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Karlsruhe Akrobatik, Technik, Food: Neues Konzept für Schlosslichtspiele ab 2019

Gibt es auch in den nächsten Jahren wieder Schlosslichtspiele in Karlsruhe? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Gemeinderat am Dienstag. Die Stadtverwaltung spricht sich für entsprechende Pläne aus. Neue Ideen sollen beim Karlsruher Sommerereignis für frischen Wind sorgen.

Was im Rahmen des Stadtgeburtstags 2015 erstmals veranstaltet wurde, hat sich mittlerweile in eine feste Institution verwandelt: Die Schlosslichtspiele. Mehrere Wochen wird die Fassade des Karlsruher Barockschlosses seither jeden Sommer illuminiert. Mit diesem Jahr lief die Zusage des Gemeinderates für den finanziellen Zuschuss planmäßig aus - wie geht es weiter?

Am Dienstag sollen die Stadträte grünes Licht für die Schlosslichtspiele in den Jahren 2018 bis 2020 geben. Damit soll ein Schritt in Richtung der dauerhaften Etablierung des Formats getan werden, so die Stadt in entsprechenden Unterlagen. Wie es ab 2021 weitergehen soll, wird eine Auswertung nach der kommenden Schlosslichtspielen zeigen.

Schlosslichtspiele sorgen für überregionales Interesse an Karlsruhe

Wie die Stadt in ihrer Beschlussvorlage vorrechnet, haben bislang knapp eine Million Besucher die Kunstwerke auf der Schlossfassade bewundert. So seien im Premierenjahr 2015 von Mitte Mai bis Ende September rund 400.000 Besucher gekommen. 2016 sind es laut Unterlagen in 50 Tagen rund 331.000 gewesen. In diesem Jahr zählten die Veranstalter in 39 Tagen rund 253.500 Besucher.

Trotz weniger Spieltage und weniger Besuchern in der Summe, zieht die Stadt ein positives Fazit: "Mit durchschnittlich 6.500 Besuchern pro Tag sind die Schlosslichtspiele im dritten Jahr ein Besuchermagnet für Karlsruhe." Darüber hinaus hätten die Schlosslichtspiele dazu beigetragen, dass das Schloss Karlsruhe mehr in den internationalen Fokus gerückt ist.

Kunstwerk ist von städtischem Zuschuss abhängig

Im vergangenen Jahr wurden der rund 1,1 Millionen Euro teuren Veranstaltung 250.000 Euro von Seiten der Stadt zugeschossen. Diese Summe soll auch jeweils in den nächsten Jahren bereitgestellt werden. Der entsprechende Beschluss steht am Dienstag zur Abstimmung. Um die Kosten zu senken, soll beispielsweise mit dem Land als Gelände-Vermieter um einen Nachlass verhandelt werden. Zudem sollen weitere Formate, wie ein "Wein und Genuss"-Fest, neben der Foodtruck Convention, für weitere Einnahmen sorgen.

Auf die Frage, wie die Schlosslichtspiele in Zukunft aussehen können, hat die Stadtverwaltung eine Antwort: "Aktuell ist das Thema "Akrobatik und spektakuläre Stunts" im Gespräch, was eine komplett andere und neue Sichtweise auf das Schloss ermöglichen würde. Auch bei der technischen Umsetzung gibt es Neuerungen (Stichwort: Neue Beamertechnik, 3D), die Einzug in die Überlegungen finden." Insgesamt ist sich die Stadt sicher, dass die "vierte Auflage der Schlosslichtspiele wieder Bekanntes und Beliebtes mit viel Neuem und Spannendem" verbinden wird.

Alle ausführlichen Unterlagen gibt es auf der Seite der Stadt Karlsruhe: http://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/ris/bi/to0040.php?__ksinr=4668

Aktualisierung, 21. November, 18 Uhr

Die Entscheidung des Karlsruher Gemeinderats am Dienstagabend fiel einstimmig: Mit 45 Ja-Stimmen wurde die Beschlussvorlage angenommen. Redebeiträge gab es keine.

