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Karlsruhe OB-Wahl: CDU-interner "Freundeskreis Margret Mergen" gegründet

Anfang Januar hat Margret Mergen (CDU) erklärt, als Oberbürgermeisterin kandidieren zu wollen. In der Karlsruher CDU hat die Erste Bürgermeisterin damit reichlich Staub aufgewirbelt. Wollte die Partei doch eigentlich vor März 2012 keinen Kandidaten küren. Am Freitagabend machte Mergen nun erneut von sich reden: In einer Pressemitteilung wurde die Gründung eines CDU-internen "Freundeskreis Margret Mergen" angekündigt, der es sich zur Aufgabe gemacht habe, Margret Mergen auf dem Weg zur Nominierung als CDU-Kandidatin zu unterstützen.

"Heute Abend ist deutlich geworden: Margret Mergen hat breite Zustimmung aus allen gesellschaftlichen Schichten und Karlsruher Stadtteilen", so Klaus Heilgeist, Karlsruher CDU-Stadtrat und Sprecher des neu gegründeten "Freundeskreis Margret Mergen". Als CDU-interner Freundeskreis habe man es sich zur Aufgabe gemacht, Margret Mergen zu unterstützen und "ihr auf dem Weg zur Nominierung als CDU-Kandidatin zu helfen und den nötigen Rückenwind zu geben“, heißt es in einer Pressemitteilung, die am Freitagabend per E-Mail versendet wurde.

"Bürgermeisterin zum Anfassen und mit Herz"

Der "Freundeskreis Margret Mergen“ gehe auf eine Initiative von Karlsruher Bürgern und Unternehmern zurück, die im Schulterschluss mit CDU-Stadträten, Orts- und Vereinigungsvorsitzenden innerhalb der CDU für Margret Mergens Nominierung als Oberbürgermeister-Kandidatin werbe. Margret Mergen sei kompetent und habe über 25 Jahre Verwaltungserfahrung. Sie habe sich Gedanken zur Zukunft von Karlsruhe gemacht und sei bereits heute eine Bürgermeisterin zum Anfassen und mit Herz, so Heilgeist, der die Sprecherfunktion im Freundeskreis übernommen hat.

Mergen selbst erklärte: „Seit der Bekanntgabe meiner Kandidatur erlebe ich täglich einen wachsenden Zuspruch und große Ermunterung von vielen Seiten." Der Freundeskreis gebe ihr Rückhalt und unterstütze sie auch organisatorisch bei ihrer Kandidatur. 

Wellenreuther hat sich noch nicht erklärt

Margret Mergen habe in den letzten Wochen bereits viele Termine bei Ortsverbände und Vereinigungen der CDU absolviert, um mit der CDU-Basis ins Gespräch zu kommen, heißt es in der Freundeskreis-Pressemitteilung. „Mir ist wichtig, mit den Mitgliedern der CDU direkt ins Gespräch zu kommen, ihnen meine Ideen für die Zukunft von Karlsruhe vorzustellen, damit sie sich ein eigenes Bild von meinem Programm und meiner Person machen können“, so Mergen. „Ich hoffe, den vielen engagierten Mitgliedern in der CDU so eine gute Grundlage für ihre Entscheidung beim CDU-Nominierungsparteitag im März zu geben.

Hier will die CDU sich offiziell für einen Kandidaten entscheiden. Als wahrscheinlichster partei-interner Konkurrent für Margret Mergen gilt der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete, Kreisvorsitzende, Stadtrat und aktueller Präsident des Karlsruher SC, Ingo Wellenreuther. Dieser hatte sich zu einer möglichen Kandidatur bisher noch nicht geäußert und statt dessen darauf verwiesen, man wolle an dem vereinbarten Fahrplan festhalten. Demnach werden die Mitglieder des Kreisvorstands in einer Sitzung am 2. Februar das weitere Vorgehen besprechen. Erst im März werde aber über den Kandidaten entschieden, so Wellenreuther gegenüber ka-news.

