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Karlsruhe Lässt die Stadt die KSC-Fans im Regen stehen? Gemeinderat entscheidet über Dächer für provisorische Tribünen - "Ohne Dach keine 2. Liga"

Jahrelang standen die Fans des KSC oder auch die Gäste-Fans in der Nord- und Südkurve unter freiem Himmel. Wenn nun durch den Umbau die provisorischen Tribünen kommen, könnten die ein Dach bekommen. Darüber entscheidet nun der Gemeinderat, ob er über 1 Millionen Euro locker macht, damit der Karlsruher SC die Statuten der DFL einhalten kann.

Die Vorabmaßnahmen für den Neubau des Stadions laufen seit Monaten auf Hochtouren: Neue Flutlichtmasten wurden aufgestellt und die Erdwälle samt der Sitzplätze der Nordkurve abgetragen. Hier sollen ab Anfang  provisorische Tribünen stehen, damit auch während des Umbaus zahlreiche Fans ihren Platz finden. Aber: ohne Dach! Bisher zumindest. Denn ob die Fans auf den Tribünen aus Stahlrohren im Regen stehen, entscheidet am Dienstag der Karlsruher Gemeinderat. Immerhin geht es um 1,4 Millionen Euro, die für die beiden Dächer investiert werden müssten. 

Und die Dächer scheinen notwendig, nicht nur, damit die Fans nicht im Regen stehen. "Die Dächer sind nicht nur für den Komfort, sondern auch für die Sicherheit. Etwa wenn Schnee liegen sollte, damit nicht alles zugeschneit ist und den Fans etwas passiert", erklärt Florian Kornprobst, Pressesprecher des KSC gegenüber ka-news. Doch es geht um noch viel mehr: Die Lizenz für die kommende Saison! 

Ohne Dach keine 2. Liga?

Eine überdachte Tribüne ist laut Statuten der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Voraussetzung für eine Lizenzierung. Um die bangt der Karlsruher SC also gerade, denn die Abgabefrist für die Lizenzerteilung endet am 1. März. "Wenn einige Bestandteile der Anforderungen nicht erfüllt werden können, dann wird die Lizenz nur unter Auflagen genehmigt, etwa dass ein Dach schnellstmöglich angefertigt werden muss", erklärt Christopher Holschier, Pressesprecher der DFL, im Gespräch mit ka-news. "Wir wissen aber, dass gerade bauliche Änderungen nicht von heute auf morgen passieren!" 

Das KSC-Stadion ist heute erneut im Gemeinderat. | Bild: Collage/Eich/ka-news

Mit einer Ausnahmegenehmigung musste der KSC in den letzten Jahren leben - bekannterweise haben die Nord- und die Südkurve kein Dach über den (Sitz-)Plätzen. "Die musste jedes Jahr neu beantragt werden, denn in der zweiten Liga ist es eben Vorschrift", erklärt der KSC-Pressesprecher weiter. Daher appelliert der Verein an den Gemeinderat, erhöht den Druck auf die städtischen Politiker. 

KSC erhöht den Druck auf die Stadträte

"Aus unserer Sicht ist eine Entscheidung für das Dach alternativlos, denn sie ist Voraussetzung für die Lizenterteilung der zweiten Liga", so Geschäftsführer des Karlsruher SC, Michael Becker, in einer Pressemeldung des Vereins. Auch er verweist auf die Ausnahmegenehmigung, jedoch könnte es im April, wenn die DFL die Lizenzen erteilt, zu spät sein für den Bau eines Dachs auf den beiden Tribünen. "Es besteht also das Risiko: Kein Dach, kein Zweitligafußball in Karlsruhe - trotz eventueller sportlicher Qualifikation", so Becker weiter und erhöht damit den Druck auf die Stadträte. 

Beim Eigenbetrieb "Fußballstadion im Wildpark" (EIBS) hingegen spricht man von einer "risikobehafteten Phase": "Wir wissen nicht, wohin die Reise mit dem Verein geht. Wir haben die Tribünen eingeplant, die Dächer sind allerdings optional, aber noch nicht beauftragt", sagt Werner Merkel, Betriebsleiter des des EIBS. 

Sind die Dächer wirtschaftlich? 

1,4 Millionen Euro sollen die Dächer also kosten, die schon im Budget für den Neubau enthalten sind. Ob eben dieser Betrag nun locker gemacht wird, darüber entscheidet am Dienstagnachmittag der Gemeinderat. Unter Punkt 13 geht es um den "Abruf der Mietoption Tribünendächer der provisorischen Tribünen Nord und Süd". Wie genau diese Mietoptionen allerdings aussehen werden, ist ka-news noch nicht bekannt, da die entsprechenden Unterlagen aus dem Gemeinderat trotz Nachfrage bei der Stadt Karlsruhe noch nicht vorlagen (Stand 25. Februar, 17 Uhr).

