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Karlsruhe Liebe Landtagskandidaten: Wie wollt ihr Kinder und Familien gerade jetzt in Krisenzeiten stärken?

Am 14. März dürfen die Menschen in Baden-Württemberg über die Zusammensetzung des Landtags entscheiden. Auch in Karlsruhe kämpfen 27 Kandidaten um möglichst viele Wählerstimmen. Doch wofür möchten sich die einzelnen Bewerber als Abgeordneter im Landtag einsetzen? ka-news hat alle Kandidaten zum Interview gebeten: Wie wollen Sie Kinder und Familien gerade jetzt in Krisenzeiten stärken?

Geschlossene Schulen und Kitas, Ansturm auf die Notbetreuung und Homeschooling im Dauertakt - die Corona-Krise verlangte und verlangt auch von Familien vieles ab. Die 27 Karlsruher Landtagskandidaten wollen das ändern - sofern sie am 14. März in das Gremium in Stuttgart gewählt werden sollten. Wie sie Kinder und Eltern den Rücken stärken wollen - die Antworten gibt es mit Klick auf die Kandidatennamen.

  • Alexander Salomon - Die Grünen
    Bild: Verena Müller-Witt
    In den vergangenen Monaten haben Familien mit Kindern eine riesige Last geschultert - ich habe großen Respekt vor dieser Leistung und bin sehr dankbar für das, was unsere Familien auf sich genommen haben. Deswegen ist es uns wichtig, gerade jetzt Familien mit Kindern zu unterstützen und ihnen eine Perspektive zu geben. Dazu gehört besonders eine gute soziale Infrastruktur für Bildung, Gesundheit und Betreuung für alle Kinder und Jugendlichen sowie der Blick auf weitere Unterstützungsstrukturen, um unsere Familien zu entlasten. Die Krise hat nochmals deutlich gemacht: Auch in Baden-Württemberg sind Kinder ein Armutsrisiko - das darf nicht sein! Wir müssen Kinderarmut weiter bekämpfen, Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche ausbauen und sie vor Gewalt schützen – dafür stehen und arbeiten wir.
  • Ute Leidig - die Grünen
    Bild: Verena Müller-Witt
    Familien stehen während der Corona-Pandemie besonders unter Druck, da viele Eltern arbeiten und gleichzeitig ihre Kinder betreuen. Zur Anerkennung dieser Leistung erfolgten Ausgleichzahlungen an die Eltern für die entfallene Betreuung, und dies sollte unbedingt fortgesetzt werden, vor allem auch um finanzschwache Familien zu entlasten. Durch ein flächendeckendes Angebot an qualitativ hochwertigen Kitas und Ganztagsangeboten will ich dafür sorgen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern, unabhängig davon ob die Eltern im Homeoffice arbeiten oder im Betrieb. Grundsätzlich werden wir Grüne die Familien stärken, indem wir Kinder- und Familienzentren ausbauen, die durch Erziehungs- und Bildungsangebote vielfältige Hilfestellung bieten. Außerdem mache ich mich stark für einen Ausbau der Jugendarbeit, für mehr Jugend-Freizeiten, Jugendbildung und -Beteiligung und den Aufbau neuer Jugendverbände.
  • Rahsan Dogan - CDU
    Bild: Verena Müller-Witt
    Damit wir ein familienfreundliches Land bleiben, müssen wir gerade jetzt Familien stärker entlasten und ihnen mehr Freiräume verschaffen. Dies will ich durch passgenaue und zeitlich-flexible Betreuungsangebote erreichen, daher auch Horte erhalten und eine rechtliche Gleichstellung von Tagesmüttern und Kitas herstellen. Zusätzlich will ich mich dafür einsetzen, dass die Grunderwerbsteuer beim Erwerb eines Eigenheims für Familien mit Kindern abgeschafft wird. Familien mit Kindern sollen ein Familiengeld erhalten. Für Schüler und Azubis soll es ein 365 Euro Ticket für den ÖPNV geben.
  • Katrin Schütz - CDU
    Bild: Verena Müller-Witt
    Für Familien sind flexible Betreuungsangebote, die Eltern nicht einschränken, sondern sich am individuellen Bedarf der Familien orientieren und auch die Nöte und Sorgen von Alleinerziehenden noch besser in den Blick nehmen, von grundsätzlicher Bedeutung. Deshalb setze ich mich für eine Wahlfreiheit der Familien ein und möchte die Vielfalt der Betreuungsmöglichkeiten fördern. Zudem ist es mir wichtig, dass unsere Kinder und Jugendlichen - auch in der Krise - die bestmöglichen Bildungschancen erhalten, die ihre jeweiligen Begabungen fördern. Ein Augenmerk auf die frühkindliche Bildung ist in diesem Zusammenhang genauso wichtig wie die Aufwertung einer dualen Ausbildung. Besonders Familien brauchen zudem bezahlbaren Wohnraum und sollen hierfür durch Zuschüsse und Freibeträge finanziell entlastet und bei der Bildung von Wohneigentum unterstützt werden.
  • Meri Uhlig - SPD
    Bild: Verena Müller-Witt
    Familien brauchen Perspektiven, wie es nach Covid weitergeht. Sie sollen ein Recht, aber keine Pflicht auf Homeoffice bekommen und es muss klar sein, wie es weitergeht mit Kitas und Schulen. In einer Landesregierung würden wir die Gebührenfreiheit von Bildung einführen: von der Kita bis zu Ausbildung und Studium. Wir führen eine Ausbildungsgarantie, Ganztagsbetreuung auch in Ferienzeiten und kostenlose Schulbeförderung ein.
  • Anton Huber - SPD
    Bild: Verena Müller-Witt
    Schon lange ist es das erklärte Ziel der SPD, dass digitale Elemente im Unterricht eine wichtigere Rolle spielen soll. In der Corona-Krise hat sich gezeigt: Wir hinken, was die Digitalisierung unserer Schulen anbelangt, massiv unseren eigenen Anforderungen hinterher. Wir brauchen dringen Unterstützungen für die Lehrkräfte und Endgeräte für alle Schülerinnen und Schüler, beginnend mit den weiterführenden Schulen. Durch die von der SPD geforderte Beitragsfreiheit an Kindergärten, würden die Eltern darüber hinaus, auch finanziell massiv entlastet werden.
  • Paul Schmidt - AfD
    Paul Schmidt (AfD)
    Paul Schmidt (AfD) | Bild: ka-news.de

