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Karlsruhe KSC-Stadion: Streit um Wildpark erreicht OB-Wahlkampf

Die Debatte um das marode KSC-Stadion hat den Karlsruher OB-Wahlkampf erreicht. OB-Kandidat Friedemann Kalmbach von Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) hat sich mit einem Vorschlag zum Wildparkstadion in Position gebracht: Er fordert einen neues Stadion am alten Standort. Seine Konkurrenten im Wahlkampf sehen das durchaus anders.

Da der KSC jetzt in der 3. Liga spielt, würden viele die Frage nach der Zukunft des Stadions verschieben wollen, so Kalmbach - nach eigenen Angaben KSC-Fan seit Kindertagen. Der OB-Kandidat aber ist der Überzeugung, dass die Frage unabhängig von der aktuellen Ligazugehörigkeit aufgrund des teilweise maroden Zustands des Stadions rasch geklärt werden müsse und der Umbau zügig in Angriff genommen werden sollte.

Kalmbach sagt 'Ja' zum Standort Wildpark

"Als OB wird es mein Ziel sein, den Wildpark als Standort zu belassen und in ein modernes Stadion umzubauen. Denn der Wildpark ist ein Ort, mit dem sich die Karlsruher identifizieren, ein Ort der Tradition. Mein Vorschlag ist deutlich billiger zu realisieren als ein kompletter Neubau", so Kalmbach. Eine notdürftige Sanierung, um gerade so den Spielbetrieb zu erhalten, lehnt er ab. Denn das sei Geldverschwendung und würde das Problem nur um einige Jahre verschieben.

Aus der Sicht Kalmbachs ist ein Neubau an der Autobahn nicht zu realisieren. "Sicher wären bei einem Stadion an der Autobahn mehr Werbegelder einzuholen", räumt er ein. "Doch sind Werbeeinnahmen zwar ein wichtiger, aber nur ein Faktor von vielen. Und keinesfalls bringt Werbung so viel ein, dass die Mehrkosten für einen Neubau getragen werden können." Kalmbach ist sich sicher: Ein überzeugend spielender KSC ist die Basis für die finanzielle Gesundheit des Vereins. Ein Wildparkstadion an alter Stätte, teilweise neu gebaut und für die Zukunft ausbaufähig, biete finanziell und sicherheitstechnisch einen guten Rahmen, um in Karlsruhe erfolgreichen Profi-Fußball zu etablieren.

SPD-Kandidat Mentrup will Sanierung

Auch Frank Mentrup, OB-Kandidat von SPD, Grünen und Karlsruher Liste (KAL), bevorzugt ein "mehrstufiges Sanierungskonzept" für das Wildparkstadion. "Ich kenne keinen alternativen Standort für ein neues Stadion, der realistischerweise umsetzbar ist, ich kann mir keinen Investor vorstellen, der hier wesentliche Risiken von Bau und Betrieb übernehmen würde", so Mentrup.

"So attraktiv ein neues Stadion in Hinblick auf bessere Anbindung, optimalere Sicherheit und wirtschaftliche Nutzung auch sein mag, das Wildparkstadion ist in seiner Atmosphäre gerade auch wegen seiner Lage einzigartig und diese Stärken sollten betont werden." Es müsse schnell entschieden werden, denn der derzeitige Zustand des Stadions - nicht nur der der sanitären Anlagen - sei unzumutbar für heimische wie auswärtige Fans und "peinlich für die gastgebende Stadt Karlsruhe".

Wellenreuther für Neubau an Autobahn

Ingo Wellenreuther, OB-Kandidat der CDU und KSC-Präsident, spricht sich indes klar für einen Neubau aus: "Die Stadt muss sich entscheiden, ob sie Profifußball mit seiner überregionalen Ausstrahlung in Karlsruhe behalten möchte und damit Karlsruhe attraktiver macht. Ich meine eindeutig 'Ja', weil davon die ganze Stadt und die Bürger profitieren werden, und dann führt kein Weg an einem neuen Stadion vorbei." Es sei aber utopisch zu glauben, dass der KSC als Verein ein solch neues Stadion bauen könnte. Ein neues Stadion müsste daher in städtischer Verantwortung, am besten in Zusammenarbeit mit einem Investor verwirklicht werden.

