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Karlsruhe Neues KSC-Stadion: Stadt Karlsruhe kauft benötigte Grundstücke!

Gute Nachrichten für alle KSC-Fans: Die Stadt Karlsruhe hat am Freitag die für den Umbau des Wildparkstadions benötigten Grundstücke erworben. Laut Presseinformation hat sie die entsprechenden zwei Verträge mit dem Land unterschrieben. Schwieriger gestalten sich die letzten Verhandlungen zwischen Stadt und KSC - hier fehlen weiterhin die Unterschriften unter den fünf entscheidenden Verträgen.

Vom Land gekauft wurde der sogenannte "Alte Rasen", der für die Einrichtung eines neuen Trainingsplatzes notwendig ist, und der Bereich der KIT-Tennisplätze, auf dem ein Hospitality-Parkhaus geplant ist. Die Flächen grenzen unmittelbar an das jetzige Wildparkstadion an und gehörten dem Land Baden-Württemberg.

Einen zweiten Vertrag hat die Stadt mit der Staatsforstverwaltung des Landes geschlossen. Die erworbenen Waldflächen entlang der Friedrichstaler Allee und in Gestalt des sogenannten Birkenparkplatzes sind wichtiger Bestandteil des neuen Sicherheitskonzepts, bei dem vor allem auch die Trennung der unterschiedlichen Fanströme zu Spielbeginn und -ende gewährleistet werden soll.

Der Preis der beiden Grundstücke wird vonseiten der Stadt nicht kommuniziert - im Juni 2016 kalkulierte die Stadt allerdings mit Erwerbskosten zwischen 2,21 und 4,36 Millionen Euro. Hinzu kommen Kompensationsmaßnahmen zwischen 2,75 und 3,36 Millionen Euro.

Zwei Monate Puffer: Stadt hat Rücktrittsrecht

Damit ist ein wichtiger Punkt in Bezug auf den Neubau im Wildpark geklärt. Offen bleiben weiterhin die fünf Verträge, welche zwischen Stadt und KSC ausgehandelt werden müssen. Sollten diese nicht zustande kommen und der Neubau kippen, so will man eine der beiden Flächen wieder an das Land zurück geben.

"Das Land räumt der Stadt in dem Vertrag ein auf zwei Monate befristetes Rücktrittsrecht ein, da diese Flächen nur gebraucht werden, wenn das Stadion tatsächlich gebaut wird", so die Stadt in entsprechender Presseinformation. Es handelt sich hierbei um die sogenannte "Alte Rasen"-Fläche.

Mentrup: KSC ist am Zug

"Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht, der Ball liegt nun weiter in der Spielhälfte des KSC", unterstreicht Oberbürgermeister Frank Mentrup und appelliert an den KSC als künftigen Pächter: "Schaffen Sie gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe jetzt zügig die Voraussetzungen, damit die Verträge bis Ende Oktober unterschriftsreif sind."

Schon die bisherige Verzögerung gefährde den geplanten Bauablauf, jede weitere sprenge den kalkulierten und vom Gemeinderat festgelegten Kostenrahmen. "Wir wollen und brauchen jetzt Klarheit, nur dann ist eine Umsetzung im Rahmen der Gemeinderatsbeschlüsse noch möglich", ergänzt das Stadtoberhaupt.

Wo liegen die letzten Knackpunkte?

Beim Karlsruher SC zeigt man sich zuversichtlich und äußert auf ka-news-Nachfrage: "Die Vorgabe der Stadt für die Fertigstellung der Verträge bis Ende Oktober kann im Hinblick auf den erforderlichen Beitrag des Vereins erfüllt werden."

Aus Sicht des Vereins seien - wie bei der Mitgliederversammlung am 25. September berichtet - die Vertragsinhalte nahezu vollständig vereinbart. "Die Anpassung der Verträge hinsichtlich der Verhandlungsergebnisse aus den Gesprächen unter der Leitung von Herrn Grenke findet seit dem 11. Oktober intensiv statt und dauert an", so KSC-Präsident Ingo Wellenreuther gegenüber ka-news.

