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Karlsruhe Salzburg als Vorbild? Fostiropoulos will Wohnungsbaufonds in Karlsruhe

In die Diskussion um die Schaffung erschwinglicher Mietwohnungen bringt der OB-Kandidat der Linken, Niko Fostiropoulos, einen weiteren Vorschlag ins Spiel. Er will einen kommunalen Wohnungsbaufonds mit einem Finanzierungsmodell, das Mitnahmeeffekte privater Banken und Investoren ausschließt, die Baukosten senkt und nachhaltig erschwingliche Mieten möglich macht. Das teilt Fostiropoulos in einer Pressemeldung mit.

Vorbild sei demnach der Salzburger Wohnbaufonds, der 2006 eingerichtet wurde, und nach eigenen Angaben in spätestens 15 Jahren ohne Steuergelder auskommen werde und aus eigener Kraft weitere Wohnungsprojekte finanzieren könne - bei niedrig gehaltenen Nettokaltmieten. Die Salzburger Wohnbaugesellschaft erstelle Mietwohnungen mit einer Quadratmetermiete unter fünf Euro, unter stabilen Finanzierungsbedingungen, so der OB-Kandidat in der Pressemitteilung.

Wohnausbaufonds auch auf Landesebene

In einer Anfrage an die Stadtverwaltung will Fostiropoulos unter anderem wissen, ob sich die Stadtverwaltung einen solchen Wohnungsbau vorstellen kann, der maßgeblich aus drei Säulen bestehe: aus öffentlicher Förderung, einem gemeinnützigen Bauträger und dem vollständigen Verzicht auf Bankkredite.

Fostiropoulos kann sich einen solchen Wohnungsbaufonds unter Beteiligung der Stadt Karlsruhe, der Volkswohnung und Baugenossenschaften vorstellen: "Das könnte auch auf Landesebene gehen, unter Einbeziehung von Fördergeldern des Landes und des Bundes. Von der Stadtverwaltung möchte ich wissen, ob sie einen solchen Wohnungsbaufonds für nachahmenswert hält und ob sie sich bei der Landesregierung und dem Städtetag für eine solche Förderung einsetzen wird."

Unter den gegenwärtigen Fördermodellen über den freien Markt könnten kaum noch Mietwohnungen erstellt werden, und wenn, dann zu hohen Kosten für die öffentliche Hand, so Fostiropoulos weiter. "Und gleichzeitig laufen wieder Mietpreisbindungen aus. Mit einem Modell wie dem Salzburger Wohnbaufonds können gute Mietwohnungen zu dauerhaft sozialen Mieten nach Bedarf geschaffen werden - und der ist sehr groß, das wissen wir alle", so der OB-Kandidat ab.

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Kommentare (12)
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  • unbekannt
    (28 Beiträge)

    30.11.2012 19:29 Uhr
    Salzburger Schwätzer bauen preisgünstige Wohnungen
    Find ich toll hier, man braucht nix zu lesen, schon gar nix denken, einfach drauf! Weil nur n LINKER. Das geht glatt ohne Hirn und so. Vielleicht mal googeln: "Das Land bekommt auf dem Kapitalmarkt Geld zu Konditionen, die keine Bank gewähren kann." Oder bei der TAZ schauen, Oktober 2012. Welclche von der EU haben das Salzburger Modell ausgezeichnet, wegen sozial und so. Schöne Botschaft aus Karlsruhe: Keine Ahnung, das sind nur Schwätzer. habs vielleicht übersehn, es iss noch gar nix da über die DDR und so. Könnte doch ein Platten-Hirn über Platten-Bauten was sagen.
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  •   peterpeter06
    (50 Beiträge)

    30.11.2012 13:40 Uhr
    da sieht
    man es mal wieder, der LINKE hat keine Ahnung, er ist halt leider auch nur ein Schwätzer
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  •   andip
    (10523 Beiträge)