Freundeskreis Mergen sucht Verstärkung

Im "Freundeskreis Margret Mergen" sucht man derweil Unterstützer für die Kandidatur der Ersten Bürgermeisterin. Der Freundeskreis veranstalte nun regelmäßige Informations- und Diskussionsveranstaltungen, heißt es in der Pressemitteilung. So hätten sich am Freitagabend rund 30 aktive Unterstützer getroffen, um die zahlreichen Aktivitäten zu koordinieren und um ihre Erfahrungen aus den Gesprächen auszutauschen. „Die Tür des Freundeskreises ist offen für alle, die sich für Margret Mergen und für eine Politik mit Augenmaß aus Verantwortung für die Zukunft Karlsruhes engagieren wollen“, betonte Heilgeist.

Aktuell haben drei Kandidaten erklärt, für das Amt des Oberbürgermeisters in Karlsruhe kandidieren zu wollen: Nach Margret Mergen hatte  Friedemann Kalmbach von der Wählervereinigung Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) seine Ambitionen öffentlich gemacht. Vor wenigen Tagen erklärte außerdem Jürgen Wenzel von den Freien Wählern (FW), als Stadtoberhaupt kandidieren zu wollen. SPD und Grünen befinden sich dagegen noch in Sondierungsgesprächen und haben haben noch keinen Kandidaten benannt.

Mehr zum beginnenden OB-Wahlkampf in Karlsruhe inunserem Dossier

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  •   ALFPFIN
    (5717 Beiträge)

    28.01.2012 18:11 Uhr
    Also eigentlich geht es ja um
    die OB-Wahl/Kandidat/in. Mehrheitlich scheinen die Kandidaten nur eine Chance zu haben, wenn sie sich verbindlich für ein neues KSC-Stadion aussprechen. Alles andere was unsere Stadt angeht scheint eher unwichtig zu sein oder?
    Schickt die Kandidaten noch zu einem "Fußballseminar oder so, damit sie im Wahlkampf die richtigen Worte finden. grinsen

    Ich habe ja, für KSC-Fans sicher "skandalöse"Frage:
    Meint Ihr die KSC-Buben spielen in einem neuen Stadion besser?
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  •   honktonk
    (3196 Beiträge)

    28.01.2012 20:09 Uhr
    Die jetzigen sicher nicht. Aber so bestünde wenigstens theoretisch die Möglichkeit, irgendwann in der Zukunft noch eine Mannschaft und einen Verein zu haben.
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  •   Petrolhead
    (960 Beiträge)

    28.01.2012 14:01 Uhr
    Warten wir einfach mal ab
    wer CDU Kandidat wird.

    Bürgemeisterin mit Herz und zum Anfassen trifft wohl eher auf die Zeit im Wahlkampf zu. Danach werden die Netzwerker dieser Stadt von ihrer Wahl profitieren. Wer etwas anderes erhofft, gehört entweder zu Unterstützern von MM oder ist sonstwie betriebsblind.

    IW ist keinen Deut besser. Er ist ein politischer Hinterbänkler, profitiert stark von optischer Eloquenz und baut dabei eher auf den Rat eines ihm wohlgesonnenen Kreises von Unternehmern, Gastronomen etc., als auf die Meinung des gemeinen Wählers.

    Die Stadion bzw. KSC Frage darf dabei keine Rolle spielen. Abgesehen davon würde auch er nicht "einfach so" 40 Mios für einen Neubau aus dem Ärmel schütten. Dafür haben wir in den nächsten Jahren noch genug an ungeklärten Kosten zur Kombilösung zu knabbern.

    Wer also sonst ? Ich warte sehnlichst auf einen vernüftigen Gegenkandidaten der SPD oder Grünen und zwar ohne die dogmatische und weltfremde Sichtweise einer Nahles oder eines Fundi-Grünen.
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  •   honktonk
    (3196 Beiträge)

    28.01.2012 14:09 Uhr
    Doch, das Stadion MUSS eine Rolle spielen, denn seit Jahren wird das Thema aus Wahlkämpfen rausgehalten, was nicht sein kann, bei einem jährlichen Zuschauerschnitt von mindestens 300.000 Menschen, die das Ding nutzen wollen.
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  •   Petrolhead
    (960 Beiträge)

    28.01.2012 14:37 Uhr
    Sorry, bin ich anderer Meinung
    Das Stadion ist und bleibt unabsehbar ein Subventionsgeschäft.

