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Karlsruhe Probleme bei Stadion-Planung: "Eine Verzögerung, die dem Verein weh tut"

Verschiedene Firmen haben Angebote für einen Bau des neuen Fußballstadions abgegeben. Die Stadt prüft diese derzeit. Dieser Vorgang verzögert sich allerdings, wie aus der Pressemeldung weiter hervorgeht.

Die Bieterangebote zum "Neuen Fußballstadion im Wildpark" sind eingegangen und wurden in den vergangenen Wochen einer detaillierten Prüfung unterzogen. "Wie erhofft, weisen sie einen hohen Grad an gestalterischer Kreativität und unterschiedlichen innovativen Ideen auf", berichtet das Presse- und Informationsamt.

"Die Angeboten zeigen jedoch - darin sind sich KSC und Stadt nach intensiven Gesprächen einig – dass Bauabläufe sowie Leistungsinhalte zu prüfen und weiterzuentwickeln sind, um das durch den Gemeinderat vorgegebene Kostenbudget zu erreichen", heißt es in der Pressemeldung weiter. Das bedeutet, dass die eingegangenen Angebote wohl das freigehaltene Budget überschreiten.

Der derzeitige Umfang der Angebote führe zur Notwendigkeit, alternative bauliche Teillösungen zu durchdenken und Kosten zu reduzieren. "Die gewonnenen Erkenntnisse und identifizierten Optimierungspotenziale werden unter enger Einbindung des KSC in eine nächste Runde der Bieterverhandlungen münden", so die Stadt.

Verspätung in der Planungsphase

Die Phase der Prüfung und konzeptionellen Weiterentwicklung der Angebote nimmt einen größeren zeitlichen Rahmen in Anspruch als bisher absehbar. Bislang war geplant, noch in diesem Jahr die Arbeiten in Auftrag zu geben. Die Stadt geht dennoch weiterhin davon aus, auch in 2018 bauliche Maßnahmen zur Vorbereitung des Stadionvollumbaus durchzuführen.

Details zu den Angeboten will die Stadt derzeit mit einem Verweis auf Wettbewerbsbeschränkungen und Vergabeordnungen für Bauleistungen noch nicht nennen. Anschließend sei eine umfassende Information für die Öffentlichkeit geplant.

Aktualisierung, 8.15 Uhr

KSC-Präsident Wellenreuther bestätigte den Sachverhalt. "Das ist natürlich schade, denn es kommt nun zu einer Verzögerung, die dem Verein am meisten weh tut. Je früher wir ein fertiges Stadion haben, desto früher können wir anfangen, Geld zu verdienen", sagte der Vereinschef des Fußball-Drittligisten.

Der Jurist erachtet es nun als notwendig, die Bieterangebote qualitativ im Detail zu prüfen: "Der KSC wird sich da mit seiner Stadiongesellschaft voll einbringen. Bisher haben wir sehr gut mit der Stadt zusammengearbeitet und wir stehen auch weiter für jede Art der Kooperation zur Verfügung."

Der Text wurde nachträglich angepasst.

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  •   DonHasi
    (967 Beiträge)

    17.12.2017 11:53 Uhr
    Es läuft doch alles nach Plan...
    Für unsere Stadtverwaltung. Nordtangente verhindert. Gegen die Rheinbrücke wird geklagt. Die Bürger der Oststadt lässt man trotz IKEA und DM im Dreck ersaufen. Wenn es jetzt noch gelingt dank unrealistischer Wunschvorstellungen von Seiten unseres "Premiumsportvereins" und der Stadt das Stadion zu verhindern, alles richtig gemacht - Herr Mentrup. Nur ob es so mit der Wiederwahl klappt, als rot-grünes "Verhinderungskasperle" das bleibt abzuwarten. Aber wenigstens können wir dann bis ins Jahr 3000 jedes Jahr "Stadtgeburtstag" , Heimattage, Brigandefeschd u.a. auf die Beine stellen.
    Politik kann doch so schön sein....
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  •   soebbs
    (395 Beiträge)

    16.12.2017 15:55 Uhr
    Tja die Politik halt
    erst planen und Angebote einholen- dann genehmigen.
    Schätzen und dann Angebote einholen das hat noch nie funktioniert. Typisch für alles wo die öffentliche Hand die Ihrige mit im Spiel hat....
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  •   max
    (182 Beiträge)

