Karlsruhe Lob für Mitarbeiter: OB Mentrup besucht Ordnungs- und Bürgeramt

Antrittbesuch - Klappe, die nächste. Oberbürgermeister Frank Mentrup hat sich im Ordnungs- und Bürgeramt (OA) über den beruflichen Alltag der 16 Mitarbeiter in der Ausländerbehörde informiert. Sein Anliegen, direkt mit den städtischen Beschäftigten in Kontakt zu kommen, hatte ihn in das mit rund 420 Beschäftigten zu den größten städtischen Dienststellen zählende OA geführt, so die Stadt in einer Pressemeldung.

Der Vor-Ort-Besuch des Oberbürgermeisters sei ein großes Signal der Wertschätzung für die Mitarbeiter, freute sich Dienststellenleiter Björn Weiße über das Interesse an einem vielseitigen, wenngleich für die Sachbearbeiter des Ordnungs- und Bürgeramts oft auch sehr stressigen Aufgabenfelds.

Auf gutem Wege sei man in der Ausländerbehörde seit einer mit allen Beschäftigten entwickelten Umstrukturierung, informierte Weiße den Oberbürgermeister. Diese wurde zum Februar dieses Jahres umgesetzt. Heute stehe dieser Bereich, der noch vor ein bis zwei Jahren in der Kritik stand, deutlich besser da, so Weiße in der Pressemeldung.

OB Mentrup will unmittelbares Feedback für Bürger

So habe man mit einem neu geschaffenen Warteraum sowie der erweiterten Möglichkeit, Termine zu vereinbaren, die Situation für die im Durchschnitt 200 Bürger pro Tag sowie die Belegschaft deutlich verbessert. Nicht nur die Möglichkeit, selbst Termine zu vereinbaren, habe dabei viel Druck für die Sachbearbeiter herausgenommen. Von großem Vorteil für die Beschäftigten war damit auch, die Bearbeitung der Anträge "in den Hintergrund" zu verlagern, um sich so mit der notwendigen Qualität den Anliegen widmen zu können.

"Mir ist an einem unmittelbaren Feedback gelegen", betonte Mentrup und signalisierte dem jungen Team Unterstützung in allen Belangen, die die Bearbeitung in der Praxis vereinfachen würden. "Sie haben einen der schwierigsten Arbeitsplätze in der Stadtverwaltung überhaupt", drückte Mentrup den Beschäftigten seine Hochachtung aus. Stressig ist auch der Job in der Einbürgerungsbehörde, wo der Veränderungsprozess noch am Anfang steht. Probleme sind hier hohe Rückstände in der Bearbeitung und damit enorme Wartezeiten für Antragstellende, auch hervorgerufen durch personelle Engpässe nach Personalausfällen.

120 Gespräche pro Tag für städtische Mitarbeiter

Hier werden derzeit auf zwei zusätzlichen Projektstellen neue Kolleginnen in das Spezialwissen eingearbeitet. Sie sollen nach Stadt-Angaben die Rückstände nach und nach aufarbeiten. Strukturen schaffen, um die Beschäftigten bei der fordernden Aufgabe zu entlasten mit dem Ziel, Einbürgerungswilligen in diesem Punkt der sozialen Integration ein "Willkommenszeichen" zu geben, sei der richtige Ansatz, unterstützte Mentrup das Einbürgerungs-Team, den bereits eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen und sich selbst mit Ideen einzubringen. Vor der in der politischen Diskussion gewünschten Einbürgerungskampage müsse es zunächst darum gehen, stabil arbeitsfähig zu werden, zeigte OB Mentrup Verständnis für die Situation der Beschäftigten der Einbürgerungsbehörde, die aufgrund der verzögerten Bearbeitung in die Kritik gekommen war.

Gut aufgestellt seien die Bürgerdienste der Stadt. Diesen Eindruck habe OB Mentrup im Gespräch mit Weiße und den Führungskräften der Bürgerdienste mit ins Rathaus genommen. Die Call-Center-Beschäftigten bedienen insgesamt 17 städtische Telefonnummern und die Behördennummer D115. Rund 120 Gespräche bearbeitet eine Fachkraft pro Tag - der überwiegende Teil davon könne abschließend beim Erstkontakt geklärt werden.

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