Das Karlsruher Polizeiboot "WS 5"war am Montag, 28. November um 18.40 Uhr bei Dunkelheit und dichtem Nebel bei Rheinkilometer 356,8 in der Nähe des Strandbads Rappenwört in Karlsruhe mit einem Tankmotorschiff kollidiert. Dessen Anker riss das Polizeiboot in Höhe der Wasserlinie auf 3,90 Meter auf, so dass es durch starken Wassereinbruch schnell sank. Verletzt wurde niemand. Das Polizeiboot hat nach derzeitigem Stand einen Totalschaden.

Technischer Fehler scheidet als Unfallursache aus

Die rheinschifffahrtsrechtlich zuständige Staatsanwaltschaft Mannheim hat das wegen Verdachts der Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen die Führer der beiden Wasserfahrzeuge mangels hinreichenden Tatverdachts nun eingestellt. Dies teilte die Staatsanwalt nun in einer Pressemitteilung mit.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen hatte das rheinaufwärts fahrende Tankmotorschiff aufgrund des Niedrigwassers per Funk eine Begegnung an der jeweiligen Steuerbordseite - also rechts - verlangt. Dennoch geriet das Polizeiboot auf die Backbordseite des Tankers. Ein technischer Fehler scheidet als Unfallursache aus. Beide Schiffe waren ohne Mängel und fuhren unter Radar.

Etwaige Ordnungswidrigkeit wird noch geprüft

In Anbetracht der Wetter- und Sichtverhältnisse sei keinem der Beteiligten eine strafbare Pflichtverletzung nachzuweisen. Insbesondere lag keine alkoholische Beeinflussung der Schiffsführer vor. Das Verfahren wurde zur Prüfung etwaiger Ordnungswidrigkeiten an die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest in Mainz abgegeben.

Archiv: Im Nebel abgetaucht: Karlsruher Polizeiboot kollidiert mit Tanker und sinkt

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