137  

Karlsruhe Wildpark-Umbau Teil III: 860.000 Euro für Wellenbrecher und neue Stufen

Wenn ab Mitte Mai für den Karlsruher SC die Sommerpause beginnt, könnten im Wildparkstadion bald wieder Bagger und Bauarbeiter die Ränge besiedeln. Am Freitag, 1. Februar, verabschiedet der Bauausschuss der Stadt Karlsruhe mit großer Wahrscheinlichkeit den dritten Bauabschnitt für bessere Sicherheitsvorkehrungen. Nach den Wildpark-Modernisierungen der Jahre 2011 und 2012 würden nun die Maßnahmen mit den Arbeiten an den Blöcken D2 und E1 bis auf Weiteres abgeschlossen sein, erklärte Baubürgermeister Michael Obert auf Anfrage von ka-news. Zudem bestätigte er, dass noch dieses Jahr die Toiletten hinter den Gegentribüne saniert werden.

Während die Blöcke A1 und E4 bereits in der spielfreien Sommerpause 2011 modernisiert wurden, der Fanblock D1 und der angrenzende Kurvenblock A4 seit 2012 in neuem Glanz erstrahlen, folgen nun höchstwahrscheinlich in einem dritten und letzten Bauabschnitt die Bereiche D2 und und E1.

80 neue Wellenbrecher für Heim- und Gästefans

"Wenn sich an den Sicherheitsplänen nichts ändert, war es das erst einmal mit Umbauten im Wildparkstadion", erklärt Bürgermeister Obert im Gespräch mit ka-news. Er geht davon aus, dass die Mitglieder des gemeinderätlichen Bauauschuss am Freitag den dritten Bauabschnitt beschließen und weitere 860.000 Euro aus dem Stadtsäckel freigeben - und damit 30.000 Euro mehr, als in der städtischen Planung. Das geht aus der Vorlage der Stadtverwaltung hervor, nach der die Mitglieder am Freitag entscheiden (Link auf PDF). 

Insgesamt belaufen sich die Kosten für die drei Bauabschnitte auf rund 2,8 Millionen Euro. Wie in den bereits umgebauten Bereichen werden unter anderem neue Wellenbrecher eingebaut, da die alten nicht mehr den geltenden Sicherheitsvorschriften entsprechen. 52 Wellenbrecher werden zunächst abgebaut, ehe 80 neue ertüchtigt werden. Zudem werden die Trittstufen in den Blocks erneuert. Bei den mittlerweile über 50 Jahren alten Stehstufen sei nunmehr kein gleichmäßiges Profil vorhanden, so die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage.

Obert: "Toilettenanlagen werden saniert"

Folgt der Bauauschuss der Vorlage der Karlsruher Stadtverwaltung, erhält die Reif GmbH aus Rastatt den Zuschlag für die Arbeiten im Wildparkstadion. In einer öffentlichen Ausschreibung gaben sie nach Stadtinformationen das niedrigste Angebot ab und erfüllen die erforderlichen Voraussetzungen. Am Freitagnachmittag ab 16.30 Uhr entscheidet der Bauauschuss unter anderem über das Thema Stadion.

Im Gespräch mit ka-news hatte Baubürgermeister Obert noch eine weitere Information parat: "Die Toilettenanlagen hinter der Gegentribüne werden noch in diesem Jahr vor der Sommerpause Zug um Zug saniert." Hierfür seien die entsprechenden Aufträge schon vergeben. Rund 300.000 Euro nehme die Stadt für die Sanierung der Anlagen in die Hand, so Obert. Die Fans wird es freuen: das Thema Toiletten rund um das Stadion beschäftigt viele KSC-Anhänger schon eine längere Zeit.

Bei der Flutlichtanlage im altehrwürdigen Wildpark sieht Obert erst mittelfristig Probleme: "Es gibt keinen Ersatz für die Birnen, aber die Masten sind vollkommen in Ordnung." Deshalb sei bisher in diese Richtung nichts geplant von Seiten der Stadt.

Aktualisierung 1. Februar 17 Uhr

Der Bauausschuss der Stadt Karlsruhe hat am Freitagnachmittag unter der Leitung von Baubürgermeister Michael Obert die geplanten Baumaßnahmen einstimmig genehmigt. Voraussichtlich im März werde zudem mit der Renovierung der Toilettenanlagen begonnen, so Obert. Die aktuelle Situation dort sei "unzumutbar". Insgesamt gibt die Stadt rund 2,8 Millionen Euro für das Maßnahmenpaket aus. Das seien etwa 200.000 Euro weniger als ursprünglich veranschlagt, erklärte Obert.

Mehr zum Thema:

Modernisierung im Karlsruher Wildpark: KSC bekommt neue Wellenbrecher

Bauarbeiten im Wildparkstadion - KSC beantragt Auswärtsspiel

KSC-Mannschaft besucht renovierende KSC-Fans

ka-news-Dossier zum Wildparkstadion

Mehr zum Thema
KSC-Stadion: Aktuelle Nachrichten zum KSC-Stadion und dem geplanten Um- und Neubau im Wildpark. Alle Informationen zu Fläche, Miete und Größe und alle Neuigkeiten zum städtischen Eigenbetrieb und dem Vergabeverfahren.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (137)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Xapoklakk
    (648 Beiträge)

    04.02.2013 01:11 Uhr
    Warum muss der Fußball mit Steuergeldern subventioniert werden??
    In diesem Sport wir dermaßen viel Geld verdient, dass sich die Fußballvereine die Stadien selbst bauen könnten. Das traut sich aber kein Politiker zu fordern.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (683 Beiträge)

