Stand 21. November 13 Uhr

Ein Containerschiff hat sich im Rhein bei Linkenheim-Hochstetten festgefahren. Der mit 68 Containern beladene Frachter sei am Dienstagabend stromaufwärts in Richtung Karlsruhe unterwegs gewesen und dabei von der Fahrrinne abgekommen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Von den insgesamt vier Personen an Bord wurde niemand verletzt. Zu Behinderungen im Schiffsverkehr kam es bisher nicht.

Nach den Feststellungen der Wasserschutzpolizei Karlsruhe war das aus Neckargemünd stammende Frachtschiff gegen 19.20 Uhr stromaufwärts vom Hafen Germersheim kommend mit Ziel Rheinhafen Karlsruhe unterwegs.

Schiffsführer vermutlich verantwortlicht

Der 67-jährige Schiffsführer geriet auf badischer Seite in Höhe Linkenheim-Hochstetten (Liedolsheimer Grund bei Rhein-Kilometer 375,3) etwa 60 Meter vom Ufer entfernt zwischen zwei Fahrwassertonnen und fuhr sich in einem Buhnenfeld fest. Ein Wassereinbruch war in dem rund 135 Meter langen und 11,5 Meter breiten Schiff noch nicht feststellbar.

Mit Hilfe eines Schleppschiffes, das frühestens ab 14 Uhr vor Ort sein kann, will man das manövrierunfähige Containerschiff am Nachmittag frei bekommen. Größere Probleme bei der Bergung könnte der derzeit leicht sinkende Rheinwasserstand bereiten. Nach ersten Erhebungen der Wasserschutzpolizei kommt ein Verschulden des verantwortlichen Schiffsführers wegen Missachtung seiner Sorgfaltspflichten in Betracht, da er eigenen Angaben zufolge in einem unaufmerksamen Moment auf die falsche Fahrwasserseite manövrierte.

Aktualisierung 21. November 17 Uhr

Wie die Polizei nun mitteilt, konnte das Schiff mittlerweile freigeschleppt werden. Ein als Schlepper eingesetztes zweites Containerschiff kam gegen 15.45 Uhr längsseits des Havaristen und konnte mittels Trosse dessen Bug bereits bei ersten sogenannten Turnversuchen in Richtung des Fahrwassers freibekommen. In der Folge gelang es dem Bootsführer, sich mit eigener Maschine von der Buhne zu befreien. Das Güterschiff setzte anschließend seinen geplanten Weg zum Karlsruher Rheinhafen fort. Während der etwa 15 Minuten andauernden Bergung unter Sicherung eines Polizeibootes kam es nur zu geringfügigen Behinderungen im Schiffsverkehr. Ein nennenswerter Schaden entstand nach bisheriger Einschätzung nicht.