    Zugegeben, da gibt es noch mehr davon in dieser Stadt. Aber darüber hinaus ist das Unternehmen KSC in erster Linie an seinem eigenen Fortbestehen interessiert und verfolgt nicht das Ziel der Erquickung des Allgemeinwohls und ganz besonders nicht überwiegend für die Belange der Karlsruher Bürger und somit Steuerzahler.

    Und da die finanziellen Resourcen dieser Stadt leider keinen KSC Rettungsschirm für Missmanagement und "über die Verhältnisse leben" rechtfertigen, muss durch besseres Marketing eben ein
    privater Investor (bessere noch mehrere) an Land gezogen werden.

    Das ergeht jedem Verein und jeder ehrenamtlichen Organisation in dieser Stadt nicht anders. Nur dort zahlt man keine Monatsgehälter im fünfstelligen Bereich.
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  •   honktonk
    (3196 Beiträge)

    28.01.2012 17:23 Uhr
    Ich glaube, Werder Bremen war das, die einmal ein ziemlich detailliertes Gutachten in Auftrag gegeben hatten, welches untersuchen sollte, wie weit eine Stadt, bzw. eine Region von einem Bundesligaverein profitiert. Das Ergebnis war ziemlich eindeutig, ein funktionierender Profifussballverein bringt viel Geld und Gäste in die Stadt, schafft Arbeitsplätze, zahlt Steuern und Miete usw.

    Sorry, aber das ist mir alles zu einseitig und zu wenig fundiert gedacht, wenn man sagt, der KSC wird einfach subventioniert, nach dem Motto "Brot und Spiele", aber sonst bleibe nichts übrig. Das stimmt einfach nicht. Und das ist auch der Unterschied zwischen irgendeinem Verein in der Stadt, der eben nicht unterstützt wird und einem Verein wie dem KSC, der die meisten Mitglieder in KA hat und viele tausende Menschen bewegt. Das kann man nicht gleichsetzen, aber eben aus genau dieser Denke heraus hat der Klub in einer Stadt wie Karlsruhe keine Chance.
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  •   honktonk
    (3196 Beiträge)

    28.01.2012 17:24 Uhr
    Wobei ich natürlich völlig rechtgeben muss, wenn es darum geht, dass der KSC halt auch zu einem großen Teil selber schuld ist, wenn man sich die lange Liste der Fehlentscheidungen der letzten 15 Jahre so anschaut …
    Zuallerst sollte der Verein selbst seine Hausaufgaben machen, das stimmt natürlich.
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  •   vonderVogelweide
    (2791 Beiträge)

    28.01.2012 14:33 Uhr
    honktonk Du alter Stratege
    ich glaube Du willst dem guten Ingo eine Falle stellen, lockst ihn mit dem OB-Amt um ihn loszuwerden, gleichzeitig in Hoffnung er schaffts und baut dir ein neues Stadion, listig, listig aber das wird nichts, nach verlorener Wahl geht der zu seinem Freund K.T. Guttenberg um in der US-Soccer Liga sein neues Glück zu versuchen, nach dem Motto Pech bei Freunden Glück im Spiel. grinsen
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  •   honktonk
    (3196 Beiträge)

    28.01.2012 17:18 Uhr
    Lieber Walther, wie eingangs schon geschrieben: Als OB würde er dem KSC weniger schaden als momentan als Präsident …
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  • unbekannt
    (475 Beiträge)

    28.01.2012 13:09 Uhr
    Würde..
    gerne in einen Freundeskreis gegen realitätsferne Politiker eintreten.
    Gibt es den schon ?
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