Karlsruhe-Oststadt Der (neue) Schlachthof: Kunst, Kultur und Kreativität hinter alter Fassade

Wo sich bis vor nicht allzu langer Zeit Tiertransporter trafen, um die Grundlage für die fleischbasierte Nahrungsmittelproduktion anzuliefern, nimmt nun ein einmaliges Projekt mehr und mehr Formen an. Ursprünglich als Leitprojekt für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt erdacht, nimmt der Kreativpark Ost mittlerweile trotz des Scheiterns dieser Bewerbung immer mehr Gestalt an.

Nachdem das Areal nicht mehr als Vieh- und Schlachthof genutzt wird (siehe auch: "Der Schlachthof: Tod hinter schöner Fassade"), sollen nun kreatives Gewerbe, Kultureinrichtungen und innovative Unternehmen hier ihr neues Zuhause finden. Seit Beginn dieses Jahrzehnts hat sich das Konzept nun mehr und mehr erweitert und konkretisiert. Allerdings läuft die Umsetzung nicht ganz so schnell wie einmal gedacht. Schuld ist wohl in erster Linie das liebe Geld, das wohl insbesondere bei Kulturschaffenden nicht allzu üppig vorhanden ist. So schrecken die Mietpreise aktuell viele "kleine" Künstler noch ab.

Trotzdem gibt es bereits heute eine Vielzahl kleiner Ateliers, ein Haus mit Filmproduktionsfirmen oder einen Klavierbauer. Aber auch so etablierte Namen wie das Tollhaus, der Jazzclub, die Alte Hackerei oder das Produktionsbüro von "Das Fest" haben hier ihre neue Heimat gefunden. Das Tollhaus erweitert gerade seine Gebäudefläche mit dem Anbau des lang erwarteten Zelthauses, das im nächsten Sommer fertig sein soll. Und verdrängt durch die Kombilösung findet ab nächstem Sommer auch das Substage hier eine neue Spielstätte.

Weitere Planungen betreffen eine Konzerthalle unter Leitung eines örtlichen Konzertveranstalters mit einer Kapazität von etwa 1.500 Zuschauern, die als ideale Ergänzung zu den Klubs bzw. der Europahalle/dm-arena gesehen wird. Außerdem sollen ab 2010 die Arbeiten für die neue Straßenbahnlinie durch die Schlachthausstraße in Richtung Südstadt beginnen.

So dürfen die Karlsruher also weiterhin gespannt sein, was sich in den nächsten Monaten und Jahren in diesem sehenswerten Areal alles tut.

Aktuelle Entwicklungen in der Stadt, echte Hingucker - alte und neue -, aufsehenerregende Veränderungen und Altbekanntes, manchmal aber auch Vergessenes: ka-news interessiert sich in seiner Rubrik "Pix And The City" für die Hot Spots der Fächerstadt. Wo passiert etwas, wo wird gebaut, umgestaltet, wo sollte man einmal genauer hingucken, was ist interessant genug, um davon einige Aufnahmen zu schießen? ka-news-Leser sind gefragt und angehalten, über die Adresse pix@ka-news.de eigene Vorschläge einzubringen, wo der ka-news-Fotograf einmal auftauchen und Veränderungen oder Sehenswertes dokumentieren könnte. Damit die Fächerstadt und ihre Faszination nicht unbemerkt bleiben und sich jeder davon ein Bild machen kann!

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