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Karlsruhe Vom Bürgermeister zum OB? CDU und FDP geben Kandidaten bekannt

Die Männer holen auf: Neben Petra Lorenz (Freie Wähler) und Vanessa Schulz (diePartei) geht nun der vierte Kandidat bei der OB-Wahl ins Rennen: Bürgermeister von Karlsdorf-Neuthard, Sven Weigt. Unterstützt wird er von CDU und FDP. Einem Parteiprogramm wolle er sich aber nicht unterwerfen. Wie dieses Bündnis zustande kam und was Weigt für Ziele verfolgt, verrät ka-news.de im Video-Interview.

Bürgernah, strategisch und politisch erfahren. So präsentiert sich Sven Weigt bei seiner Pressekonferenz im Röser Haus Karlsruhe. Genau diese Stärken möchte er während der Bürgermeisterwahl zum Einsatz bringen.

Im Fokus: große Themen wie Mobilität, Klimawandel und Digitalisierung. Doch vor allem der Erhalt und die Lebensqualität der Karlsruher liegen dem Kommunalpolitiker am Herzen. Die Kandidatur sehe er zwar als eine "große Herausforderung, aber als eine Chance."

Transparenz bei Großprojekten

"Als Bürgermeister ging und geht es mir immer um Menschen. Es geht um die Familien, um Bildung und Betreuung. Menschen möchten in der Stadt alt werden können. Es geht um die vielen engagierten Karlsruher in Vereinen und privaten Initiativen.

Sven Weigt geht als vierter OB-Kandidat ins Rennen | Bild: Thomas Riedel

Kommunalpolitik bedeutet immer soziale und wirtschaftliche Stabilität", erklärt der 49-jährige Weigt.  

So möchte Weigt, in enger Zusammenarbeit mit Gemeinderat und Verwaltung, das zukünftige Projekte nicht nur angesprochen, sondern auch wirklich umgesetzt werden.

Sven Weigt (Mitte) mit Hendrik Dörr (links) von der FDP und Ingo Wellenreuther von der CDU | Bild: Thomas Riedel

Besonders bei Großprojekten sei ein verantwortungsvoller Umgang wichtig, mit Transparenz nach außen. Damit soll, laut Weigt, ein "ökonomisches, ökologisches soziales Gleichgewicht" hergestellt werden.

Mobilität beim Pendlerverkehr und der Wohnungssuche

Ein weiterer Punkt: Wohnraum. So kritisiert Weigt die Vermittlungsdauer zwischen Wohngesuch und Vermittlung. "Wohnraum ist da, aber bis eine Wohnung gestellt wird, dauert es viel zu lang". Auch die Ausweisung zusätzlicher Flächen sei für den 49-Jährigen kein Tabu.

Ebenso wolle er sich um eine Verbesserung beim Pendlerverkehr bemühen. Dazu soll noch ein Mobilitätskonzept erarbeitet werden.

ka-news.de-Hintergrund: Die Vita von Sven Weigt

Sven Weigt wurde am 05. September geboren und studierte an der Fachhochschule Kehl, Hochschule für öffentliche Verwaltung. Es folgten berufliche Stationen beim Kommunalen Versorgungsverband Baden-Württemberg. Seit 2007 ist er als Bürgermeister der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard tätig. Darüber hinaus ist Weigt unter anderem im Kreistag als Fraktionsvorsitzender und erster ehrenamtlicher Stellvertreter des Landrats und im Regionalverband Mittlerer Oberrhein und im Finanzausschuss des Gemeindetages von BW tätig, Zudem ist er Präsident der Badisch-Südbrasilianischen Gesellschaft e.V. und Stellvertretender Zweckverbandsvorsitzender der Musik- und Kunstschule Bruchsal.
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Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe: Ergebnisse und Infos zur OB-Wahl 2020 in Karlsruhe. Außerdem: Umfragen und alles zu den Oberbürgermeisterkandidaten. Im Dossier erklären wir zudem das Wahlverfahren und den Ablauf der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe am 6. Dezember 2020. Am Wahltag werden hier außerdem die Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe veröffentlicht.
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  •   ALFPFIN
    (7333 Beiträge)

    16.09.2020 12:01 Uhr
    Bei aller Kritik am OB Mentrup,
    muss man doch generell sagen, dass der Gemeinderat die Vertretung der Bürgerschaft und Hauptorgan der Gemeinde ist. Er legt die Grundsätze für die Verwaltung fest und entscheidet über alle Angelegenheiten der Gemeinde, soweit der OB nicht kraft Gesetzes zuständig ist oder der Gemeinderat diesem bestimmte Angelegenheiten übertragen hat.
    Er muss die Beschlüsse des Gemeinderates vorbereiten und ausführen.
    Er ist als Vorsitzender des Gemeinderates auch stimmberechtigt, aber halt nur mit einer Stimme. Der Gemeinderat ist das beschlussführende Organ.
    Der OB ist zuständig für die Geschäfte der laufenden Verwaltung und erledigt die ihm vom Gemeinderat übertragenen Aufgaben. Er ist außerdem zuständig für die Erfüllung der staatlichen Aufgaben (Weisungsaufgaben des Landes/Bundes.
    Der nächste OB*in wird auch an die Beschlüsse des Gemeinderates gebunden sein. Ob die jetzt vorgetragenen Vorstellungen der Kandidaten verwirklicht werden können, wird sich zeigen.
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  •   dipfele
    (5826 Beiträge)