"Ich trete seit Jahren für einen Stadionneubau in Autobahnnähe ein, denn der Standort Wildpark hat zwar eine lange Tradition, aber gravierende Nachteile: die schlechte verkehrliche Erreichbarkeit mit Auto und ÖPNV, die Lage in einem Landschaftsschutzgebiet, keine ausreichenden Parkmöglichkeiten, die schwierige Zu- und Abfahrt zum Stadion, die Begrenzung der Zuschauerkapazität, sehr stark eingeschränkte Werbewirksamkeit und Vermarktungsmöglichkeiten sowie Sicherheitsprobleme durch schwierige Trennung der Fangruppen", so Wellenreuther.

Wenzel möchte Multifunktionsarena

Auch Jürgen Wenzel, Stadtrat und OB-Kandidat der Freien Wähler (FW) sieht den jetzigen Standort problematisch: "So sehr ich am Wildparkstadion hänge, so halte ich den Standort dennoch für verkehrstechnisch äußerst ungünstig. Es fehlt die Anbindung sowohl des Straßenbahn-, wie auch des Bundesbahnverkehrs. Der Pkw-Verkehr quält sich durch die Innenstadt, blockiert die Oststadt und fördert das Parken an ungeeigneten Stellen."Auch sollte die Option einer möglichen Erweiterung des KIT in Richtung Sportanlagen 'Wildpark' nicht aus den Augen verloren werden.

"Ich bin der Auffassung, was Karlsruhe fehlt, ist eine Veranstaltungsarena die neben Fußball auch für Konzerte und andere Großveranstaltungen geeignet ist. Im Vergleich zu Mannheim mit seiner SAP-Arena ist Karlsruhe hier im Hintertreffen", so Wenzel. Zwei Standorte hatte er für eine solche Veranstaltungsarena bereits vorgeschlagen: den Freihaltestreifen der Nordtangente zwischen Technologiepark und SSC-Waldstadt mit direktem Anschluss an die Autobahnzufahrt Karlsruhe-Nord und das Busareal am Ostring als städtebaulicher Akzent und Krönung des Ostaueparks.

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  •   Joker1894
    (3060 Beiträge)

    14.09.2012 12:56 Uhr
    Wellenreuther
    spricht schon lange von einem Stadion. Ihm würde ich es zutrauen, dass zu Wege zu bringen. Ein Grüner sicherlich nicht und zum Rest kann ich nich viel sagen.
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  •   hansischimpansi
    (206 Beiträge)

    14.09.2012 07:34 Uhr
    Mich
    würde mal brennend interessieren, ob einer der 3 genannten OB
    Kandidaten tatsächlich ernstzunehmende Vorstellungen
    und Pläne hat, die Stadionfragen zu lösen? Oder ob es nur leere
    Verprechungen sind, die auf Wählerstimmen zielen!
    Also konkreter werden, liebe Kandidaten!!
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  •   andi79
    (2959 Beiträge)

    14.09.2012 06:15 Uhr
    Kosten
    kann das Thema Stadion nicht mehr hören, wird sowiso nur politik gemacht und nix ändert sich. Bestes beispiel sind die kosten die je nachdem wie man es braucht mal auf 60 Mio runter, dann wieder auf 150 Mio hoch gerechnet werden und das ist mir schon bei Fenrichs Infoveranstaltung im Fanprojekt aufgestoßen. Alle anderen Stadienstandorte außer Wildpark haben Grunderwerbskosten, ABER bei einer Erweierung der Uni Richtung Wildpark kommt eben dieses Geld vom Land wieder rein. Das muss bei den anderen Standorten immer berücksichtig werden... hier geht es immerhin um AFAIK 40 Mio Euro die mal eben unter den Tisch fallen. Dazu waren die Standorte alle absichtlich gut oder schlecht gerechnet.... extra Autobahnausfahrt anstelle doppelausfahrt, Tunnel anstelle von Abfahrten hinter der Brücke... und und..... Volksverarsche in ihrer Perfektion.... war ja bei der Ustrab auch nicht anderst. Wann werden die Leute nur mal hinter die Worte von Politikern blicken können traurig
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  •   schiffes
    (7 Beiträge)

