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Karlsruhe Fest-Chef Martin Wacker über Kritiker: "Wir reagieren auf Kritik, indem wir sie annehmen"

Es war in einem Sommer Anfang der 80er Jahre, da wurde Das Fest gegründet. Nun geht das Karlsruher Kultfestival in die 35. Runde. Alle Bands sind bekannt, der Aufbau läuft - doch so regelmäßig, wie das Fest stattfindet, ruft es auch Kritiker auf den Plan. ka-news.de hat Fest-Chef Martin Wacker im Video gefragt, wie er damit umgeht.

Noch knapp drei Wochen, dann verwandelt sich die Günther-Klotz-Anlage in einen Ameisenhaufen, wenn wieder 250.000 Menschen zu Das Fest strömen werden. Mittlerweile sind die letzten Acts bekannt, das Programm hat seinen Feinschliff bekommen - es könnte also losgehen. Doch jedes Jahr aufs neue kommen die Menschen, denen man es nicht recht machen kann. "Schon wieder 'Fettes Brot'?", heißt es dann in den sozialen Netzwerken, "Wie schlecht ist das denn?", hallt es hinterher. 

Bild: Paul Needham/Mohawkvisuals

Und während des Kultfestivals beschweren sich Anwohner über die Lautstärke, die Menschenmassen und einen vertrockneten Rasen. "Wir reagieren auf Kritik, in dem wie sie annehmen und auch in 35 Jahren immer flexibel geblieben sind", sagt Martin Wacker, Geschäftsführer der Karlsruher Marketing und Event GmbH (KME), im Rahmen einer Pressekonferenz gegenüber ka-news.de.

Bild: Paul Needham/Mohawkvisuals

"Beispielsweise im letzten Jahr: Da gab es viele Zurufe, wir hätten zu wenig Frauenpower, darauf haben wir reagiert und jetzt haben wir ganze Frauen-Combos. Wir haben Fahrradparkplätze eingerichtet, das war eine Reaktion auf Kritik, und vieles mehr, was wir gemacht haben!" 

Reaktionen auf die Kritik

Was Martin Wacker aber nicht durchgehen lässt, ist die Frage nach dem Musikgeschmack. "Da diskutieren wir nicht. Das können wir an keiner Stelle tun, sondern versuchen, das Beste zu machen. Bei zehn Euro Eintrittspreis muss man auch sagen: Wem es nicht gefällt, sollte vielleicht zuhause bleiben", sagt der Fest-Chef. "Es ist keine Pflichtveranstaltung, sondern man soll Spaß haben!" 

Bild: Paul Needham/Mohawkvisuals

Für die Zukunft sieht Martin Wacker gute Zeiten auf Das Fest zukommen. "Ich glaube, dass kann immer so weiter gehen, wenn unsere Fest-Familie mitzieht - das sind die Sponsoren, die städtischen Ämter, der Gemeinderat", meint Wacker im Gespräch mit ka-news.de. "Und natürlich auch unsere Besucher, die aufeinander achten und friedlich miteinander umgehen - und solange diese Faktoren zusammenkommen, wird es Das Fest weiter geben!" 

Das Interview mit Fest-Chef Martin Wacker im Video: 

 

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Kommentare (2)
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  •   melotronix
    (3586 Beiträge)

    28.06.2019 23:27 Uhr
    Teil 2
    auch für kleines Geld gebucht werden können. Warum müssen Bands mehrere male auf der Bühne auftauchen? Ich denke an den Finanzen kann es nicht liegen.
    Herr Wacker das Fest wurde deklariert als Zusammenkunft aller Schichten. Für jeden soll etwas dabei sein.
    Bestimmt nicht immer einfach. Aber der Satz: wem es nicht passt kann ja zu hause bleiben...ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die Das Fest aus der Taufe gehoben haben!!
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  •   melotronix
    (3586 Beiträge)

    28.06.2019 23:24 Uhr
    lieber Herr Wacker...
    "Wem es nicht gefällt, sollte vielleicht zuhause bleiben", sagt der Fest-Chef. "Es ist keine Pflichtveranstaltung, "
    Zitat von Herrn Wacker. Ich finde diese Aussage arrogant.
    Dazu Kritik. Wie soll mir etwas nicht gefallen, wenn ich gar nicht weiss, was mich erwartet? Dies hat nichts damit zu tun ob nun der Musikgeschmack eines jeden getroffen wird oder nicht.
    Sie werfen die Karten im Dezember auf den Markt. Im Grunde genommen haben sie ja alles richtig gemacht wenn zwei Tage später das Fest als ausverkauft gemeldet wird. Und trotzdem ist es nicht richtig.
    Ich möchte wählen können. Warum kann der Verkauf der Tickets nicht im Juni z.B. beginnen? Zu diesem Zeitpunkt steht auch schon der Grossteil der Bands. Natürlich muss gespart werden...aber ich frage mich...was passiert ieigentlich mit den Eintrittsgeldern? Wurde jetzt der Städtische Zuschuss gestrichen?
    Auf dem Fest wird getrunken und gegessen diese Umsätze müssen gigantisch sein.
    Es gibt so viele tolle Bands...die mit Sicherhei
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