6  

Karlsruhe Baustellenstadt Karlsruhe: OB-Kandidat Kalmbach kritisiert Stadtverwaltung

Die Kritik am Baustellenmanagement und der Informationspolitik in der Fächerstadt reißt nicht ab. Nach zahlreichen anderen Fraktionen kritisiert nun auch Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) und Oberbürgermeisterkandidat Friedemann Kalmbach die Stadtverwaltung. Vor allem an zahlreichen Baustellen zusätzlich zu den Arbeiten der Kombilösung stört sich GfK, wie aus einer Pressemeldung hervorgeht.

Die Wählervereinigung hat deshalb nach eigenen Angaben eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet, in der es um das Baustellenmangement auf den Karlsruher Straßen gehe, so die Pressemeldung weiter. Durch die Großbaustellen der Kombilösung würden den Bürgern in Karlsruhe schon sehr viele Umleitungen, Baulärm und Baudreck zugemutet, teilt GfK weiter mit. Dass die Baumaßnahmen notwendig seien, sei für die Partei nachvollziehbar und die damit verbundenen Umstände erträglich.

Weiß eine Hand nicht, was die andere macht?

Dass aber nun zu den Arbeiten der Kombilösung noch zusätzlich viele andere Baustellen eröffnet wurden und werden, verärgert die GfK. Viele Bürger äußerten ihren Unmut, die städtischen Behörden würden ihre Baumaßnahmen unkoordiniert durchführen, manchmal sogar mit der Behauptung "die eine Hand weiß nicht, was die andere tut", teilt die Wählervereinigung weiter mit.

Inwieweit diese Behauptung zutreffe, möchte GfK klären, indem sie die Verwaltung um eine Stellungnahme darüber  bittet, wie Bauvorhaben, insbesondere Tiefbaumaßnahmen, in Karlsruhe koordiniert und Bauprozesse gesteuert werden, um eine möglichst geringe Beeinträchtigung des Verkehrs in Karlsruhe zu erreichen. Außerdem möchte die Wählervereinigung wissen, ob im Vorfeld und während der Bauphase Absprachen zwischen den zuständigen Dezernaten und Ämtern stattfinden. Teil der Anfrage sei außerdem die Frage nach einem Qualitätsmanagement und nach den Kriterien, die die Stadt veranlasst haben, zusätzlich zu den Kombibaustellen gleichzeitig die Bauvorhaben an anderen Stellen vorzunehmen.

Baustellen: Karlsruher fraktionen üben Kritik

Bereits vor einigen Tagen kritisierte die Karlsruher FDP den Kundenservice der Verkehrsbetriebe in einer Pressemeldung. Und auch die Freien Wähler sehen Grund zur Kritik: Sie monieren, dass es durch Zugausfälle und Umleitungen zu immer mehr Beschwerden komme. Die Fraktion der Karlsruher Grünen äußerte ebenfalls kürzlich Kritik an der Informationspolitik - sowohl auf Seiten der Stadt als auch auf Seiten der Kasig, KVV und VBK.

Mehr zum Thema

Kombilösung: Karlsruher Grüne kritisieren Informationspolitik

Viele Umleitungen: FDP Karlsruhe kritisiert Kundenservice der VBK

Freie Wähler: Zugausfälle und Umleitungen - "Beschwerden über ÖPNV häufen sich"

Mehr zum Thema
Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe: Ergebnisse und Infos zur OB-Wahl 2020 in Karlsruhe. Außerdem: Umfragen und alles zu den Oberbürgermeisterkandidaten. Im Dossier erklären wir zudem das Wahlverfahren und den Ablauf der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe am 6. Dezember 2020. Am Wahltag werden hier außerdem die Ergebnisse der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe veröffentlicht. Im Vorfeld der Wahl waren alle Kandidaten für ein Video-Interview in unserer Redaktion zu Gast. Die Übersicht zu allen Kandidaten und den Videos findet ihr hier.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (6)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   ralf
    (3713 Beiträge)

    28.08.2012 16:01 Uhr
    Nicht sehr sympathisch
    Pro U-Strab, für Abriss und Neubau von Schwimmbädern, doch gegen Baustellen. Und da sich kaum jemand für die GfK im Gemeinderat interessiert, kandidiert Kalmbach als OB, um für die GfK-Themen im Gemeinderat aufmerksam zu machen. Mit seinem Wunschziel im einstelligen Prozentbereich der Wählerstimmen ist ihm bewusst, dass er wohl keine Chance hat, sich bei der OB-Wahl durchzusetzen. Somit kandidiert er wohl nur deshalb, dass die Presse den GfK-Forderungen im Gemeinderat eine größere Aufmerksamkeit scheinkt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (81 Beiträge)

    28.08.2012 14:40 Uhr
    Natürlich isch er a bissl spät dra
    [b]recht hat aber trotzdem.
    Normalerweise dürften die nächsten 20Jahre überhauptnicht gwählt werden dürfen , dass der OB Säckel sein Mist selber ausbaden müßt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (2476 Beiträge)

    28.08.2012 12:24 Uhr
    Dieser Mann ist gut, den hab ich gewählt am Sonntag bei der ka-news-Um
    frage!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (10694 Beiträge)

    28.08.2012 12:14 Uhr
    Na toll
    Der nächste,der auf diesen Zug aufspringt.
    Die Baustellen gibt es seit Wochen,Monaten,Jahren aber erst jetzt fällt das allen Kandidaten auf.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (11896 Beiträge)

    28.08.2012 12:03 Uhr
    !
    Zitat von Dass die Baumaßnahmen notwendig seien, sei für die Partei nachvollziehbar und die damit verbundenen Umstände erträglich

    GfK ist ja auch pro U-Strab ...
    Zitat von Dass aber nun zu den Arbeiten der Kombilösung noch zusätzlich viele andere Baustellen eröffnet wurden und werden, verärgert die GfK.

    Ein Großteil der Baustellen in KA ist aber mehr oder weniger direkt U-Strab!
    Haltestelle Gottesauer Platz gehörte direkt dazu, aktuell Helmholtzgymnasium auch und alles dazwischen und Ettlinger Straße. Aber auch Südstadt-Ost gehört indirekt dazu als Umleitungsstrecke (sonst läge das Projekt vermutlch noch länger auf Eis), aber auch der Umbau der Haltestellen in Karl- und Rüppurrer Straße indirekt, um die Strecken als Umleitungsstrecken fit zu machen (direkt zur Kombi gehören die noch bevorstehenden Haltestellen Karlstor und Mendelssohnplatz Süd) und dass man, wenn man schon am Umgraben ist, noch gleich paar weitere Gleise erneuert und Kanäle vergräbt, ist logisch und richtig.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (117 Beiträge)

    28.08.2012 10:07 Uhr
    Jetzt nimmt der Wahlkampf fahrt auf!
    Das ganze halte ich für nichts anderes als Wahlkampfgequatsche. Fest steht, an den Baustellen wird sich nichts ändern. Egal wer regieren wird. S21 hat dies eindrucksvoll gezeigt. Übrigens auch sehr lächerlich, diese Anfrage erst jetzt zu stellen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.