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Karlsruhe Kritik an Wellenreuther: CDU-Mitglieder fordern Neuanfang

Seit nach einer internen Aussprache am Freitag - zu der rund 200 CDU-Funktionäre geladen waren - bekannt wurde, dass der gescheiterte OB-Kandidat Ingo Wellenreuther sein Amt als Stadtrat niederlegen will, sprechen sich nun einige Parteimitglieder für einen Neuanfang der CDU Karlsruhe aus. Sie fordern, die "schwere Niederlage" nicht überhastet aufzuarbeiten und kritisieren, dass der "Kreisvorsitzende einen willkürlich zusammengesetzten Kreis kurzfristig mitten in der Vorweihnachtszeit zu einer 'internen offenen Aussprache' eingeladen hat". Lesen Sie hier den offenen Brief im Wortlaut.

"Die Oberbürgermeisterwahl ist eine schwere Niederlage, der CDU und des von ihr unterstützten Kandidaten Ingo Wellenreuther. Diese Wahlniederlage bedeutet für die CDU in Karlsruhe eine Zäsur. So wie die CDU mit der Wahl von Otto Dullenkopf im Jahr 1970 profitieren konnte und zur bestimmenden politischen Kraft in Karlsruhe wurde, so muss jetzt verhindert werden, dass der schleichende Abstieg der letzten Jahre (bis 2004 noch 22 gewählte Stadträte, bis 2009 noch 19 und seither nur noch 14) zu einem rasanten Absturz wird.

Die Wahlniederlage des Kandidaten Wellenreuther betrifft die gesamte Partei. Sein Einsatz und der unermüdliche Einsatz des ihn unterstützenden Kreisverbandes waren außerordentlich. Deshalb ist eine gründliche Analyse des Wahlergebnisses dringend erforderlich, aus der man Lehren und Schlüsse ziehen kann. Hierbei sind alle Mitglieder einzubeziehen. Die Verarbeitung dieser Niederlage kann nicht allein und überhastet vor verschiedenen CDU-Funktionsträgerkreisen erfolgen. Die Karlsruher CDU braucht einen offensiven und transparenten Umgang mit dem Wahlergebnis, dem Zahlen und Erkenntnisse über Wählerverhalten etc. zugrunde liegen sollten. Es muss der Selbstanspruch als moderne Großstadtpartei sein, derartige Niederlagen nüchtern aufzubereiten.

Der notwendige Neuanfang ist nur möglich, wenn alle interessierten und engagierten Mitglieder in diesen Prozess einbezogen werden - gerade der Rat der Erfahreneren ist jetzt auch gefragt. Der Umgang mit dieser Wahlniederlage ist entscheidend für die Glaubwürdigkeit der Karlsruher CDU mit ihrem Anspruch, eine der wichtigen Gestaltungskräfte für unsere Stadt zu sein.

Deshalb kritisieren wir, dass der Kreisvorsitzende einen willkürlich zusammengesetzten Kreis kurzfristigst mitten in der Vorweihnachtszeit zu einer 'internen offenen Aussprache' eingeladen hat (14.12.). Wer das Wahlergebnis ernsthaft aufarbeiten will, sollte den Weg für einen Kreisparteitag freimachen, in dessen Rahmen alle Mitglieder die Möglichkeit haben ihre Erfahrungen aus der OB-Wahl, ihre Gedanken und Vorschläge einzubringen. Deshalb fordern die Unterzeichner den Kreisvorstand auf, den für den 25. Januar geplanten Kreisparteitag als einen Parteitag des Nachdenkens über die Zukunft der Karlsruher CDU zu nutzen. Konsequenterweise ist die Bundestagsnominierung für einen späteren Zeitpunkt vorzunehmen."

Erstunterzeichner: Ministerin a. D. Barbara Schäfer-Wiegand, Oberbürgermeister a. D. Prof. Georg-Berndt Oschatz, Oberbürgermeister a. D. Dr. Dr. hc. Gerhard Heinrich Rembold, Dr. Hans-Jürgen Vogt, Dr. Klaus Heilgeist, Bernhard Weick, Dr. Kai Dördelmann, Dr. Wolfgang Poeter, Ruth und Jürgen Olm, Markus Wehrle, Gregor Wick, Johannes Krug, Marianne Krug, Rainer Freitag, Reinhard und Elisabeth Haupert, Ursula und Klaus Weber, Klaus Wülfrath, Margret Mergen, Rainer Paul, Oliver Müller, Claudia Kästner, Eyk Nowak, Michael Weber, Karsten Lamprecht, Carl M. Falck, Andreas Erlecke, Marco Mossa, Steffen Schmid, Inka Sarnow, Martin Krug, Hanno Reinert, Herbert Böllinger, Heike Schlachter, Helmut und Renate Fischer, Oliver Storm, Wolfgang Dischler, Hella Henn-Künzel, Dieter Thomann, Dr. Mario Ludwig.

Hintergrund:Trotz der herben Niederlage sprach der CDU-Kreisvorstand kürzlich Ingo Wellenreuther einstimmig sein Vertrauen aus. Nach einer internen Aussprache am Freitag - zu der rund 200 CDU-Funktionäre geladen waren - wurde bekannt, dass Ingo Wellenreuther sein Amt als Stadtrat niederlegen will. Aus Parteikreisen war allerdings zu vernehmen, dass der kurzfristigen vorweihnachtlichen Einladung offenbar nur etwa 85 Personen gefolgt sind. Zudem sollen auch einige nicht eingeladene Alt-Stadträte an der Veranstaltung teilgenommen haben. Es wurde "durchaus kontrovers diskutiert", heißt es weiter.

