: Stadt geht den richtigen Weg

Kondommüll, Spuren menschlicher Notdurft, entsetzte Kinderaugen, eindeutiges Winken am hellichten Tage: Die Straßenprostitution und ihre Begleiterscheinungen sind seit langer Zeit Thema in Karlsruhe. Besonders in Durlach sorgte die Nacktshow im Industriegebiet immer wieder für Zwist und getrübte Stimmung. Jetzt setzen die verantwortlichen Karlsruher Stellen ein Zeichen: 22-Uhr-Regelung und dritter Sperrbezirk. Ein guter Kompromiss, für den es sich zu warten lohnte.

Prostitution lässt sich nicht verbieten. Die Damen haben ein Recht, ihrem Beruf nachzugehen - auch wenn dieser in Deutschland und in Karlsruhe bei vielen nicht gern gesehen ist. Lediglich die negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung einer Stadt lassen sich eindämmen.

So haben die Karlsruher Verantwortlichen mit ihrem Versprechen, noch bis Ende des Jahres einen dritten Sperrbezirk samt 22-Uhr-Regelung in Kraft treten zu lassen, der angespannten Stimmung Rechnung getragen. Mit dieser Lösung ist ein guter Kompromiss gefunden. Während die Prostituierten weiter ihrem Gewerbe nachgehen können, sollten Anlieger bald weniger Gründe haben, sich am Bild des Straßensex zu stören - ist er künftig einfach weniger präsent für jene, die sich nicht mit ihm auseinandersetzen wollen.

Was trotz des neuen Masterplans bleibt, ist das Müllproblem - beispielsweise in Kleingartenanlagen und auf Firmengeländen. Wütende ka-Reporter wandten sich Anfang des Jahres hilfesuchend an ka-news. Hier wird das Ordnungsamt sowie das AFA auch in Zukunft noch einiges zu tun haben, um die Hinterlassenschaften und damit den Ärger der Anlieger gering zu halten.

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