Karlsruhe "mono-rail" fürs KIT?

Verbindet eine "mono-rail" bald die Universität in der Kernstadt... (Foto: ka-news)
Der Weg ist das Ziel: Gibt es somit also bald eine direkte Verkehrsverbindung zwischen dem Forschungszentrum Karlsruhe und der Universität? Eine sogenannte "mono-rail" regt die SPD-Gemeinderatsfraktion an. Die dem Passagier- und Gütertransport dienende Ein-Schienenbahn, welche auf oder unter einem einzelnen schmalen Fahrweg fährt, würde eine zeitsparende Verbindung zwischen den beiden Standorten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) schaffen: dem im Wald bei Eggenstein-Leopoldshafen gelegenen Forschungszentrum Karlsruhe und der am Beginn des Hardtwalds angesiedelten Universität.

Die SPD-Gemeinderatsfraktion setzt sich dafür ein, dass die Verkehrsbetriebe Karlsruhe und die Universität in einer Studie als erste Priorität die Machbarkeit des Projekts "mono-rail" prüfen. In einem Antrag der an den Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich liest man: "Die Stadtverwaltung koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsbetrieben und der Universität zwecks Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie zur schnellstmöglichen verkehrlichen Verbindung zwischen Universität und Forschungszentrum."

"Wir begrüßen alle Ideen, die eine rasche Verbindung schaffen"

...mit dem Forschungszentrum bei Eggenstein-Leopoldshafen? (Foto: pr)
Mit der Vereinbarung zur Gründung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) (ka-news berichtete), haben nach Auffassung der Karlsruher SPD Universität und Forschungszentrum Karlsruhe einen Meilenstein auf dem Weg zum vollständigen Zusammenschluss gesetzt. Diese positive Entwicklung der Forschungslandschaft würde laut SPD bedeuten, dass es einen "täglichen personellen Austausch zwischen den beiden Einrichtungen" gebe. Die SPD-Fraktion beruft sich auf ein Gespräch mit Horst Hippler, Rektor der Universität Karlsruhe, in welchem dieser darauf hingewiesen habe, dass künftig Studenten wie Lehr-und Forschungspersonal zwischen beiden Einrichtungen pendeln müssten.

Mit der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur würde dies einen erheblichen Zeitaufwand bedeuten. Eine Lösung für eine zeitsparende verkehrliche Verbindung zwischen Universität und Forschungszentrum wäre nach Auffassung des Universitätsrektors eine "mono-rail", was für das KIT als herausragende Forschungs- und Bildungsstätte wie auch für den Karlsruher Verkehrsverbund als überregional angesehener Verkehrsverbund ein zukunftsweisendes Verkehrsprojekt wäre. Hierzu KIT-Pressesprecherin Elisabeth Zuber-Knost auf ka-news-Nachfrage: "Wir sind in der einzigartigen Situation, nur zwei Stätten miteinander verbinden zu müssen. Wir begrüßen alle Ideen, die eine rasche Verbindung zwischen Campus Nord und Campus Süd schaffen."

Ein-Schienenbahn sollte schneller als 20 Minuten sein

Für Horst Hippler ist die Ein-Schienenbahnen eine Lösung (Foto: ka-news)
Entscheidend sei laut Zuber-Knost, dass Mitarbeiter und Studierende, die wegen Praktika und Laborübungen jede Woche pendeln würden, weniger Zeit auf der Straße verbringen müssten als bislang. Der derzeitige KIT-Shuttle benötigt für die Strecke zwischen Hardtwald und dem Wald bei Leopoldshafen zirka 20 Minuten. Eine Quantifizierung der Nutzung einer "mono-rail" sei "noch relativ schwierig, da sich das KIT-Konzept noch in der Umsetzungsphase" befinde. Sollte sich eine "mono-rail" als nicht zielführend erweisen, sollten laut SPD im Rahmen der Machbarkeitsstudie auch andere Lösungen angedacht werden.

Der Fahrweg ("Schiene" oder "Fahrbalken") der "mono-rail" kann unterschiedliche Formen annehmen und aus diversen Materialien gefertigt sein. Meist ist er aufgeständert, kann aber auch ebenerdig oder in Tunneln verlaufen. Der Antrieb von Ein-Schienenbahnen erfolgt häufig mit Hilfe von Elektromotoren. Vorbild für die "Karlsruher-Lösung" sind bereits bestehende "mono-rail"-Systeme im Europapark Rust und im Heide Park Soltau.

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