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Karlsruhe Betrunken mit dem E-Scooter fahren: Was dürfen Roller-Fahrer in Karlsruhe und was nicht?

Die E-Scooter sind mittlerweile auch in Karlsruhe angekommen und stehen an jeder Ecke der Fächerstadt. Doch vielen sind die genauen Regeln nicht bekannt oder egal und informieren sich nicht ausreichend, bevor sie sich hinter den Lenker stellen. ka-news.de hat eine Übersicht zusammengefasst, was der E-Roller-Fahrer alles beachten muss.

Die E-Scooter behindern andere Verkehrsteilnehmer, vor allem Fußgänger  - so liest man es zumindest in den letzten Wochen des Öfteren in den sozialen Netzwerken. Das Fahren auf Gehwegen ist deshalb auch verboten. Die E-Tretroller sind lediglich auf Radwegen, Radfahrstreifen und in Fahrradstraßen erlaubt. "Nur wenn diese fehlen, darf auf die Straße ausgewichen werden", heißt es auf der Internetseite des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC).

Laut Gesetz dürfen schon Jugendliche ab 14 Jahren die neuen Vehikel nutzen. Der schwedische Anbieter Voi, der bisher als Einziger einen Verleih der Scooter in Karlsruhe betreibt, schreibt vor, dass nur Personen ab 18 Jahren die bis zu 20 km/h schnellen Roller nutzen dürfen. Ein Führerschein hingegen braucht es nicht, um mit den kleinen Flitzern durch die Stadt zu düsen.

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: Melissa Betsch

Alkohol hinter dem Lenker kann teuer werden

Nicht nur hinter dem Steuer eines Autos gilt eine Promillegrenze, sondern auch auf den E-Rollern. "Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille fährt und keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid: In der Regel sind das 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg."

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: Melissa Betsch

Hat der Fahrer mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut liegt sogar eine Straftat vor, davon kann allerdings schon ab 0,3 Promille die Rede sein, "wenn der Fahrer alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt", so der ADAC, also etwa in Schlangenlinien über den Radweg fährt. Für Fahrer unter 21 Jahren oder in der Probezeit gilt, wie beim Führen eines Autos: gar kein Alkohol. Halten sich die Rollerlenker nicht an die Regeln, drohen saftige Strafen.

 

 

Zudem machen sich Nutzer strafbar, wenn sie zu zweit auf den E-Rollern unterwegs sind. Die Flitzer dürfen nur von einer Person gefahren werden, Beifahrer sind nicht erlaubt, auch einen Anhänger darf man laut Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung nicht befestigen. Wer sich nicht daran hält, muss ebenfalls mit einem Bußgeld rechnen.

Wie beim Fahrradfahren, gilt auch beim Lenken der E-Roller keine Helmpflicht - die Anbieter empfehlen jedoch zur eigenen Sicherheit das Tragen eines (Fahrrad-)Helmes.

Wann kommt der E-Roller-Verleih in Karlsruhe?
Wann kommt der E-Roller-Verleih in Karlsruhe? | Bild: pixabay.com/Fullstoppr

Damit das Unfallrisiko gesenkt wird, sollte auch das Smartphone in der Tasche bleiben. Die Nutzung hinter dem Lenker ist verboten. Kurz auf das Navi schauen, eine Nachricht verschicken oder Bilder knipsen ist untersagt.

Mitnahme in Bus und Bahn erlaubt

Falls die Strecke, die es für den E-Roller-Fahrer zu bewältigen gilt, zu weit ist, gibt es die Möglichkeit die Scooter mit in die Busse und Bahnen des Karlsruher Verkehrsverbunds zu nehmen. "Die Roller werden wie ein Fahrrad behandelt, da sie nicht klappbar sind. Zwischen 6 und 9 Uhr morgens muss ein Fahrradticket für ein E-Scooter gelöst werden", so Nicolas Lutterbach vom KVV auf Nachfrage von ka-news.de.

Ist das Ziel erreicht, stellt sich dann die Frage: Wo darf ich meinen Flitzer abstellen? E-Scooter dürfen am Straßenrand, auf dem Gehweg und in Fußgängerzonen abgestellt werden - vorausgesetzt diese sind für die Roller freigegeben. Auf der interaktiven Karte in der App sind die Sperrzonen rot eingezeichnet - dort ist das Abmelden nicht möglich.

In den roten Sperrzonen kann der E-Scooter nicht abgestellt werden, die Rückgabe ist dann blockiert. | Bild: Screenshot@Voi App

Außerhalb davon ist es mit einem Knopfdruck erledigt. "Das muss jedoch so passieren, dass Fußgänger und Rollstuhlfahrer nicht behindert oder gefährdet werden", so der ADAC. 

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