    Am wichtigsten ist jetzt, den Lockdown zu beenden und seine Folgen zu bewältigen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es immer schwieriger wird, die Kinder zuhause zum Lernen zu motivieren. Auch fehlt ihnen der Kontakt zu Verwandten und zu ihren Freunden.

    Deshalb müssen die Schulen und Kindergärten so bald wie möglich wieder geöffnet werden, und wenn es auch nur wochenweise ist. Auf alle Fälle ist es dringend erforderlich, unsere Schulen Corona-fit zu machen, damit der Unterricht endlich wieder uneingeschränkt stattfinden kann, sei es im Klassenzimmer oder im Internet.
  • Rouven Stolz - AfD
    Rouven Stolz (AfD)
    Rouven Stolz (AfD) | Bild: ka-news.de

    Familien sind besonders in Krisenzeit ein wichtiger Rückzugsort. Dort sind aber ebenfalls die finanziellen Auswirkungen stark belastend. Familien müssen durch finanzielle Zuschüsse, zum Beispiel netto-Einmalzahlungen (ohne steuerliche Verrechnung), zumindest in diesem Punkt gestärkt werden.

    Auch müssen endlich Öffnungen von Schulen und Kindergärten erfolgen. Die Kinder brauchen einander. Wir haben kein Recht, weiterhin unseren Kindern die Kindheit zu nehmen. Diejenigen, die heute lesen und schreiben lernen, sind diejenigen, die in Zukunft unsere Renten bezahlen werden!
  • Patrik Warren Mahlke - FDP
    Patrik Warren Mahlke (FDP)
    Patrik Warren Mahlke (FDP) | Bild: ka-news.de

    Bildung, digitale Bildung, Zugang zu Schulen und die Möglichkeit Verlerntes und Nicht-Gelerntes schnellstmöglich nachzuholen. Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten.
  • Norman Gaebel - FDP
    Norman Gaebel (FDP)
    Norman Gaebel (FDP) | Bild: Melissa Betsch

    In unseren Kindern liegt die Zukunft unseres Landes, dies erfordert eine Politik, in deren Mittelpunkt die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Familien stehen. Familien brauchen Planungssicherheit, und damit einen verlässlichen Öffnungsplan für Schulen, Vereinssport, Musikschulen, Jugendhäuser, etc.

    Die Corona-Krise ist für viele Schüler eine große Herausforderung – nicht nur wegen des Home-Schoolings, sondern auch wegen der sozialen Isolation und gesundheitlicher wie finanzieller Sorgen in der Familie. "Viel zu viele Kinder werden die Lernrückstände kaum aufholen können." Eine Möglichkeit könnten hier die von uns geforderten "Lern-Buddys" sein.
  • Christina Zacharias - Die Linke
    Christina Zacharias (Die Linke)
    Christina Zacharias (Die Linke) | Bild: ka-news.de

    Generell soll die finanzielle Lage der Menschen in Baden-Württemberg durch die Erhöhung des Mindestlohns auf 13 Euro, einem Landestariftreuegesetz sowie einer Mietpreisbremse abgemildert werden. Konkrete Maßnahmen für Kinder sind u.a. die Bereitstellung eines mobilen Endgeräts für alle Schüler für den digitalen Unterricht sowie die Einführung kostenfreier Kitas.

    Die derzeitige Pandemie hat gezeigt, dass Lernen immer noch vom Geldbeutel der Eltern abhängig und Chancengerechtigkeit in Deutschland ein Fremdwort ist. Keinem Kind darf die Chance auf Bildung verwehrt werden und das gilt von der Kita bis zum Uniabschluss oder dem Meistertitel!
  • Anna Jahn - Die Linke
    Anna Jahn (Die Linke)
    Anna Jahn (Die Linke) | Bild: ka-news.de

    Ich möchte Kinder und Familien durch finanzielle Hilfen – mehr als nur eine Einmalzahlung – unterstützen. Gerade ökonomisch schwächeren Familien müssen auch in Zeiten von Home-Schooling digitale Endgeräte zur Verfügung gestellt werden, damit jedes Kind am Unterricht teilnehmen kann.