    30.11.2012 12:00 Uhr
    Naja
    Selbst wenn man so einen Wohnungsbaufond zusammen bekäme,wieso sollen denn dadurch die Baukosten niedriger werden?
    Die Baukosten sind völlig unabhängig davon,wie ein Bau finanziert wird.
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  •   zozimura
    (1981 Beiträge)

    30.11.2012 12:22 Uhr
    Vermutlich
    20 % günstiger, da in so einem Fall die Vertriebsprovisionen nicht anfallen. Ganz einfach. Aber nur, solange nicht die Stadt oder die KVV baut. Dann wirds richtig teuer.
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  •   exsued
    (430 Beiträge)

    30.11.2012 12:33 Uhr
    Vertriebsprovision?
    Also ich wüsste jetzt gerade mal nicht, dass eine Wohnugsbaugenossenschaft oder die Vowo Vertriebsprovisionen bezahlt, wenn sie selbst Mietwohnungen für ihren Bestand bauen.
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  •   exsued
    (430 Beiträge)

    30.11.2012 12:16 Uhr
    Weil ein solcher Fond
    auf Grund der Liebenswürdigkeit der Linken von allen Firmen deutliche Preisnachlässe bekommen würde. Alternativ könnte im Rahmen einer Planwirtschaft ja auch die Preise einfach sehr niedrig vorgegeben werden.
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  •   zozimura
    (1981 Beiträge)

    30.11.2012 10:17 Uhr
    Postbank!
    Wer mich so mit "Sponsorfilmchen" nervt, soll die Kohle abdrücken.
    Zudem fällt mir aktuell die Badenia ein, die bekommen ja alle 14 Tage vom OLG alte Wohnungen zurück. Oder wir machen einen "Goldmänn Sächs" Fonds. Holen das Geld für 0,5 % und fangen an zu bauen. Oder, was eigendlich auch jemandem aus dem Bereich "Öffentliche Schattenhaushalte" wissen sollte, wir benutzen die VoWo für diesen Zweck. Aber bitte kein "Ghetto" wie jetzt gerade in der Südstadt gebaut wird, dies Parkarkaden usw. Übelst übelst.
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  • unbekannt
    (195 Beiträge)

    30.11.2012 09:40 Uhr
    Wie viele soll es noch geben....
    Es ist sicher nicht dienlich einen zusätzlichen gemeinnützigen Bauträger zu erschaffen sondern die bestehenden zu fördern und wenn nötig entsprechend zu strukturieren. Wie er einen Wohnungsbau ohne Bankkredite finanzieren will ist mir nicht ganz klar. Was er unter dem Wort Wohnungsbaufonds versteht ist leider nicht erläutert. Doch selbst wenn das Land und die Kommune einen solchen Fonds gründen müssen die Gelder ja irgendwoher kommen. Mal sehen wie sehr Herrn Fostiropoulos das Thema nach dem 02.12.2012 noch interessiert!!
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  • unbekannt
    (1203 Beiträge)

    30.11.2012 10:02 Uhr
    Woher..
    ..sollen schon diese zusätzlichen Gelder für solche Wohnungsbaufonds kommen ??

    Von uns Steuerzahlern -durch entsprechende und(noch) weitere Erhöhungen- natürlich.

    Aber darin sind die Sozialisten ohnehin einsame Spitze:
    Das Geld von anderen grosszügig "verteilen" bzw. staatlich darüber bestimmen zu wollen...
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  •   Beiertheimer
    (1156 Beiträge)

    30.11.2012 09:06 Uhr
    Woher
    soll das Geld kommen? Also wenn es die öffentliche Hand ist dann ist es ja auch zum mehr oder weniger großen Teil über Kredite finanziert.
    Als ich denke mal wenn VoWo und MBV nicht reichen dann brauche ich auch kein 3. Gespinst.
    Hoffentlich ist bald Sonntag das der Spuke mit dem Geplapper ein Ende hat.
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