(ps/lan)

Um ein Frühwarn-System gegen weitere Verbreitungen des Coronavirus zu gewährleisten, nutzt die Stadt schon seit Anfang des Jahres das Konzept des Abwasser-Monitorings. Das bedeute eine genaue Sondierung von Wasserproben, um nachzuvollziehen, wo und an welchen Standorten das Abwasser durch Covid-19 verunreinigt ist. Auf diese Weise könne man sehr viele Infektionsorte ermitteln - inklusive der Dunkelziffer etwaiger Neuinfektionen. 

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Die Ergebnisse der jüngsten Messungen lägen dabei in einem ähnlichen Infektionsbereich wie schon im Herbst 2020, wie die Stadt in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Auffällig hierbei sei eine starke Abweichung der aus dem Abwasser gemessenen Infektionszahlen zur Inzidenz des Robert-Koch-Instituts (RKI). Im Gegensatz zum Institut nämlich sei durch das Abwasser eine deutliche Aufwärtskurve der Infektionen in Karlsruhe zu verzeichnen.

Abwasser Monitoring Karlsruhe
Ergebnisse des Abwasser-Monitorings im Verhältnis zu den RKI-Zahlen. | Bild: TZW

Infektionsrate soll wieder ansteigen

Zu erklären sei diese Abweichung möglicherweise durch die höhere Impfquote der Bevölkerung, wodurch die Zahl der Tests absinken und Träger des Virus oft nicht identifiziert würden. Restlos bestätigt sei diese These allerdings nicht. Man gehe allerdings davon aus, dass die Infektionsrate in den kommenden Wochen noch weiter steigen werde.

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Gerade zu Beginn des Winters, wo das gesellschaftliche Leben großteilig in die Innenräume zurückkehre, rechne man mit einer wachsenden Infektionsrate. Schon jetzt seien an einigen Stellen deutliche Anstiege verzeichnet worden, besonders im Umfeld von Kindern und Jugendlichen. Eine hieraus erwachsende Gefahr äußere sich dabei in einer erneuten Überforderung der Intensivstationen. Auch ein neuer Lockdown könne aus den steigenden Zahlen resultieren.

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Um die Ernsthaftigkeit der Konsequenzen zu dämpfen, rate die Stadt Karlsruhe weiterhin zur Impfung gegen Covid-19. Diese sei sowohl durch Hausärzte als auch Mobile Impfteams möglich. So sei noch bis mindestens 6. November die Möglichkeit einer spontanen Impfung im ECE-Center Ettlinger Tor gegeben. 

 
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