    Außerdem brauchen wir endlich einen konsequenten dreiwöchigen Lockdown, damit Kinder und Jugendliche wieder in die Schulen und Kitas gehen können ohne Angst zu haben, sich und ihre Familien in Gefahr zu bringen.
  • Daniela Schlittenhardt - Bündnis C
    Daniela Schlittenhardt tritt für Bündnis C bei der Landtagswahl 2021 an.
    Daniela Schlittenhardt tritt für Bündnis C bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Schlittenhardt
    Es braucht Oasen für Kinder in jeder Nachbarschaft wie Eltern-Cafés, die schon von der Stadt gefördert sind, aber in dieser Zeit noch stärker. Ein guter Ort für den schriftlichen Austausch wäre, eine Familien-Hilfe-App zu entwickeln, über die sich Familien austauschen können. Oder weitere Online-Hilfen.
  • Joshua Stock - Die Partei
    Joshua Stock tritt für Die Partei bei der Landtagswahl 2021 an.
    Joshua Stock tritt für Die Partei bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Stock
    Schulkinder wurden besonders zu Beginn der Pandemie immens vernachlässigt. Studien zeigen, dass sich viele psychische Probleme sowie Entwicklungsstörungen bei Jugendlichen und Kindern durch die soziale Isolation und das fehlende pädagogische Wissen bei Eltern verbreiteten. Es kam auch in nahezu jeglichem Familienhaushalt zu internen Konflikten, da viele Menschen auf engen Raum „eingepfercht“ waren. Kinder benötigen Freiräume von ihren Eltern und Eltern benötigen Ruhezeiten vor ihren Kindern! Familientherapien müssen staatlich gefördert werden, wenn wir nicht eine psychisch gestörte "Corona-Generation" haben wollen.
  • Bernd Föhr - Die Partei
    Bernd Föhr tritt für Die Partei bei der Landtagswahl 2021 an.
    Bernd Föhr tritt für Die Partei bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Föhr
    Wir führen Kinderarbeit wieder ein, denn das bringt die Wirtschaft wieder ins Laufen. Dies führt auch dazu, dass die Kinder sind endlich nicht mehr aufgedreht am Ende des Tages und sie können trotz Lockdown aus dem Haus.
  • Rena Thormann - Freie Wähler
    Bild: Verena Müller-Witt
    Es ist ein komplexes Thema und Bedarf verschiedener Maßnahmen. Das Familienministerium hat mittlerweile ja sehr viele Maßnahmen zur Unterstützung der Familien in der aktuellen Situation auf den Weg gebracht: Entschädigungen für Verdienstausfälle bis zu 20 Wochen, erleichterter Zugang zum Kinderzuschlag in Höhe von bis zu 185 Euro pro Monat pro Kind (ab Januar 2021 bis zu 205 Euro), zeitliche Ausdehnung des Kinderkrankengeldes und so weiter. Hinter all diesen Maßnahmen stehe ich. Als Landespolitikerin möchte ich dafür sorgen, dass diese Unterstützungshilfen zeitnah bei den Familien ankommen. Sorgen bereiten mit die Familien, deren Kinder durch die häusliche Situation vom Fernlernunterricht abgehängt sind, weil sie weder Endgeräte noch WLAN-Anschlüsse haben. Für diese Kinder und Jugendlichen muss eine Konzeption aufgelegt werden, damit sie den verpassten Unterrichtsstoff wieder aufholen können, das heißt Aufstockung des BuT-Programms (Bildung und Teilhabe), unbürokratischer Zugang zu ergänzender Nachhilfe, zum Beispiel durch Studenten, Aufstockung von Förderstunden in den Schulen.
  • Saskia Knispel de Acosta - Klimaliste Baden-Württemberg
    Saskia Knispel de Acosta tritt für die Klimaliste Baden-Württemberg bei der Landtagswahl 2021 an.