    14.09.2012 01:16 Uhr
    KSC ==> kein Fußball Kein Fußball ===> kein Stadion
    KSC ==> kein Fußball
    Kein Fußball ===> kein Stadion
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12042 Beiträge)

    14.09.2012 07:46 Uhr
    das heißt
    => vertane Möglichkeit, einen intelligenten Beitrag abzuliefern!
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (25 Beiträge)

    13.09.2012 21:04 Uhr
    Selbstbedienungsladen
    Es reicht halt auf Dauer nicht, wenn der KSC immerzu als Talentschmiede herhält, sich dann andere Klubs dran auskosten zwecks fehlender Perspektiven hier. Hab das Gefühl, dass hier nur persönliche Interessen im Vordergrund stehen. Ich könnt mich schon wieder aufregen, so long
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (25 Beiträge)

    13.09.2012 21:01 Uhr
    Stadion im Kessel
    und in der Stadt........... im Kessel bauen die zwei, dreimal um in ein paar Jahren, keine Sau interessierts, die machen das halt einfach; was läuft hier eigentlich? Sei´s drum, am Sa hoffentlich drei Punkte
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (25 Beiträge)

    13.09.2012 20:47 Uhr
    Neues Stadion
    1. Ich finde es super, dass sich die Fans Gedanken machen und so ein super Video ins Netz stellen, dass sich etwas bewegt.
    2. Es ist traurig genug, dass Fans hier etwas in Gang bringen müssen, nach all der Vorgeschichte. Komischerweise gibt es immer neue Erkenntnisse, dann ist wieder zwei Jahre Stand-by angesagt, warum auch immer
    3. Was glauben eigentlich die ganzen Nostalgie-Anhänger hier? Natürlich find ich es auch geil, die alte Atmosphäre zu haben, aber das geht so im Profifussball einfach nicht mehr lange durch, HALLO AUFWACHEN
    4. War neulich mit der Freundin in Erfurt, zwar eine geile Stadt, aber in diesem Umfeld ist wirklich nicht viel los (Wirtschaftsregion---????), und selbst die sind jetzt dran an einem neuen Stadion.

    Wenn man hier postings liest, wie soll man das bezahlen, nur noch Kopfschüttel - ist echt eine Schande für KA; und immer das Schweigen seitens der Stadt oder des Vereins: ES GILT ZEICHEN ZU SETZEN, AUCH MAL AN DIE JUGEND UND DIE ZWEITE MANNSCHAFT DENKEN
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  •   Abadu
    (467 Beiträge)

    13.09.2012 17:46 Uhr
    Mit den Mehrheitsverhältnissen
    im aktuellen Gemeinderat wird es weder jetzt noch in den nächsten 20 Jahren etwas mit einem Stadionneubau oder Umbau. Und auch der neue OB wird sich nicht mehr an seine Ideen erinnern, die er jetzt hinausbläst.
    In den drei höchsten Spielklassen gibt es m.W. nur noch 2 oder 3 Stadien, die noch veralteter sind als unsere Bude. Mainz ist neu, Offenbach hat umgebaut, Braunschweig dito, Dresden auch, Ingolstadt ebenfalls, Rostock schon vor Jahren, Tivoli neu und in Saarbrücken wird jetzt gebaut.
    Selbst beim FSV Frankfurt mit satten 5.000 Zuschauerschnitt hat man modernisiert.
    Genießen wir halt weiterhin "Retro-Atmosphäre". Hat doch auch was: richtig Old School-Gefühl mit Resten einer schicken Tartanbahn...
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  •   Faecherstadt_Guerilla
    (4092 Beiträge)

    13.09.2012 18:31 Uhr
    Sehr realistische Einschätzung ...
    unserer Stadiondiskussion.

    Retro ist genau das richtige "Branding" (oder wie das heutzutage heißt) für unsere liebenswerte Rumpelbude. grinsen
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