Wo genau die letzten Knackpunkte liegen, darüber will man sich weder bei der Stadt, noch beim Karlsruher SC äußern. Unterschiedliche Einschätzungen scheint es hingegen in Hinblick auf den geplanten Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnungen zu geben.

KSC ist zuversichtlich

"Wir sind zuversichtlich, dass der Abschluss bis Ende Oktober erreicht werden kann", heißt es vonseiten des KSC. Auf die Frage, wie er die Chancen einschätze, dass die Verträge zwischen Stadt und KSC bis Ende Oktober zustande kommen, antwortete Oberbürgermeister Mentrup Anfang dieser Woche gegenüber ka-news: "50:50."

In einer aktuellen Pressemeldung äußert sich Mentrup: "Im Sinne der Sportstadt Karlsruhe und für eine wirtschaftlich tragfähige Zukunft für den KSC als einer ihrer wichtigsten Imageträger hoffe ich auf einen erfolgreichen Abschluss der zurzeit noch anstehenden Abstimmungsgespräche."

Welche fünf Verträge werden geschlossen?

1. Pacht- und Betreibervertrag: Er regelt wechselseitige Rechte und Pflichten der Stadt und des KSC bezogen auf den Betrieb des neuen Stadions. Hierin enthalten ist: Definition Pachtobjekt, Pachtzahlungen, Instandhaltung, Möglichkeit des Ankaufs des Stadions, etc.

2. Mietvertrag über Freiflächen: Er regelt die wechselseitigen Rechte und Pflichten der Stadt Karlsruhe und des KSC bezogen auf die Freiflächen des gesamten KSC-Geländes. Der Stadionkörper ist ausgenommen. Weiterhin legt er die notwendige Infrastrukturmaßnamen fest, die auf Grund des neuen Stadions und einer veränderten Nutzung verschiedener Flächen notwendig sind. Hierzu gehören: Trainingsplätze, Amateurstadion usw.

3. Entwicklungsvertrag: Er regelt die Zusammenarbeit der Parteien und die Rechte und Pflichten während der Vergabe-, Planungs- und Bauphase für das neue Stadion. Weiterhin regelt er die Konkretisierungen und Festlegungen der Planung des Stadions unter Mitwirkung des KSC

4. Interimspachtvertrag: Er regelt die Rechte und Pflichten von Stadt Karlsruhe und KSC im Hinblick auf das Bestandsstadion während der Bauphase. Hierzu gehört: reduzierte Pacht für den KSC, Übernahme der Kosten für die Provisorien inklusive Ausstattung durch die Stadt, Kosten während laufenden Spielbetrieb, etc.

5. Kauf- und Erbbaurechtsvertrag: Er ermöglicht dem Verein, wie im Letter of Intent vereinbart, Eigentümer des Stadions zu werden. Er beinhaltet ein Berechnungsmodell des Kaufpreises zum jeweiligen Ankaufszeitpunkt und regelt wechselseitige Rechte und Pflichten der Stadt und des KSC nach dem Ankauf des Stadions durch den KSC

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  •   pilarskyArena2020
    (236 Beiträge)

    12.12.2016 22:02 Uhr
    Der VfB hat für 80 Millionen umgebaut
    Im Ergebnis, der VfBähhh spielt derzeit auch nur zweitklassig.
    80 Millionen für einen Umbau (ohne merklichen Mehrwert so in Sachen Stimmung und Spaß ) .
    Für 80 millionen baut Hoppenheim mal eben ne ganze Arena und hat noch 30 Millionen Puffer !
    Wo genau heti, muss ich jetzt beeindruckt sein???
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    12.12.2016 23:16 Uhr
    Eventuell
    von einem Zuschauerschnitt von 48000 in der zweiten Liga? Rekord.

    Auch wenn das Spiel gegen 96 heute abend einigermassen verdient verloren ging.
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    13.12.2016 01:30 Uhr
    Verdient verloren ging...
    wenigstens bist du ehrlich. Wenn man sich so dämlich anstellt gehört es einem nicht besser. Kopfschüttel.
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