    Saskia Knispel de Acosta tritt für die Klimaliste Baden-Württemberg bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Knispel de Acosta
    Kinder brauchen soziale Kontakte. Schon jetzt warnen WissenschaftlerInnen vor den psychischen Folgen der Kinder durch Corona. Mit besseren Modellen und digitaler Aufrüstung an den Schulen, können wenige feste soziale Kontakte auch unter Corona Bedingungen ermöglicht werden. Eine Stärkung der Jugendämter sowie des psychologischen Dienstes ist gerade in Krisenzeiten für Kinder und Jugendliche unabdingbar. Kinder brauchen Vorbilder. Deswegen ist es essenziell, Familien zu unterstützen, klimaneutral zu leben. Dafür setze ich mich ein.
  • Markus Schmoll - Klimaliste Baden-Württemberg
    Markus Schmoll tritt für die Klimaliste Baden-Württemberg beider Landtagswahl 2021 an.
    Markus Schmoll tritt für die Klimaliste Baden-Württemberg beider Landtagswahl 2021 an. | Bild: Schmoll
    Schulen und Kinderbetreuungsangebote haben für mich hohe Priorität, wenn es um Lockerungen der Corona-Einschränkungen geht. Die Entwicklung, die im Kindesalter im sozialen Miteinander stattfindet, lässt sich nicht einfach pausieren und später nachholen. Familien sind durch die eingeschränkte Betreuung belastet, daher plädiere ich persönlich für vorübergehende Vereinfachung unbezahlten Urlaubs und eine vermögens- und einkommensabhängige Unterstützung, um die Einkommensausfälle sozial gerecht abzufedern
  • Andreas Schäfer - Partei der Humanisten
    Andreas Schäfer tritt für die Partei der Humanisten bei der Landtagswahl 2021 an.
    Andreas Schäfer tritt für die Partei der Humanisten bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Schäfer
    Gerade zur Corona-Krise hat sich gezeigt, dass in der Bildungspolitik viel zu lange geschlafen wurde. Es fehlt an Betreuungsangeboten, und (digitaler) Infrastruktur, um noch alle Aufgaben angemessen wahrzunehmen. Letztlich wird die Qualität der Bildung aktuell wieder vom Einkommen der Eltern bestimmt. Wer keinen Zugang zu Laptop und Internet hat, ist aufgeschmissen. Hier gibt es einiges an Nachholbedarf, denn ein gutes und faires Bildungssystem hilft Kindern und Eltern gleichermaßen.
  • Sven Haiber - Partei der Humanisten
    Sven Haiber tritt für die Partei der Humanisten bei der Landtagswahl 2021 an.
    Sven Haiber tritt für die Partei der Humanisten bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Haiber
    In der aktuellen Krise wurde bisher ein großer Fokus auf den Schutz der älteren Generation gelegt, was definitiv richtig und wichtig war. Jedoch dürfen auch Kinder und Familien nicht vergessen werden - denn vor allem viele Eltern erleben gerade eine Mehrfachbelastung durch Homeschooling, Homeoffice, Kinderbetreuung etc. Die psychische Belastung, unter der Kinder und Jugendliche aktuell leiden, darf nicht vernachlässigt werden. Eltern sollten in der Krisenzeit, sofern möglich, flexibler arbeiten können, um die Mehrfachbelastung zeitlich zu bewältigen. Zusätzlich halte ich finanzielle Hilfen für sinnvoll, um zu gewährleisten, dass allen Schülern die notwendige technische Infrastruktur für Home-Schooling auch zur Verfügung steht.
  • Dirk Uehlein - Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt
    Dirk Uehlein (ÖDP)
    Dirk Uehlein (ÖDP) | Bild: ka-news.de

