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Karlsruhe Jetzt gibt es Knöllchen: Illegales Gehwegparken kostet Parksünder in Karlsruhe ab sofort 20 Euro

Wer ab Montag, 14. Januar, auf einem Gehweg ohne entsprechende Markierungen parkt, muss mit einer Verwarnung rechnen: 20 Euro wird das illegale Gehwegparken dann kosten, wer länger als eine Stunde steht, zahlt 30 Euro. Die Neuordnung ist ein Ergebnis des Projekts "Faires Parken in Karlsruhe", das 2016 gestartet wurde.

Wo bisher nur ein Hinweiszettel hinter dem Scheibenwischer hing, erwartet Falschparker ab Montag, 14. Januar, ein Knöllchen über 20 Euro. Ausnahmen gibt es nur, wo eine Markierung oder eine Beschilderung explizit das legale Abstellen von Fahrzeugen auf dem Gehweg erlauben. Darüber informiert die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung. Bereits im Dezember 2018, kurz vor Abschluss des Projekts "Faires Parken in Karlsruhe", informierten die Verantwortlichen über die künftigen Kontrollmaßnahmen.

Hintergrund: Nach der Straßenverkehrsordnung ist das Gehwegparken verboten. "Darauf wurde die Stadtverwaltung von den Landesbehörden immer wieder hingewiesen und hat in den letzten beiden Jahren in allen Stadtteilen die Parkgewohnheiten überprüft", heißt es in der Meldung. 

Bisher tolerierte Praxis endet hier

Damit endet die bisher tolerierte Praxis in der Fächerstadt. Neben der Rechtsnorm zeigten auch immer mehr Beschwerden aus der Bürgerschaft, dass das Gleichgewicht aller Verkehrsarten gestört war, Barrierefreiheit und Fußverkehrsqualität das Nachsehen hatten, so Björn Weiße, Leiter des Ordnungs- und Bürgeramts. Kinder bis acht Jahren müssen mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen, Kinder bis zehn Jahren und begleitende Eltern dürfen auf dem Gehweg mitfahren. 

Bild: Thomas Riedel

Statt jedoch alle Gehwegparkplätze zu verbieten, prüften die städtischen Fachdienststellen unter Beteiligung der Bürgerschaft, wo und wie eine Legalisierung des Gehwegparkens möglich war. So gilt beispielsweise zu beachten: Wo auf der Straße einseitig geparkt wird, darf auf der gegenüberliegenden Seite nur geparkt werden, wenn die verbleibende Fahrgasse 3,10 Meter beträgt. Diese Breite benötigen die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr und auch die Müllabfuhr für die Anfahrbarkeit der Straßenabschnitte.

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  •   andip
    (10378 Beiträge)

    16.01.2019 15:49 Uhr
    Sprinter
    dürfen nun mal auch in Wohngegenden parken, auch wenn es einem nicht gefällt.
    Und was die Kurier- und Paketfahrer angeht, die sind als (Schein-)Selbstständige auch die Halter der Wagen und nicht die Firma, für die sie fahren. Daher nehmen die sie nach Feierabend nach Hause mit.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (1122 Beiträge)

    16.01.2019 18:34 Uhr
    Aber eben nicht komplett auf dem Gehweg.
    Und schon gar nicht, wenn es ein paar Meter weiter genug reguläre Stellplätze sind.
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  •   Tiefland
    (198 Beiträge)

    16.01.2019 16:23 Uhr
    Ja klar "dürfen nun mal"
    das ist ja ein Teil des Problems, das ja weiter oben schon Armlaenge angesprochen hat. Die machen es weil sie's können bzw. dürfen, berufen sich auf eine nicht mehr zeitgemäße Rechtsgrundlage - und wo bleibt die Vernunft bzw. die Rücksichtnahme? Fehlanzeige!
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  •   andip
    (10378 Beiträge)

    17.01.2019 08:47 Uhr
    Was erlaubt ist ist erlaubt
    Wem das nicht passt, soll sich an das Bundesverkehrsministerium wenden und eine Änderung der StVO fordern.
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  •   Route66
    (2463 Beiträge)

    16.01.2019 15:19 Uhr
    Ähm
    die Fahrer sind nicht die Idioten. Das sind die Betriebe, die ihre Fahrer dazu anhalten mit dem Firmenfahrzeug - oft auch die LKW vom Elektrogrosshandel die am Gutenbergplatz oder in Rüppurr in der Wohngegend parken - nach Hause zu fahren. Grund: sie brauchen weniger Parkfläche im Betrieb und der Fahrer ist morgens schneller beim Kunden.
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  •   Tiefland
    (198 Beiträge)

    16.01.2019 16:37 Uhr
    sage ich doch,
    entbindet aber dennoch die "Lohnsklaven" nicht von einer gewissen Verantwortung für's eigene Handeln! Wird doch von allen anderen Verkehrsteilnehmern auch eingefordert - oder stehen die Krauter, die sog. Scheinselbständigen oder diese Kurierdienste unter Artenschutz?
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  •   Route66
    (2463 Beiträge)

    16.01.2019 16:53 Uhr
    Auch wenn
    mich diese Mehrfachparkplatzzusteller manchmal nerven, gerade bei den Kurierfahrern bin ich relativ milde geetimmt. Das sind die ärmsten Schweine und wenn die nach einem 10-12 Stunden Tag mit diesen ganzen Irren auf der Strasse, unfreundlichen Kunden, denen sie in den 5. Stock ohne Aufzug säckeweise Hundefutter hochschleppen müssen, Probleme überhaupt eine Parkmöglichkeit beim Kunden zu finden etc. und noch einer beschissenen Bezahlung abends nur noch die Karre abstellen und fertig, dann kann ich dafür noch Verständnis aufbringen. Das würde uns allen nämlich ganz genauso gehen. Für alle anderen nicht.
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  •   betablocker
    (4089 Beiträge)

    16.01.2019 17:57 Uhr
    Und am
    allerwenigsten für Wohnmobile!
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  •   Route66
    (2463 Beiträge)

    16.01.2019 18:19 Uhr
    Ja wer sich
    ein Wohnmobil kauft sollte auch einen Parkplatz dafür nachweisen können. Bei uns blockiert so ein Teil auch knapp drei Parkplätze, genutzt wird es vier Wochen im Jahr.
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  •   schmidmi
    (2584 Beiträge)

    16.01.2019 22:19 Uhr
    Nur der Korrektheit wegen
    Das Wohnmobil blockiert sicherlich nicht die drei Parkplätze, sondern nutzt sie. Das ist bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht unter 3.5 t auch ohne Einschränkungen erlaubt, das es einem PKW gleichgestellt ist. Darüber bis 7.5 t gelten zusätzliche Kennzeichnungspflichten und PKW - Parkplätze sind Tabu. Ein Abstellen auf der Straße ist aber ok
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