57  

Karlsruhe Nur noch mit Ausweis: Grüne fordern mehr Bewohner-Parkplätze

Wer in Karlsruhe nach einem Parkplatz sucht, hat es nicht immer leicht. Die Gemeinderatsfraktion der Grünen will nun aber etwas gegen den Parksuchverkehr in der Fächerstadt unternehmen. In einem Antrag an den Karlsruher Gemeinderat fordern sie weitere Zonen für Bewohnerparken.

"In Karlsruhe gibt es in vielen Gebieten hohen Parkdruck. Wo das zusätzlich durch auswärtige Autos verschärft wird, könnte Bewohnerparken Abhilfe schaffen", so Stadtrat Johannes Honné, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion der Grünen in einer Pressemitteilung. "Das ist kein Allheilmittel und passt auch nicht überall, aber wo die Bevölkerung es wünscht, sollte die Verwaltung prüfen, ob es sinnvoll und machbar ist."

Wer keinen Ausweis hat, der sucht erst gar nicht

Die Grünen wurden nach eigener Aussage durch Wünsche aus der Bevölkerung zu diesem Antrag angeregt. Sie wollen keine flächendeckende Untersuchung durch die Verwaltung. Ihr Vorschlag: Lediglich auf Antrag soll geprüft werden. Anlass könnte aus Sicht der Gemeinderatsfraktion eine Unterschriftensammlung sein, in der sich viele in einem Gebiet Wohnende für die Einrichtung aussprechen.

In den neuen Zonen sollen nur so viele Berechtigungen ausgegeben werden, wie legale Parkplätze vorhanden sind. Für weiteren Bedarf soll eine Warteliste eingerichtet werden. "Es ergibt keinen Sinn, Parkberechtigungen auszugeben, für die keine Parkplätze da sind. Deshalb wollen wir für die neuen Zonen mehr Ehrlichkeit einführen", so Honné.

Die Grünen erhoffen sich, dass der Parksuchverkehr auf diese Weise verringert wird; "denn wer keinen Bewohnerparkausweis hat, wird erst gar nicht in solche Straßen einfahren, in denen er erforderlich ist", heißt es in der Pressemitteilung. Parkberechtigte würden umgekehrt leichter einen Parkplatz finden. Dass tagsüber 50 Prozent und nachts 25 Prozent der Stellplätze auch für Auswärtige offen sein müssen, ist für die Grünen nicht zufriedenstellend. Sie verweisen darauf, dass dieses Problem jedoch nicht in Karlsruhe zu lösen ist, sondern durch den Bundestag eine anwohnerfreundlichere Vorgabe beschlossen werden müsste.

Mehr zum Thema
Parken in Karlsruhe | ka-news.de: Parkstreifen oder Parkhaus? Wo ist Parken noch erlaubt und wo wird es verboten? Ab 2018 ist das Gehwegparken in Karlsruhe Vergangenheit. Alle aktuellen Infos rund um das Thema Parkraum und -regeln in Karlsruhe gibt es hier in unserem Dossier.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (57)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   peddersenn
    (986 Beiträge)

    07.07.2017 14:29 Uhr
    Anwohnerparkplätze haben gewisse Nachteile...
    ...und zwar in erster Linie die Tatsache, daß dann Parkplätze tagsüber leerstehen und andere, die tagsüber zum Arzt müssen, einkaufen gehen oder in der Gegend arbeiten, dort nicht parken können.
    WENN es tatsächlich ein Parkplatzproblem gäbe, wäre es dann nicht sinnvoller, dafür zu sorgen, daß die so oft wie möglich benutzt werden?

    Die Stadt - da gehts eben rein - und raus. Und das alles NÜTZT und dient der Stadt.

    Wenn man die Stadtmauer wieder will - gerne. Aber vielleicht will dann tatsächlich keiner mehr rein.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   schmidmi
    (1929 Beiträge)

    07.07.2017 12:11 Uhr
    Verlosung
    Man könnte ja auch die Zulassung eines KFZ verlosen für die (zukünftigen) KFZ - Halter, die keinen eigenen Stellplatz nachweisen können.
    In China wird das in größeren Städten schon länger angewandt, dort allerdings aus Gründen des Umweltschutzes.
    Man sieht also, wenn man nur will, gibt es einen Haufen Möglichkeiten.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   art5gg
    (537 Beiträge)

    07.07.2017 10:49 Uhr
    Parkplatzrückbau stoppen,.......
    ...das Geld für die Schaffung von Parkplätzen umwidmen.
    Zuzug in die Stadt stoppen, jedem Einwohner, der ins Umland zieht, ein Zehnjahresabo für den ÖPNV schenken.
    Freiwerdende Wohnungen dürfen nicht mehr neu belegt werden bis die Parkplatzsituation sich wieder normalisiert hat.
    Ebenso sollten im Stadtgebiet neue Gewerbeansiedlungen gestoppt werden und jeder Betrieb, der aus der Innenstadt aussiedelt sollte einen Baukostenzuschuss erhalten.
    Weiterhin sollte sich die Politik des Stadtrats nicht an irgendwelchen Parteiprogrammen von Splitterparteien sondern am Bedarf der Bürger des gesamten Einzugsgebiets des "Oberzentrums Karlsruhe" orientieren.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   motzki
    (722 Beiträge)