    Für Familien und Kindern würde ich Beratungsangebote anbieten. Räume schaffen, wo sich Kinder und Eltern auch unter Einhaltung von Abständen treffen und sich austauschen können. Es geht da, denke ich, nur mit Gespräch. Wir müssen es möglich machen, dass sich Kinder in geschützten Räumen wie Jugendhäuser und Clubs treffen können, um dort gemeinsam zu spielen, zu lernen und Zeit zu verbringen.

    Beim Homeschooling leiden Kinder unter der fehlenden pädagogischen Betreuung (die leistungsstarken sind hier ausgenommen). Wir brauchen hier ausreichend Freiraum für die Lehrkräfte, damit sie das bewerkstelligen können. Man könnte zum Beispiel auch Sozialarbeiter einbinden.
  • Eike Zimpelmann - Ökologisch-Demokratische Partei / Familie und Umwelt
    Eike Zimpelmann (ÖDP)
    Eike Zimpelmann (ÖDP) | Bild: Melissa Betsch

    Familien hatten in der Krise immense Mehrbelastungen und die Wertschätzung dafür muss sich meines Erachtens auch in Form einer Bezahlung niederschlagen. Die ÖDP fordert generell ein Erziehungs- und Pflegegehalt, was ich absolut unterstütze. Erziehungsarbeit muss generell aufgewertet werden! Kinder haben auch sehr gelitten, durften Freunde nicht sehen und ihnen wurde – wie vom Bundesinnenministerium gefordert – Angst gemacht.