Wellenreuther zieht damit die Konsequenzen aus der Wahlniederlage gegen Frank Mentrup, der am 2. Dezember mit 20 Prozentpunkten Vorsprung zum neuen Karlsruher Oberbürgermeister gewählt worden war. Mentrup hatte die Wahl mit 55 Prozent der Wählerstimmen überraschend bei der ersten Wahl für sich entscheiden können, Wellenreuther kam dagegen nur auf 35 Prozent der Stimmen.

Mehr zum Thema
Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe: Ergebnisse und Infos zur OB-Wahl 2012 in Karlsruhe. Außerdem: Umfragen und alles zu den Oberbürgermeisterkandidaten: Ingo Wellenreuther, Frank Mentrup, Jürgen Wenzel, Friedemann Kalmbach, Niko Fostiropoulos, Michael Böhm alias "Herr Kruscht" und Sascha Toni Oehme. Im Dossier erklären wir zudem das Wahlverfahren und den Ablauf der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe am 2. Dezember 2012. Am Wahltag werden hier außerdem die Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe veröffentlicht.
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Kommentare (86)
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  • unbekannt
    (232 Beiträge)

    27.12.2012 19:12 Uhr
    ein Ausscheiden aus dem Gemeinderat
    ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Der Gemeinde -oder Stadtrat hat darüber zu entscheiden. Die Gemeindeordnung für Ba-Wü. gibt das vor. ein wichtiger Grund sollte also schon vorliegen-so einfach geht das nicht.
    Bin mal gespannt wann dies entschieden wird.
    till und eduard: ich kenne tatsächlich jemanden der die Frau Z.evtl. kennt, wenn das die ist, die mein Kumpel meint, dann hatte sie schon andere Namen, Petsy, Donna Krawalla , aber sicher bin ich mir da nicht, aber mein Kumpel meint, das ist die-ganz sicher. Aber mein Kumpel hat sich natürlich auch schon mal getäuscht.
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  •   Bohrer7525
    (2 Beiträge)

    23.12.2012 17:46 Uhr
    offener Brief der CDU - Presse
    Interessanterweise wurde der "offene Brief" gewichtiger CDU-Mitglieder weder in den BNN, Zum Sonntag noch in Boulevard Baden überhaupt erwähnt.

    Nur ein Schelm, der Böses dabei denkt!
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  •   edda
    (205 Beiträge)

    02.01.2013 14:21 Uhr
    Dann hättest
    Du nur mal die BNN vom 20. Dezember genauer anschauen sollen.
    Aber es kann schon sein, dass einige Stadteile in Karlsruhe die Landausgabe erhalten da kann es vielleicht nicht gestaden haben.
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  • unbekannt
    (61 Beiträge)

    20.12.2012 18:37 Uhr
    + ein *s*, - ein "o" und noch ein "n" -
    sorry, Laptoptastatur
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  • unbekannt
    (61 Beiträge)

    20.12.2012 18:35 Uhr
    Was macht eigentlich ...
    Herr Pilarsky, der sein Geld nur für IW in den Verein pumpt und nun keinen OB hat ??? Ich kenne eine Vielzahl der Unterzeichner und schätze sie sehr. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, das die FM gewählt haben. Dagegen vermute ich Sonnenkind als Mitunterzeichnerin der IW-Unterstützer-Anzeige, gell zwinkern
    Und egal, wer im nächsten Jahr ein Amt oder Pöstchen beio der Stadt erhält, er/sie steht gleich unter Verdacht ... aber, das IW-System ist am Ende ! Prognose - er verschwindet aus alle Ämtern und darf wieder richtern
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  •   till
    (930 Beiträge)

    21.12.2012 16:34 Uhr
    " Dagegen vermute ich Sonnenkind als Mitunterzeichnerin der IW-Unterstützer-Anzeige°
    Das vermute ich auch. Weit vorne stand der Name aber nicht, oder?
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  •   Eduard
    (89 Beiträge)

    23.12.2012 13:57 Uhr
    Es wurde schon
    von anderer Seite der Verdacht geäussert dahinter steckt eine gewisse Psychotante mit Z...kennt die jemand?
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  •   Bernd
    (334 Beiträge)

    20.12.2012 17:25 Uhr
    Ingo Wellenreuther
    Das war doch klar. Wenn er nicht OB wird, dann haut er ab. Die Untiefen der karlsruher Kommunalpolitik sind ihm zu langweilig und nicht lukrativ genug. Aber das ist nicht nur ein Problem der CDU. Die SPD hat auch solche Fälle: den früheren Wirtschaftsminister der CDU SPD Koalition hielt es nicht lange in Heilbronn, als er in die Opposition hat gehen müssen.
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  • unbekannt
    (335 Beiträge)

    20.12.2012 13:10 Uhr
    Jesses...
    .....Möchte-Gern-Weiber und Politik zwinkern
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  •   baeuerchen
    (651 Beiträge)

    20.12.2012 14:20 Uhr
    Dein Name ist Programm!
    Jung und im Schlagschatten der Schwarzen!
    Geblendet von der Helligkeit des Sonnenkönigs IW!
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