Mitten im Streichelzoo, gehalten von einer sechs Meter hohen Eisenstange, stehen die mietfreien Wohnungen für geflügelte Gäste. Dreißig Nestplätze für Mehlschwalben, sechs für Mauersegler-Pärchen und drei Öffnungen für Fledermäuse biete das neuerrichtete  Schwalbenhaus, laut einer Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe.

"Nistplätze in Karlsruhe sind nicht gegeben"

Der Zoo sei bereits zuvor einigen Schwalbenarten heimisch gewesen, weshalb man sich nun entschloss, ihnen eine eigens eingerichtete Nistmöglichkeit zu bieten, sagt Zoodirektor Matthias Reinschmidt. Natürliche Ressourcen und Nistplätze für Vögel seien "in Städten wie Karlsruhe nicht gegeben", fügt er hinzu, "deshalb helfen wir den Tieren."

Echte Globetrotter: Eine Schwalbe legt pro Jahr durchschnittlich 5.000 Kilometer zurück.
Echte Globetrotter: Eine Schwalbe legt pro Jahr durchschnittlich 5.000 Kilometer zurück.

Ermöglicht wurde das ornithologische Bauprojekt durch die private Spende der Karlsruherin Franziska Schnaiter. 10.000 Euro flossen an die Artenschutzstiftung des Karlsruher Zoos. "Wir sind Frau Schnaiter sehr dankbar, die sowohl die Artenschutzstiftung als auch die Zoofreunde Karlsruhe mehrfach mit großen Zuwendungen unterstützt hat", betont der Zoodirektor. Die Donatorin selbst kommentiert ihre Spende mit: "Mir sind Tiere sehr wichtig, dafür spende ich gerne!" Gebaut wurde das Vogelhaus unter Mithilfe des Nabus Bühl-Achern. 

Schwalbenhaus Stiftung
Bild: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Ob Zoobesucher bald ein wildes Tummeln von ein- und ausfliegenden Schwalben beobachten können bleibt abzuwarten. Aber da "baugleichen Schwalbenhäusern an anderen Orten bereits gut belegt sind" ist Direktor Reinschmidt optimistisch, dass das Schwalbenhaus von den Vögeln angenommen wird.

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