    Schüler leiden im Homeschooling vor allem unter fehlender pädagogischer Betreuung (die leistungsstarken sind hier ausgenommen). Wir brauchen hier ausreichend Freiraum für die Lehrkräfte, damit sie das bewerkstelligen können. Man könnte zum Beispiel auch Sozialarbeiter einbinden.
  • Fabian Gaukel - Volt
    Fabian Gaukel tritt für Volt bei der Landtagswahl 2021 an.
    Fabian Gaukel tritt für Volt bei der Landtagswahl 2021 an. |
    Für die Kinder müssen vor allem anständige Konzepte für Digital- sowie Präsenz-Unterricht erstellt werden. Um Familien zu entlasten, muss es auch Betreuungsangebote oder großzügige Urlaubsregelungen je nach Pandemiestand geben.
  • Michael Vogtmann - Volt
    Michael Vogtmann tritt für Volt bei der Landtagswahl 2021 an.
    Michael Vogtmann tritt für Volt bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Vogtmann
    Wir fordern kostenfreie Kitas, kleinere Schulklassen, mehr Lehrer und an der Realität orientierte Lehrpläne. Viele unserer Mitglieder sind Eltern und junge Leute. Viele dieser Menschen haben an unserem Programm mitgewirkt und sie wissen aus ihrem persönlichen Alltag, wo die Defizite liegen.
  • Alexander Buchfink - die Basis
    Alexander Buchfink tritt für die Basis bei der Landtagswahl 2021 an.
    Alexander Buchfink tritt für die Basis bei der Landtagswahl 2021 an. | Bild: Buchfink
    Soziale Kontakte, Freunde zu treffen, mit ihnen zu spielen - das ist kein extravaganter Luxus, keine egoistische Rücksichtslosigkeit. Das ist, was unsere Kinder glücklich macht und gesund hält. Schulen, Kitas und Sportvereine müssen geöffnet bleiben.

Bis Redaktionsschluss blieben manche Mails an die Kandidaten unbeantwortet. Sollten diese Antworten die Redaktion erreichen, werden diese nachgereicht und der Artikel aktualisiert. 

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Landtagswahl 2021 in Karlsruhe: Hier sammeln wir alle Ergebnisse, Umfragen und Infos zur Landtagswahl am 14. März 2021 in Karlsruhe sowie zu den 27 Kandidaten aus der Fächerstadt. Außerdem: Alles Wissenswerte rund um das Wahlverfahren und den Ablauf der Landtagswahl unter Corona-Bedingungen. Am Wahltag selbst werden hier zudem die Hochrechnungen und Ergebnisse der Landtagswahl in Karlsruhe veröffentlicht.
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  •   AlterMann
    (265 Beiträge)

    09.03.2021 12:10 Uhr
    Krisenzeiten?
    Manche von uns werden sich vielleicht noch daran erinnern, es gab mal eine Zeit da saßen Kinder mit ihren Müttern eingesperrt im Luftschutzkeller. Immer voll Angst dass das Haus über einem einstürzt oder der Vater nicht mehr von der Front zurückkehrt.
    Ein Schicksal das viele damals erleiden mussten.
    Und trotzdem sind aus dieser Generation Kinder die Erwachsenen geworden die nach dem Krieg Deutschland wieder aufgebaut haben.
    Und das alles ohne Smartphone, Internet, YT-Videos, ...
    Shopping ging damals übrigens auch nicht
    Im Vergleich zu damals leben die Kinder in dieser "Krise" immer noch im absoluten Luxus.
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  •   UngueltigDannZuLang
    (196 Beiträge)

    08.03.2021 15:35 Uhr
    Wie wollt ihr Kinder und Familien gerade jetzt in Krisenzeiten stärken?
    Das ist schon eine sehr gute Frage. Koennte sein, dass wir ueberfodret sind. Aber ich bin zuversichtlich. Nach uns gehts es auch weiter. Wenn auch nur Millionen oder Milliarden von Jahren.
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