27  

Karlsruhe "Karlsruhe ist mein Wahlprogramm": OB-Kandidatin Petra Lorenz stellt sich vor

Als" Mensch aus der Mitte" und "ganz nah am Bürger" - so präsentiert sich Stadträtin Petra Lorenz von der Fraktion Freie Wähler/Für Karlsruhe am Donnerstag. Sie will Karlsruhes erste Oberbürgermeisterin werden - und den amtierenden Frank Mentrup bei der Wahl am 6. Dezember besiegen. Was sie anders machen will als der jetzige Rathaus-Chef, verrät sie im ka-news.de-Video-Interview.

Für die Wahl des Oberbürgermeisters von Karlsruhe am 6. Dezember gibt es aktuell drei Bewerber: Amtsinhaber Frank Mentrup, Vanessa Schulz von der Die Partei und Stadträtin Petra Lorenz. Unter dem Motto "Karlsruhe ist mein Wahlprogramm" geht sie für die Wählervereinigungen Für Karlsruhe und die Freien Wähler ins Rennen.

"Oberbürgermeister soll der werden, der es am besten macht - egal ob Mann oder Frau"

Damit ist sie gleich die zweite Frau, die sich um das Amt im Rathaus bewirbt. "Ich habe es mir reiflich überlegt - und ja, ich werde es wagen," sagt Lorenz zu Beginn ihrer Vorstellung.

Petra Lorenz geht für die Freien Wähler und für die FÜR Karlsruhe Wählervereinigung ins Rennen um das OB-Amt. | Bild: Carmele / TMC-Fotografie

Dass sie, sollte sie sich gegen ihre Konkurrenten durchsetzen können, die erste Oberbürgermeisterin in der Geschichte Karlsruhes werden würde, spielt für Lorenz nur eine untergeordnete Rolle. "Es wäre natürlich eine Neuheit für die Stadt, wenn in der der Ahnengalerie im großen Saal des Rathauses das Porträt einer Frau zwischen all den Männern hängen würde. Letztendlich soll es aber der machen, der es am besten kann - egal ob Mann oder Frau", sagt sie im Gespräch mit ka-news.de.

"Auf Augenhöhe mit den Bürgern"

Darin, dass Petra Lorenz ursprünglich gar nicht aus der Politik, sondern aus der Wirtschaft kommt, sieht die studierte Wirtschaftsassistentin keinen Nachteil - im Gegenteil: "Ich habe viele prägende Momente gemeistert. Ganz alleine ein Unternehmen aufgebaut, bekleide mehrere Ehrenämter. So habe ich gelernt Verantwortung zu übernehmen."

Unternehmerin Petra Lorenz besitzt mehrere Geschäfte in der Lederwarenbranche. | Bild: Carmele / TMC-Fotografie

Sie sei quasi ein Mensch aus der Mitte "und damit auf Augenhöhe mit den Bürgern von Karlsruhe". Dies habe sie letztendlich auch dazu bewogen, sich als Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt aufstellen zu lassen, wie sie erklärt. 

"Stabilisierung des Haushalts ist Chefsache"

Welche Projekte würde sie als neue Rathaus-Chefin als erstes angehen? Im Fokus liegt für Lorenz nach eigener Aussage die Finanzierung von Großprojekten. Hier müsse es dringende Änderungen geben: "Es kann nicht sein, dass die Umbaukosten einer Europahalle oder eines Staatstheater immer weiter nach oben gehen", sagt sie.

Petra Lorenz im Gespräch mit ka-news.de. | Bild: Carmele / TMC-Fotografie

Stattdessen solle mehr pragmatisch gehandelt und Finanzierungen unternehmerischer angegangen werden. Zunächst aber stehe die Stabilisierung des Haushalts auf ihrer Liste - besonders aufgrund der Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie. "Das ist für mich nun mal Chefsache", so Lorenz im Gespräch mit ka-news.de

Das ganze Interview mit Petra Lorenz im Video:

ka-news.de-Hintergrund: Die Vita von Petra Lorenz

Petra Lorenz wurde 1967 in Pforzheim geboren. Nach der Fachhochschulreife mit Abschluss zur staatlich geprüften Wirtschaftsassistentin arbeitete sie einige Jahre in der Pforzheimer Schmuckbranche, ehe sie 2001 mit einem eigenen Lederwarenfachgeschäft in Bretten in die Lederwarenbranche wechselte. 2003 kamen mit Leder Point Karlsruhe (heute Gepäckraum) und - nach Aufgabe des Brettener Standorts - 2013 mit taschenreich Durlach Geschäfte in der Fächerstadt hinzu.

