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Karlsruhe Ordnungsamt setzt Bußgelder durch: 30 Euro für Gehwegparker in Durlach

Parkraum ist knapp in Karlsruhe und nicht selten wird das Auto eher zum Hindernis. Daher hat die Stadt die Aktion "Faires Parken" ins Leben gerufen, seit Januar 2019 wird Gehwegparken in der Stadt nicht mehr geduldet. Nun werden auch in Durlach Bußgelder fällig.

Nach Monaten der Prüfung sind diese Maßnahmen nun auch abgeschlossen und ab Mitte Oktober werden auch dort Knöllchen für Gehwegparker ausgestellt. Das teilt die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung mit. 

Bild: Thomas Riedel

Fahrzeuge, die illegal auf dem Gehweg stehen, bekommen Knöllchen über 20 Euro. "Steht das Auto länger als eine Stunde verbotswidrig auf dem Gehweg, sind 30 Euro fällig. Nach der Straßenverkehrsordnung ist Gehwegparken verboten. Darauf wurde die Stadtverwaltung von den Landesbehörden immer wieder hingewiesen und überprüfte in den vergangenen beiden Jahren in allen Stadtteilen die Parkgewohnheiten", erklärt die Stadt das künftige Vorgehen. Ausnahmen vom illegalen Gehwegparken gibt es nur, wo eine Markierung oder eine Beschilderung ausdrücklich das Abstellen von Fahrzeugen auf dem Gehweg erlaubt.

Gehwegparken bisher nur geduldet

Damit endet die bisher tolerierte Praxis in der Fächerstadt. Neben der Rechtsnorm zeigten auch immer mehr Beschwerden aus der Bürgerschaft, "dass das Gleichgewicht aller Verkehrsarten gestört war, Barrierefreiheit und Fußverkehrsqualität das Nachsehen hatten", wird Björn Weiße, Leiter des Ordnungsamtes, zitiert. Kinder bis acht Jahre müssen mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen, Kinder bis zum Alter von zehn Jahren und begleitende Eltern dürfen auf dem Gehweg fahren.

Bild: Thomas Riedel

"Statt jedoch alle Gehwegparkplätze zu verbieten, schauten die städtischen Fachdienststellen genau hin. Sie prüften unter Beteiligung des Stadtamtes Durlach, des Ortschaftsrates und der Bürgerschaft, wo und wie eine Legalisierung des Gehwegparkens möglich war", beschreibt die Stadt Karlsruhe das Prozedere. Zu beachten war dabei auch: Wo auf der Straße einseitig geparkt wird, darf auf der gegenüberliegenden Seite nur geparkt werden, wenn die verbleibende Fahrgasse 3,10 Meter beträgt. Diese Breite benötigen die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr und auch die Müllabfuhr in solch engen Straßenabschnitten. 

Mehr zum Thema
Parken in Karlsruhe | ka-news.de: Parkstreifen oder Parkhaus? Wo ist Parken noch erlaubt und wo wird es verboten? Ab 2018 ist das Gehwegparken in Karlsruhe Vergangenheit. Alle aktuellen Infos rund um das Thema Parkraum und -regeln in Karlsruhe gibt es hier in unserem Dossier.
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  •   Dorlacher
    (43 Beiträge)

    17.10.2019 18:58 Uhr
    Turmberg
    Erst gestern haben die Grünen in Durlach einen neuen Vorstoß gewagt, das Parken auf dem Turmberg zu verbieten, bzw. dafür die Autofahrer zur Kasse zu bitten, wurden aber wohl von den anderen Parteien abgewatscht. Tja Leute, in Karlsruhe sind seit dem Mai neue Mehrheitsverhältnisse angesagt. In Durlach hat die Bastion gegen den Grünen Wahn nochmal standgehalten. Wer weiß, wie lange noch!?
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  •   dipfele
    (5601 Beiträge)

    17.10.2019 23:22 Uhr
    Das Parken soll nicht verboten werden....
    … sondern bewirtschaftet !! Das ist ein Unterschied. Warum muss denn für die Autofahrer alles kostenlos sein? Wer mit der Bergbahn kommt muss auch löhnen.
    Und was heisst hier grüner Wahn? Die Grünen sind stärkste Fraktion mit 8 Leuten. Was allerdings verwunderlich ist, die Grünen sind offensichtlich von den Jungwählern gewählt worden. Nur die lassen sich in den Sitzungen bis jetzt nicht sehen.
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  •   DangerMouse
    (201 Beiträge)

    18.10.2019 09:43 Uhr
    Autofahren ist nicht kostenlos
    Denn es gibt eine KFZ Steuer, Mineralölsteuer, Energiesteuer, Mehrwertsteuer usw. Der Staat profitiert massiv von den Lohnsteuern der Berufsfahrer, die durch individulle Mobilität höhere Einkommen oder überhaupt ein Einkommen haben.