    17.09.2020 23:32 Uhr
    Was aber.....
    … wenn der GR seine Pflichten nicht kennt und nur verlängertes Sprachroh des OB ist?
    Der GR ist auch verpflichtet, die Verwaltung zu kontrollieren. Von letzterem kann ich wenig feststellen. Dem GR ist es auch egal, wenn die Gleise in der Karlstrasse 1/2 Jahr unterbrochen sind, für eine Arbeit die letztendlich in einer (!) Woche ausgeführt worden sind.
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  •   silberahorn
    (10436 Beiträge)

    16.09.2020 14:11 Uhr
    Ein OB
    repräsentiert die Stadt Karlsruhe, z.B. in ihren Partnerstädten oder bei Einladungen aus anderen Ländern zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
    Wenn man sich nicht benehmen kann und in einer Veranstaltung zu 30 Jahre ZKM vor allen Gästen die Präsentation des Mannes, der im ZKM als Leiter sehr auch viel für die Stadt geleistet hatte, nicht nur mit den Worten kritisiert: "Ich habe überlegt ob ich gehe, als ich das gesehen habe ..." und zur technischen Seite noch meinte, dass das sowieso nichts Besonderes ist und so etwas heute jedes Handy schon kann, dann finde ich das gelinde gesagt unflätig und unnötig wichtigtuerisch. Stimmungmache die fehl am Platze war, weil er sich womöglich bereits einen Nachfolger ausgedacht hatte.

    Und das war nicht die einzige Veranstaltung in der mir unser OB mit Bemerkungen unangenhem aufgefallen ist. Man kann zwar auch die Ehrlichkeit loben, mit der er sagt wer ihm in den Kram passt und wer nicht, aber trotzdem gibt es auch Benimmregeln.
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  •   dipfele
    (5826 Beiträge)

    17.09.2020 23:38 Uhr
    Benimmregeln des OB hat man ja auch....
    …. beim Staatstheater- Skandal erleben können. Günstlinge werden geschont.
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  •   kommentar4711
    (2660 Beiträge)

    16.09.2020 18:35 Uhr
    ANTWORT AUF "EIN OB"
    Wenn Mentrup etwas nicht interessiert, dann soll er weg bleiben. Und zwischen ihm und Weibel gibt es halt auch persönliche Verstimmungen seit er Weibel nicht verlängern wollte und Weibel dann genüsslich seinen Senf zum Thema Lüppertz und Spuhler gegeben hat und beides Mal Punkttreffer bei der Bevölkerung gelandet hat. Muss sich Mentrup aber eben selbst zuschreiben. Mit solchem Verhalten schadet er sich nur selbst.
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  •   Nachteule
    (856 Beiträge)

    16.09.2020 06:00 Uhr
    Mein Eindruck von ihm ist positiv
    Finde auch gut, dass die FDP ihn unterstützt.
    Sollte Mentrup im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit bekommen, dann wird es richtig spannend !!!
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  •   silberahorn
    (10436 Beiträge)

    15.09.2020 23:35 Uhr
    Meine Wahl steht jetzt schon fest.
    Ich werde mich zum ersten Mal im Leben bei einer Wahl zu den Nichtwählern gesellen.
    Karlsruhes Zukunft ist mir ohnehin weniger wichtig, als globale Zusammenhänge. Man kann aus jeder Stadt auch wegziehen.

    Sloterdijk ist auch ganz unauffällig nach Berlin umgezogen und meinte, dass ihn keiner gebeten hat zu bleiben. Karlsruhe ist sowieso nur seine Geburtsstadt, aber er ist nicht ganz unbekannt, egal ob einem seine Standpunkte nun gefallen oder auch nicht. Mit Vortragstätigkeit im In- und Ausland und seinem Philosophischen Quartett im ZDF hatte er einen überregionalen Bekanntheitsgrad und bekam wie Peter Weibel schon viele Preise.

    Mentrup wird mir in Erinnerung bleiben mit seiner Kritik an Peter Weibel, als er vor Publikum zu dessen Vorführung in etwa meinte, dass das heute jedes kleine Handy kann.

    War das die Gegenreaktion auf dessen Kritik zuvor? Am Umgang mit Kritik kann man sie erkennen.
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  •   kommentar4711
    (2660 Beiträge)

    16.09.2020 08:00 Uhr
    ANTWORT AUF "MEINE WAHL STEHT JETZT SCHON FEST."
    Nicht wählen zu gehen ist auch keine Lösung. Und m. E. kann es auf keinen Fall bei Mentrup bleiben. Bin mir bislang aber unschlüssig, ob ich Lorenz oder Weigt wählen soll.
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  •   Schafrichter
    (415 Beiträge)

    16.09.2020 08:18 Uhr
    Wenn ein Wechsel - dann ein richtiger!
    Daher werde ich mich wohl für eine Frau entscheiden!
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  •   dipfele
    (5826 Beiträge)

    17.09.2020 23:46 Uhr
    Da wäre ich aber sehr.....
    … vorsichtig. Ich glaube kaum, dass die zwei Damen die nötigen Voraussetzungen mit bringen. Eine Grossstadt verwalten ist schon was ganz anderes als im Gemeinderat BlaBla zu reden. Das sieht man ja beim Mentrup.
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