Nach Angaben der Polizei sollen zu Beginn, kurz nach 18 Uhr, auf Seiten der Wahlkampfveranstaltung rund 70 Teilnehmer und bei der Gegenversammlung etwa 240 Personen anwesend gewesen sein. Die Versammlung unter dem Motto "Kein Platz für rechte Hetze" sei im Verlauf des Abends auf geschätzte 350 Teilnehmer angewachsen.

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"Mehrfach musste deren Leiterin auf nicht eingehaltene Auflagen hingewiesen werden, was den zu geringen Abstand zur Karlsburg betraf. Auf beiden Seiten waren im weiteren Verlauf Provokationen zu verzeichnen, wodurch sich die Stimmung aufheizte. Dies verstärkte sich, als eine AfD-nahe Person in die Gegenkundgebung hineinging. Sie wurde von der Polizei nach Feststellung ihrer Personalien mit einem Platzverweis belegt", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

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Angriffe auf Polizisten

Als sich noch ein weiterer Teilnehmer aus der AfD-Veranstaltung in die Gegenmenge begeben hatte, sei er mit Schlägen und Tritten in einer Gruppe von rund 50 gewaltgeneigten Teilnehmern der Gegenveranstaltung angegriffen worden. Die Polizei musste derweil ihre Hiebwaffe einsetzen, um den angegriffenen Teilnehmer aus dem Bereich zu bringen. 

Als anschließend die Identität des Angreifer erhoben werden sollte, hätten sich etwa 15 Teilnehmer mit ihm solidarisiert und den Betroffenen in die Menge gezogen. Anschließend sei es zu Übergriffen gegen die Polizeibeamte gekommen.

Beatrix von Storch in Karlsruhe und Gegendemo an der Karlsburg
Bild: Thomas Riedel

"Neben einem Flaschenwurf in Richtung der Polizisten erhielt ein Beamter einen gezielten Fausthieb, ein Weiterer einen Tritt. Man versuchte darüber hinaus, Einsatzbeamten ihre Hiebwaffen abzunehmen. Kurz nach 19  Uhr wurde seitens der Versammlungsleiterin nach einem Gespräch mit der Polizei die Kundgebung am Schlossplatz beendet. Zu weiteren Störungen kam es in der Folge nicht", so die Polizei.

Neben einem Auflagenverstoß der Versammlungsleiterin und weiteren 15 Verstößen gegen Auflagen ihrer Teilnehmer, habe die Polizei diverse Straftaten verzeichnen können.

Insgesamt 15-mal wegen "Verdachts des Landfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie versuchter Raub zweier Hiebwaffen, ein tätlicher Angriff gegen Vollstreckungsbeamte und mehrere Körperverletzungen."