    16.12.2017 13:07 Uhr
    Es wundert mich,
    dass der OB hier eine Erklärung abgeben muss. Für was haben wir eigentlich einen BAUBÜRGERMEISTER oder ist der Ausdruck CHAOTENBÜRGERMEISTER besser angebracht? Von dem hört und sieht man nichts, es sei denn er ist mal kurz im Zoo; er ist ja soooooo tierlieb oder doch nicht ???
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  •   stefko
    (2075 Beiträge)

    16.12.2017 13:17 Uhr
    OB? Filterblase???
    Der OB wird in dem Artikel nicht einmal erwähnt. Hier handelt es sich um eine Pressemeldung von der dafür zuständigen Stelle.

    Aber selbst angenommen diese Meldung würde vom Baubürgermeister stammen, käme doch auch dann garantiert eine Heulbacke um die Ecke und würde sich beschweren, dass sich der OB bei einem soooo wichtigen Thema nicht selbst äußert (Chefsache und so ...) zwinkern
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  •   andi-b7
    (2862 Beiträge)

    16.12.2017 11:37 Uhr
    Ganz ehrlich von dieser vielen Laberei In KA habe ich echt die Schnauze voll
    Geht den In Karlsruhe gar nichts mehr ?
    Messe keine Tribünen keine Bestuhlung !
    Sporthallen ?
    Europahalle 3 Jahre Unfähigkeit des GMR
    Stadion ?
    Theater?
    Tunnel Hauptsache teuer aber ohne Wert.
    Rheinbrücke? Seit 10. Jahren hätte man direkt neben der alten die neue bauen können und aufschieben,
    Leider labert man da weitere 10. Jahre.
    Karlsruhe viel vor und leider nichts dahinter.

    Mal einen Vorschlag an Stadt und KSC damit mal endlich was geht.
    Zuschauer Plätze runter auf 30.000 und während der Baustelle Umzug nach Straßburg.

    Und fangt endlich an es kapiert sonst keiner mehr........
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  •   teflon
    (2634 Beiträge)

    15.12.2017 17:02 Uhr
    Neues aus der Anstalt
    - der Welli ist einfach unglaublich in seiner selektiven Wahrnehmung der Wirklichkeit.
    Wer die Musik bestellt, der zahlt - und das wird in Schilda wieder mal sauteuer.
    Am Schluss zahlt es eh der Steuerzahler, weil der Verein die Flügel streckt
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  •   Eckfaehnchen
    (2676 Beiträge)

    15.12.2017 17:23 Uhr
    Das Stadion
    gehört der Stadt und damit auch den Steuerzahlern zur Nutzung. Der KSC ist und bleibt nur der Mieter !
    Und wenn die Trans -funzel -stadt-verwaltung in die Gänge gekommen wäre, hätte sie die Schüssel schon
    vor 20 Jahren bauen können. Das Ding wäre heute schon fast bezahlt. Stattdessen wurde immer wieder
    Flickschusterei betrieben, die auch einen Haufen Geld gekostet hat.
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  •   chris
    (663 Beiträge)

    15.12.2017 16:20 Uhr
    Blick nach FREIBURG oder Augsburg!!!
    Blicken wir nach Freiburg oder Augsburg stellt man fest, dass es dort tolle Stadien für "relativ" wenig GELD gibt. Ist die Stadtverwaltung dort besser? Der Beton dort billiger? Was ist bloß los in der Stadt Karlsruhe? Warum immer solche Probleme, die es woanders schlichtweg nicht gibt???
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  •   stefko
    (2075 Beiträge)

    15.12.2017 16:48 Uhr
    Blick nach Freiburg
    1) ist das "reine" Stadion dort auch nicht billiger als hier (~70Mio)
    2) beteiligt sich der SCF schon zu Baubeginn mit rund 20 Mio an den Kosten
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  •   chris
    (663 Beiträge)

    15.12.2017 17:11 Uhr
    hajooo
    hajooo, aber warum klappt das net bei uns so? Man draf net vergessen...in KA fließen einige Mio auch vom Land!
    Warum baut man nicht einfach eckig, typisch englisch, schlicht und nen einfachen, aber sicheren Stadionkessel? Beton in Karlsruhe kostet das Doppelte?
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