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Karlsruhe "Hamburger-Modell" in Karlsruhe? OB-Kandidat Wenzel will besseres Kita-Konzept

Die Freien Wähler (FW) um den OB-Kandidaten Jürgen Wenzel bringen in einer Anfrage an Oberbürgermeister Heinz Fenrich das "Hamburger-Modell" für Karlsruhe ins Gespräch. Die Stadträte Wenzel und Eduardo Mossuto halten das "Hamburger-Modell“ für einen Paradigmenwechsel in der frühkindlichen Erziehung und für die einzige Möglichkeit, den Karlsruher Kindern die notwendigen Plätze in Kindertagesstätten und Kindergärten bereit zu stellen.

Nach Informationen der FW werden demnach in Hamburg keine Bedarfspläne mehr durch die Verwaltung aufgestellt, da sie wegen der unzuverlässigen Prognosen und fehlenden Korrekturmöglichkeiten des Doppelhaushalts nicht zielführend seien, so die beiden Stadträte in einer Pressemeldung.

Kindertagesstätten: FW wollen "Hamburger-Modell"

Es wurde 2003 auf ein neues Modell mit Kita-Gutscheinen für Eltern umgeschaltet. Demnach entscheiden Eltern, welcher Einrichtung, welchem Betreiber sie ihren Gutschein für einen oder mehrere Plätze überlassen. Diese Gutscheine könnten die Träger gegen platzbezogene Zuschüsse bei der Stadt einlösen, so die FW weiter.

Damit entfalle eine zentrale Bedarfsplanung, die als schwerfällig gelte, so die Meinung der FW. Durch den Wegfall der Objektförderung (die Einrichtung) und Einführung einer Subjektförderung (einzelne Kinder), könne jede Kita und jeder Träger schnell und flexibel auf Angebotsnachfragen der Eltern reagieren und auch einen Ausbau oder Neubau selbst planen und durch die gewährten Pauschalen in den Gutscheinen auch finanzieren. Nach den Erfahrungen der Hansestadt Hamburg wurden hierdurch qualitativ wie quantitativ bessere Ergebnisse für Kinder wie Eltern erzielt, heißt es in der Pressemeldung.

Kita-Plätze: FW mit Anfrage an die Stadtverwaltung

Die FW um Wenzel und Mossuto fragen OB Fenrich in einer Anfrage daher, ob die Stadtverwaltung bereits über das Hamburger-Modell informiert sei und welche finanziellen Vorteile dieses Modell für die Fächerstadt habe. Darüber hinaus wollen die FW wissen, ob in Karlsruhe tatsächlich für den August 2013 noch zirka 600 Kita-Plätze fehlen und welche Schritte die Verwaltung eingeleitet habe, um diesem Defizit entgegenzuwirken.

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  •   Freibeuterin
    (233 Beiträge)

    28.11.2012 08:44 Uhr
    Erstaunlich, dass das Kita-Modell aus Hamburg von den Freien Wählern aufgegrifen wird!
    Als Freibeuterin ist mir das "Hamburger Modell" bekannt und es läuft auch sehr erfolgreich in der Hansestadt. Ich hätte aber eher vermutet, dass die Sozis, die Linken oder meine Piratenkollegen sich dafür stark machen. Immerhin wird dieses Modell nun auch in Berlin getestet.
    Aber man geht wohl in Zeiten des OB-Wahlkampfes lieber mit billigen Wahlversprechen wie "kostenlose Kitaplätze" hausieren!
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