Ehrenamtlich engagiert sich Petra Lorenz als Präsidentin des Handelsverbandes Nordbaden und Mitglied der Vollversammlung der IHK Karlsruhe. 2007 wurde sie als ehrenamtliche Richterin am Finanzgericht Stuttgart vereidigt und ist seit 2008 als Handelsrichterin am Landgericht in Karlsruhe.

Zur Politik kam sie 2015 durch die Freien Wähler, seit 2019 sitzt sie für die Wählergemeinschaft im Karlsruher Gemeinderat. Die Mutter eines Adoptivsohns lebt seit 2011 mit Ehemann und Hund in der Karlsruher Waldstadt. 
Mehr zum Thema
Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe: Ergebnisse und Infos zur OB-Wahl 2020 in Karlsruhe. Außerdem: Umfragen und alles zu den Oberbürgermeisterkandidaten. Im Dossier erklären wir zudem das Wahlverfahren und den Ablauf der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe am 6. Dezember 2020. Am Wahltag werden hier außerdem die Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe veröffentlicht.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (27)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   FCKSUV
    (414 Beiträge)

    13.09.2020 16:02 Uhr
    Die zahlreichen leerstehenden Wohnungen
    in KA wollen schließlich endlich belegt werden, gell? grinsen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Route66
    (2628 Beiträge)

    12.09.2020 18:09 Uhr
    Welche
    Spannungen genau? Was ist Ihnen passiert?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Mondgesicht
    (2380 Beiträge)

    12.09.2020 10:46 Uhr
    Unter Mentrup
    hat vieles die falsche Richtung genommen. Die unsäglichen Kostenexplosionen sind nur eines der Probleme.

    Was er kann, unser OB, ist schöne Reden halten. Sehr eloquent. Aber bei den Themen Sicherheit und Sauberkeit der Stadt ist die Amtsperiode Mentrup meines Erachtens ein Totalausfall - vieles ist über die Jahre um Klassen schlimmer geworden. Und das ständige Anbiedern an die Grünen ist einfach nur peinlich. Für mich ist er nicht wählbar. Schön, dass sich Alternativen auftun... mal abwarten, was die CDU präsentiert.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Schillerlocke
    (321 Beiträge)

    12.09.2020 09:36 Uhr
    Hört sich gut an
    Besser als Mentrup allemal.

    Und wenn dann noch diese unsäglichen Rassismuswochen und der CSD ausfallen - traumhaft.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   HerrNilson
    (1648 Beiträge)

    12.09.2020 16:29 Uhr
    Ja gell
    die Rassismuswochen nerven die ehrbaren Bürger.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Kojak
    (444 Beiträge)

    13.09.2020 09:15 Uhr
    Angesichts
    der dramatischen Haushaltslage muss sich die Stadt auf ihre Pflichtaufgaben konzentrieren. Wer sich privat für oder gegen etwas engagieren will, kann das ja gerne selbst und mit eigenem Geld weiterhin tun.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   HerrNilson
    (1648 Beiträge)

    13.09.2020 13:41 Uhr
    Pflichtaufgaben
    Stimmt. KSC-Bau stoppen, die Gelder lieber für Menschen in Not verwenden. So ungefähr Kojak?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Schillerlocke
    (321 Beiträge)

    13.09.2020 07:12 Uhr
    Glauben Sie wirklich,
    dass ein baziger Unterton und schlecht getarnter Sarkasmus die Glaubwürdigkeit Ihres Anliegens steigert?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   HerrNilson
    (1648 Beiträge)

    13.09.2020 13:40 Uhr
    Ach Schillerlocke
    wie Du drauf bist kann jeder selber lesen. Menschlichkeit? Helfen? Nix? Lieber ein KSC-Stadion bauen als Menschen zu helfen? Ja ja, man muss eben Prioritäten setzen und sich mit diesen morgens noch im Spiegel ertragen können. Schönen und geruhsamen Tach auch.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Schillerlocke
    (321 Beiträge)

    13.09.2020 16:22 Uhr
    ?
    ganz miese Strohmann Rhetorik. Klassisch. Nichts zum Thema beitragen, aber anderen irgend welche Behauptungen andichten.

    Auch das steigert die Glaubwürdigkeit ganz ungemein
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 (3 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.