    07.02.2013 11:27 Uhr
    Außer dem Mainzer Stadion
    fällt mir im Moment kein Stadion in Deutschland ein, das fast ausschlieslichvon der Stadt/Land finanziert wurde. In den anderen Städten wurden immer Geldgeber gefunden, die das Stadion zum großen Teil finanziert haben. Deren neue Stadien stehen aber alle auf einem Vermarktungsfähigen Gelände. Also ganz ohne Unterstützung der Stadt geht es natürlich nicht. Der KSC hat in seiner Führung nachweislich Leute, die wissen wie man Geschäfte macht. Falls alle nötigen Gremien es endlich schaffen an einem Strang zu ziehen, dann schafft Karlsruhe es vielleicht, sich vom letzten Platz der Stadionrangliste zu verabschieden. Die dann fliesenden Steuereinnahmen bei jählich 500.000 Zuschauern und mehr kann jede Stadt gut gebrauchen. Es gibt sicherlich Ideen um ein Stadion ganzjährig nutzen zu können.
    Ich denke da an Veranstaltungsräume, Gastronomiebereiche, Wohn- Bürobereiche, Hotel usw. Ein Stadion sollte nicht nur für 20 Spiele im Jahr benutzt werden.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   melotronix
    (2846 Beiträge)

    01.02.2013 16:20 Uhr
    peinlich...peinlich...
    Ich kann Blitz nur beipflichten. Wie kann man mit dieser Flickschusterei ein marodes Stadion am Tropf erhalten, wenn man genau weiss, dass dieses Vorhaben ein Fass ohne Boden ist. Es ist einfach nicht zu fassen mit welcher Gleichgültigkeit weiterhin mit diesem Thema umgegangen wird. Dort 800.000 ..da 300.000 erhöhte Polizeikosten, weil die Fantrennung unzureichend ist.....
    es gibt Kosten-Nutzen Rechnungen.... betriebswirtschaftlich sinnvolle Vorgehensweisen. Der bei Wind und Wetter treue Fan wird doch von Seiten der Stadt permanent abgewatscht. Es ist einfach nicht zu fassen. Provinz ist noch gold ausgedrückt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Hexenbesen
    (1545 Beiträge)

    01.02.2013 19:01 Uhr
    @melotronix
    Besser kann man es nicht in Worte fassen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (1440 Beiträge)

    01.02.2013 11:38 Uhr
    willi
    das stimmt doch gar nicht. der kollege hat recht: wir spielen seit jahren mit brandschutzauflagen zwecks holztribüne.

    mach die augen auf und lass deine hetze
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   till
    (930 Beiträge)

    01.02.2013 13:35 Uhr
    Vollkommen falsch
    Siehe Anfrage und Antwort im Gemeinderat.

    2. Wie stellt sich die Lage speziell aus Sicht des Brandschutzes dar, und welche
    Maßnahmen ......

    Für die Gegentribüne wurde im Jahre 2011 durch ein Sachverständigenbüro eine Evakuierungsanalyse
    erstellt. Diese wurde gemeinsam mit dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft,
    dem Bauordnungsamt und der Branddirektion abgestimmt. Mit dem Einbau
    von zwei zusätzlichen, 2 Meter breiten Fluchttreppen im Bereich des Stadionwalls hinter
    der Gegentribüne kann das Schutzziel einer Entfluchtungszeit für die Gegentribüne von
    unter sechs Minuten erfüllt werden. Der Einbau der Fluchttreppen ist zwischenzeitlich abgeschlossen.
    Zusätzlich wird die Löschwasserversorgung auf der Gegentribüne erweitert und die Brandsicherheitswache erhöht. Mit den genannten Kompensationsmaßnahmen
    bestehen aus Sicht der Branddirektion keine Bedenken gegen eine weitere Nutzung der
    Holztribüne.
    http://www.karlsruhe.de/b4/gemeinderat/kalender/dokumente/download?dok=121018-38275-CB-99998:38275
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (683 Beiträge)

    01.02.2013 14:07 Uhr
    Natürlich ist das so
    Die Stadt will sich hier natürlich nicht ans Bein pinkeln lassen und erfüllt die Mindestanforderungen. Aber es ist eben alles nur notdürftige Flickschusterei. Dieser Kasten ist eine Blamage für die ganze Region.Wenn man mit Auswärtigen spricht findet man keine Worte der Entschuldigung für diese Bruchbude.
    Ich hoffe nur, dass die betreffenden Gremien in Zukunft besser zusammenarbeiten als in der Vergangenheit, damit hier etwas Vorzeigbares entstehen kann.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (1440 Beiträge)

    01.02.2013 13:41 Uhr
    ja und?
    das hast du ja gut erkannt, aber wie lange ist dieses gutachten vor dfb/dfl haltbar? zudem kostet zusätzliche wache wiederum mehr gelder... und es wird in zukunft immer mehr, imemr mehr erhaltungskosten bei fallender miete.

    findest du das gerechtfertigt für den steuerzahler?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (683 Beiträge)

    01.02.2013 13:07 Uhr
    Vollkommen richtig
    Schlieslich ist es egal in welcher Liga die 10.000 bis 29.000 Zuschauer kommen. Das mögliche Feuer interessiert das wenig.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (1440 Beiträge)

    01.02.2013 13:19 Uhr
    vorallem
    der staz über die flutlichtmasten, sowas sollet man sich mal genau anschauen. bedeutet nichts anderes, als dass die stadt in naher zukunft 4 neue sackteure masten aufstellen muss um den spielbetrieb zu gewährleisten. egal in welcher liga. was veile schon gesagt haben und aus eigeninteresse (speziell weil man gg IW ist) als falsch dargestellt wird: die stadt wird immer weiter flicken müssen. das kostet unmmengen an geld, macht den ksc nicht reicher und das stadion nicht schöner. man muss doch langsam mal zu potte kommen
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 .... 13 14 (14 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.