In der Regel würden sich Ratten dann vermehren, wenn Speisereste über die Toilette entsorgt werden oder in Wohngegenden unhygienische Verhältnisse herrschen, so das Amt für Abfallwirtschaft (AfA). Besonders beliebt bei den Nagetieren: Reste von Take-Away-Imbissen, die achtlos in Büschen oder auf der Straße entsorgt werden.

"Die Tiere werden vor allem von Nahrungsmittelresten, Aas und unhygienischen Verhältnissen angezogen. Sie halten sich überwiegend in der Kanalisation und anderen Versorgungsschächten auf", teilt das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) auf Nachfrage von ka-news.de mit.

Biomüll wird regelmäßig geleert

Die Sorge, dass Ratten auch im Bereich von Mülltonnen angezogen werden, ist nicht ganz unbegründet: Auch Nassmüll, also Rest- und Biomülltonnen, können Ungeziefer anlocken.

Aber: "Bislang kommt es in Karlsruhe bei diesen Tonnen zu keinen größeren Tourenstockungen", so das AfA. "Insoweit sollte der Leer-Rhythmus kaum zu einer verschärften Ungezieferplage beigetragen haben." Spätestens nach zwei Wochen werden in der Stadt sämtliche der Behälter geleert.

Touren mussten ausfallen

Im März mussten zwar einige Touren ausfallen, das betraf jedoch nur Wertstoff und Papier. Rest- und Biomüll wurden weiterhin geleert. Seit April gelten im Stadtkreis neue Abholtermine: Wertstoff wird nun alle drei Wochen geholt, Papier sollen die Bürger vorerst zuhause aufbewahren oder zu mobilen Sammelplätzen bringen:

  • Durlach-Aue: Festplatz Aue, Steiermärker Straße beim Grüngutcontainer
  • Nordweststadt: Walter-Rathenau-Platz
  • Oberreut: Festplatz, Bonhoefferstraße
  • Oststadt: Messplatz Karlsruhe, Zufahrt über "Am alten Schlachthof"
  • Rüppurr: Festplatz, Rastatter Straße beim Polizeiposten
  • Waldstadt: Parkplatz Fächerbad, Am Sportpark
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Einige Stadtteile sind nicht vom neuen Müllrhythmus nicht betroffen, weil dort ein privates Entsor­gungs­un­ter­neh­men beauftragt ist.  Das betrifft

  • Grünwet­ters­bach
  • Hohen­wet­ters­bach
  • Palmbach
  • Stupferich und Grötzingen.

Kein Sperrmüll im April

Die Sperr­müll­ab­ho­lung ist im April noch im gesamten Karlsruher Stadtgebiet ausgesetzt. Dies betrifft alle Termi­ne ­für den Straßen­sperr­müll und den Sperrmüll auf Abruf. Bereit­ge­stellte Gegen­stände werden nicht abgeholt. Das AfA will recht­zei­tig darüber infor­mie­ren, wann die Termine wieder­ ­an­ge­bo­ten werden.

Weiße Ware kann derzeit unter 115 wieder zur Abholung angemeldet werden. Dazu zählen Haushaltsgeräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Herde und sonstige Haushaltsgeräte.

Wenn Bürger nicht richtig Müll trennen, steigt die Gefahr

Zum Problem werden derzeit eher die Wertstoff-Tonnen: Sie werden aktuell im dreiwöchigen Rhythmus geleert. Obwohl dort eigentlich nur leere Lebensmittelverpackungen entsorgt werden dürfen, landen immer wieder auch halbvolle Joghurtbecher oder Bioabfälle in den Behältern.

Falsche Mülltrennung
Falsche Mülltrennung - für Ratten ein gefundenes Fressen. | Bild: Gustav Holzwarth

"Dieses Verhalten ist unverantwortlich, da dadurch die Gefahr steigt, dass Ratten oder Ungeziefer angezogen werden, während sie auf ordentlich sortierten Müll nicht reagieren sollten", erklärt das Amt für Abfallwirtschaft.

Das bedeutet: In Zeiten der Pandemie ist eine korrekte Mülltrennung besonders wichtig, um "Plagegeister" wie Ratten oder anderes Ungeziefer auch bei einer selteneren Leerung der Tonnen fernzuhalten.

Eine Übersicht über den aktuellen Leer-Rhythmus gibt es unter https://web6.karlsruhe.de/service/abfall/akal/akal.php

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