Am vergangenen Freitag, dem 29. Juli, ist ein 53- Jähriger dem Ermittlungsrichter im Karlsruhe vorgeführt worden. Der Beschuldigte stand im dringenden Verdacht, mehrere Hunderttausend Euro - unter Androhung eines Bombenanschlags - von einem Unternehmen erpresst zu haben, teilt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe mit.

Kryptowährung erschwert die Ermittlungen

Im Jahr 2019 habe der Verdächtige die Summe in Form von Bitcoin erhalten, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Karlsruhe und der Staatsanwaltschaft. Trotz vermeintlicher Anonymität der Kryptowährung - und diverser Verschleierungsmaßnahmen des Beschuldigten - gelang es den Ermittlern die digitale Spur zurückzuverfolgen.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) empfiehlt den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe, den Handel mit Kryptowährungen ...
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) empfiehlt den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe, den Handel mit Kryptowährungen nicht anzubieten. | Bild: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa

Mit Hilfe eines Experten für Kryptowährungen, aus dem Polizeipräsidium Freiburg, und Hinweisen aus der Öffentlichkeit, konnte der 53-Jährige schließlich identifiziert und festgenommen werden, so die Staatsanwaltschaft und Polizei.

Sprengstoff und Schusswaffen sichergestellt

Die Beamten konnten bei der Durchsuchung des Wohnhauses des Tatverdächtigen zahlreiche Beweismittel sicherstellen. Unter anderem befanden sich sprengfähige Substanzen und unerlaubte Schusswaffen auf dem Grundstück in der Schweiz, teilen die Ermittler mit. 

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Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde ein Haftbefehl erlassen und der Verdächtige befindet sich derzeit in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Karlsruhe und der Staatsanwaltschaft Karlsruhe dauern weiter an.