Mehr zum Thema
Schlosslichtspiele Karlsruhe: Die Schlosslichtspiele finden seit 2015 vor dem Schloss Karlsruhe statt. In diesem Jahr präsentieren die Künstler ihre eigens für die Schlossfassade kreierten Shows vom 28. Juli bis 9. September 2018.
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Kommentare (10)
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  •   kommentar4711
    (2070 Beiträge)

    22.11.2017 08:28 Uhr
    Kosten
    So sehr ich die Schlosslichtspiele mag, aber hier wird man von der Politik doch mal wieder verarscht. Der Städtische Zuschuss beträgt 250.000 Euro. Dazu kommen 150.000 von der Kasig. Wer war noch mal die Kasig? Ach so, eine Gesellschaft der Stadt. Dazu dann sicher wieder Sponsoring vom KVV und den Stadtwerken. Warum benennt man nicht einfach klipp und klar die Gesamtsumme die von der Stadt getragen wird??
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  •   betablocker
    (3676 Beiträge)

    21.11.2017 15:16 Uhr
    Food,
    wenn ich das schon wieder lese...
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  •   JimmyBluebutton
    (831 Beiträge)

    21.11.2017 16:28 Uhr
    Gummi
    grinsen
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  •   xXJeskoXx
    (99 Beiträge)

    21.11.2017 12:05 Uhr
    WM 2018
    Wie wäre es mit Liveübertragung der WM spiele auf das Schloss
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  •   frafoe
    (662 Beiträge)

    21.11.2017 13:01 Uhr
    Coole Idee
    Ich würde aber noch eine Leinwand benutzen, für ein besseres Bild zwinkern
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  •   Normalbuerger
    (226 Beiträge)

    21.11.2017 11:30 Uhr
    schön,
    dass man diese 'Artikel kommentieren kann. Andere Meldungen sind vom Kommentar ausgenommen.
    Woran das liegt? Hat KA-news Angst, dass zuviel Wahrheit herauskommt, oder will man da etwas unterdrücken was den Lesern unter den Nägeln brennt?
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  •   andip
    (9225 Beiträge)

    21.11.2017 15:36 Uhr
    Woran das liegt?
    Weil es in den Meldungen, die nicht kommentiert werden können, um Tote oder schwer Verletzte geht und dazu sind Kommentare jeglicher Art überflüssig .
    Der Rest ist Verschwörungstheorie.
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  •   nichtsowichtig
    (77 Beiträge)

    21.11.2017 11:46 Uhr
    Also zunächst mal...
    ... Ihre Bezeichnung als "Normalbürger" ist doch gelogen, oder? Offensichtlich haben Sie den Eindruck in einem Überwachungsstaat mit Presse- und Meinungsdiktat zu leben - weil Ihnen nicht passt, was Sie lesen, hören oder sehen können und es nicht Ihrem Weltbild/persönlichen Eindruck entspricht. Vielleicht sind Sie eher - mit Verlaub - "Blindbürger", "Wutbürger" oder "Angstbürger"? Normalbürger halte ich jedenfalls für ziemlich anmaßend. Und... für alle Fälle - als Ersatz sind Sie auch nicht "das Volk" und schon überhaupt nicht "die Leser".
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  •   Normalbuerger
    (226 Beiträge)

    21.11.2017 13:35 Uhr
    ich bin
    weder ein Wutbürger noch bin ich blind aber sie haben schon Recht ich habe Angst. Und zwar wie mit unserem Recht auf Meinungsäußerung umgegangen wird. Es ist schon seltsam, dass, wenn jemand nicht die Meinung der "Linken" vertritt, gleich als Blind bezeichnet wird. Ich frage mich wer von uns denn wirklich die Realität verdrängt.
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  •   nichtsowichtig
    (77 Beiträge)

    21.11.2017 16:08 Uhr
    Wirklich?
    Sie machen sich wirklich Sorgen darum? Sie können also nicht auf die Straße gehen und (im Rahmen des Grundgesetzes) Ihre Meinung frei äußern? Sie können also keine eigene Internetseite ins Leben rufen und (im Rahmen des Grundgesetzes) Ihre Meinung frei äußern? Sie können also Ihre Meinung (im Rahmen des Grundgesetzes) nicht durch freie und geheime Wahlen äußern? Also wenn Sie das freie Recht auf Meinungsäußerung nicht erkennen sind Sie - blind!
    ka-news ist wirklich fern davon ein linkes Klientel zu bedienen, nicht mal liberal würde ich ka-news nennen. Aber das hier ist eine private Unternehmung und die kann natürlich frei bestimmen, was hier erscheint und was nicht. Dabei ist der Spielraum nach rechts hier schon erstaunlich groß.

    Das ist leider ganz klassisch - für sich selbst das Recht auf freie Meinungsäußerung reklamieren und andere difamieren (...nicht die Meinung der "Linken""). Ich bin nicht links. Und auch nicht rechts.
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