    07.07.2017 08:02 Uhr
    mal wieder...
    ...ein äußerst gelungener vorschlag der grünen zu einer ihrer kernkompetenzen kfz-verkehr oder innere sicherheit... *ironie aus*
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Rambazamba
    (348 Beiträge)

    06.07.2017 18:10 Uhr
    Firmenwagen, Dauerparker, Parkidioten
    Viele Unternehmen bieten Ihren MA Firmen PKW an, die allerdings nicht für private Zwecke genutzt werden dürfen. Also kommt der MA morgens mit seinem PKW, kurvt zu Geschäftsterminen mit dem Firmen PKW und mit dem eigenen wieder heim. So "verursacht" ein Mitarbeiter 2 Fahrzeuge. So kommt ein Büro mit 4 Angestellten auf bis zu 8 Fahrzeuge, die untergebracht werden müssen.
    Natürlich muss jeder ein eigenes Fahrzeug haben. Mindestens eins!!! Auch wenn man es nur einmal im Monat braucht. Die restliche Zeit steht es direkt vorm Haus und der Nachbar, der Pendler ist, sucht sich jeden Abend nen Wolf.
    Parkidioten kennen wir alle. Sieht man auch schön auf dem Bild oben. Der schwarze PKW blockiert mehr oder weniger 2 Parkplätze. Mein Twingo braucht einen halben und ich stelle ihn immer so, dass hinter mich in die Reihe ein zweiter Kleinwagen passt.
    Lösung: Mehr Parkhäuser, kleine und große Parkplätze und Megaknöllchen für das Blockieren mehrerer Parkplätze.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Ozeiger
    (1459 Beiträge)

    06.07.2017 22:31 Uhr
    Der Grossteil
    der Firmenwagen dürfte privat genutzt werden, auch wenn das eventuell dann über ein Fahrtenbuch abgerechnet werden muss. Grosse Firmen wie SAP haben Modelle mit unbegrenzter Privatnutzung.
    Problematischer sind diese pseudoselbständigen Lieferdienstfahrer die allein aus Geldmangel nur noch ihren Transporter haben und den natürlich auch mit nach Hause nehmen. Und das sind dann die die zwei Längsparkplätze brauchen oder halb auf die Strasse raushängen. Geh mal aufmerksam durch die Strassen abends, das hat wahnsinnig zugenommen, bis hin zu 7,5 Tonnern die in Wohngebieten jetzt wirklich gar nichts verloren haben. Von riesigen Wohnmobilen und wochenlang nicht benutzten Trailern will ich gar nicht anfangen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Rambazamba
    (348 Beiträge)

    07.07.2017 09:12 Uhr
    auch
    das mit den Lieferwagen kenne ich. Wohne zwar auf dem Land aber bei uns ums Eck wohnt eine "Hermes-Gang". Die Straße ist voll mit kleinen und mittelgroßen Lieferfahrzeugen. Hier geht's ja, aber in einer dichter besiedelten Umgebung wäre es wohl eine Katastrophe. Wenn ich aktuell den Verkehr sehe - Stau auf A5, B3, B36, in sämtlichen Gemeinden Baustellen (Durmersheim, Rastatt, Ötigheim, ...) - fürchte ich, dass es nicht mehr lange dauert bis in und rund um Karlsruhe ein Verkehrs-Overkill stattfindet. Neulich reichte ein Unfall auf der A5 (bei Malsch) und zwischen Rastatt und Karlsruhe waren ALLE Straßen dicht. Einige LKW-Fahrer haben auf Abbiegespuren übernachtet. Die Probleme mit den Parkplätzen sind einfach nur eine Folge daraus.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Willnicht
    (114 Beiträge)

    06.07.2017 16:16 Uhr
    Ein Problem in Durlach sind die Kleinunternehmer
    die ihren gesamten Fuhrpark öffentlich herumstehen haben. Mitarbeiter fahren ihr Dienstfahrzeug aus dem Parkplatz und der nette Kollege stellt sich dann auf den freien Platz. Verständlich ist das aber die Stadt müsste die Unternehmen dazu drängen in ein Industriegebiet umzuziehen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   schmidmi
    (1929 Beiträge)

    06.07.2017 17:14 Uhr
    Nicht nur
    in Durlach. In der Weststadt auch.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   schmidmi
    (1929 Beiträge)

    06.07.2017 15:28 Uhr
    Einfache Lösung
    Wie wäre es denn, wenn keiner näher als 1 km an seinem Wohnsitz parken dürfte?
    Damit wäre unser problem mit dem Kleinhirn schnell gelöst und wir würden garantiert auch nicht mehr so viele Parkplätze benötigen grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 6 (6 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.