    Es gibt Leute die behaupten das würde die Kosten für den Straßenerhalt kompensieren und sogar noch reichen um die Renten mitzufinanzieren. Andere behaupten es reicht nicht. Da kann man drüber sreiten, ob das nach oben oder unten angepasst werden sollte. Aber kostenlos ist es jedenfalls nicht und von einer massiven Subvertionierung kann bei genauer Betrachtung auch keine Rede sein.
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  •   Denkfehler
    (111 Beiträge)

    18.10.2019 11:14 Uhr
    Richtig, Eigentum und.....
    ....Nutzung eines KFZ kosten den Besitzer / Nutzer (viel) Geld. Darum geht es aber nicht.
    Es geht darum, dass die Leute sich immer größere / breitere / längere Autos kaufen (warum eigentlich?) und diese in den öffentlichen Raum stellen - dieser aber nicht in gleichem Maße immer größer / breiter / länger wird. Und da die Autobesitzer nicht von alleine drauf kommen, dass man sich nicht unbegrenzt ausbreiten kann, wird da jetzt eben behördlich dran erinnert, in dem die Einhaltung geltenden Rechts gefordert wird.

    Lösung: Die Autobesitzer sind so schlau, sich zu sagen, mir genügt eine kleinere Karre (z. B. VW Up). Der Gipfel der Intelligenz wäre dann noch, dass man ja gar nicht drei Autos für drei Familienmitglieder benötigt......zwei würden auch reichen zwinkern Und wenn dann alle ganz doll schlau geworden sind, reicht auch das Stellplatzangebot in den Straßen wieder aus.
    Bis dahin muss eben die Stadt etwas Unterstützung leisten und Regeleinhaltung einfordern......
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  •   Schattegustl
    (143 Beiträge)

    17.10.2019 19:31 Uhr
    Verstehe ich nicht
    Ich zähle ganz schön viele Grüne im Durlacher Ortschaftsrat. Gab es vorher noch mehr?
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  •   malerdoerfler
    (5843 Beiträge)

    21.10.2019 23:02 Uhr
    Noch mehr?
    ???
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  •   Schattegustl
    (143 Beiträge)

    17.10.2019 18:42 Uhr
    Toleriert wird übrigens noch
    In Grötzingen beispielsweise: Unterviertel und Oberviertel
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  •   Schattegustl
    (143 Beiträge)

    17.10.2019 18:41 Uhr
    Interessant
    War gar nicht klar dass Durlach bisher ausgenommen war. Bin gespannt wann dann endlich die roten Laster in der Pforzheimer Straße vom Gehweg verschwinden mit ihren deutlich mehr als 7.5 Tonnen
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  •   DangerMouse
    (201 Beiträge)

    17.10.2019 17:43 Uhr
    Parkplätze müssen erhalten bleiben.
    Die Stadt tut gut daran auch in Zukunft genug Parkplätze bereitzustellen, denn Autofahrer sind einfach die besseren Steuerzahler. Das überrascht auch nicht, denn durch individuelle Mobilität kann man bessere Jobs annehmen und mehr oder überhaupt Geld verdienen. Wenn jemand das Glück hat, daß sie/er mit dem Rad zur Arbeit kommt, dann beneide ich sie/ihn und wünsche, daß der Arbeitgeber niemals umzieht, oder aus anderen Gründen ein Jobwechsel nötig wird. Darauf verlassen kann man sich aber heutzutage nicht mehr.

    Bevor sich aber jetzt einige zu früh freuen: Es ist auch ganz klar, daß Autos viel zu groß geworden sind. Mir gefällt die Regelung aus Japan, wo eine Fahrzeugklasse namens Kei Car gibt. Diese Fahrzeuge sind in der Größe und Motorisierung limitiert und nur mit einem Kei Car dürfen bestimmte Bereiche der Stadt befahren werden.
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  •   andip
    (9880 Beiträge)

    18.10.2019 08:51 Uhr
    In Japan
    bekommt man nur dann ein Auto zugelassen, wenn man einen Stellplatz für das nachweisen kann.
    Die Strasse vor der Haustür gilt in Japan nicht als Stellplatz, denn da darf man da gar nicht parken.
    Sollte man auch hier einführen, dann wären alle Probleme sehr schnell gelöst. zwinkern
    Im Übrigen ist die Stadt nicht im geringsten dazu verpflichtet, Autoparkplätze zu schaffen und bereit zu halten.
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