Dabei werden die Karlsruher Stadträte sicherlich die Wirtschaftlichkeit im Sinn haben: "Die Tribüne in der Nordkurve ist ab April im Einsatz und wird etwa 24 Monate stehen, die in der Südkurve nur etwa elf Monate", so Merkel im Gespräch mit ka-news. "Wir haben dem Gemeinderat alle Szenarien zur Verfügung gestellt, das ist die Grundlage auf der sie entscheiden können!"

Flutlichtmastaufstellung am 10.01.2019 beim Karlsruher SC.
Werner Merkel, Betriebsleiter des städtischen Eigenbetriebs "Fußballstadion im Wildpark". | Bild: Tim Carmele

Egal wie die Stadträte am 26. Februar abstimmen werden, beim EIBS ist man vorbereitet: "Wir sind so aufgestellt, dass wir in alle Richtungen agieren können", weiß Werner Merkel. Ab April finden dann etwas mehr als 5.000 Fans auf der provisorischen Tribüne in der Nordkurve ihren Platz, bevor es dann der Südtribüne an den Kragen geht. 

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  •   mixe
    (1191 Beiträge)

    26.02.2019 05:36 Uhr
    warum bezahlt der ksc das dach nicht selbst
    er ist doch auch in der lage die vielen millionen vom steuerzahler zurück zu zahlen? wo bitte ist denn das problem für den ksc? oder will er , wie viele menschen vermuten, nur ein steuerfinanziertes stadion haben was er ja sooo entschieden verneint. ich denke ....er will ein stadion und nur extrem wenig dafür zahlen und der steuezahler soll bluten.
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  •   andi79
    (2868 Beiträge)

    26.02.2019 10:59 Uhr
    wenn du eine Wohnung mietest
    dort umgbaut wird, und wärend des umbaus der Wasser und Stromanschluss provisorisch neu verlegt werden muss.... zahlst du als Mieter diese kosten selbst oder verzichtest du so lange einfach auf Wassern und Strom? Oder soll das doch lieber der Vermieter zahlen?
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  •   Nico1966
    (355 Beiträge)

    26.02.2019 07:29 Uhr
    Steuerzahler soll...
    Jo,warum muss der Steuerzahler für eine U-Strab oder ein 300 Millionen Protz-Theater bluten? Viele fahren keine Bahn oder gehen ins Theater.Paar Millionen hin oder her,hier gibt es keine Reaktion,wenn’s teurer wird.Außerdem fallen die Entsorgungakosten der Erdwälle geringer aus,also ist auch eine provisorische Überdachung machbar.
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  •   Arrows
    (104 Beiträge)

    26.02.2019 12:07 Uhr
    Hajmo
    Was bist Du für ein D.babbler.
    Airbus ist kein Privatunternehmen?
    Und für Flughafen BER und die Gorch Fock hast Du natürlich gern Steuern bezahlt.
    Ihr Steuerjammerer seid nur noch peinlich. Mimi Deutschland.
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  •   hajmo
    (4188 Beiträge)

    26.02.2019 13:19 Uhr
    Nicht nur lesen, auch verstehen
    D.H., dass man das Gelesene im Kopf auch verarbeiten kann - woran es bei dir offensichtlich mangelt.

    Wo habe ich denn über Steuern gejammert? Lies nochmals nach, vielleicht hilfts.

    Und noch was zum Thema D.babbler. Warum gleich beleidigend werden, nur weil dir die Argumente ausgehen? Ab in die Ecke und schäm dich!
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  •   Arrows
    (104 Beiträge)

    26.02.2019 14:00 Uhr
    Argumente...
    Was sind denn Deine Argumente?
    Das was Du vorbringst sind keine.
    Ich argumentiere mit Airbus, Gorch Fock, etc.
    Wo sind Deine Antworten darauf?
    Hast Du keine?
    Setzen 6.
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  •   hajmo
    (4188 Beiträge)

    26.02.2019 11:15 Uhr
    KSC ist ein "Privat"-Betrieb
    Theater und ÖPNV sind öffentliche Einrichtungen - was gibt es da nicht zu verstehen?
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    26.02.2019 16:00 Uhr
    Eigentümer des Stadions
    ist und bleibt die Stadt Karlsruhe. Der KSC ist Mieter und Benutzer. Was kann der KSC dafür, dass die DFL solche Vorschriften macht ? Beschwere dich in Frankfurt.
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  •   Nachteule
    (689 Beiträge)

    26.02.2019 04:57 Uhr
    Zwote Liga ohne KSC aber mit Dach
    Die Posse um das Karlsruher Volksstadion geht weiter. Es ist einmalig in D, dass ein neues Fußballstadion komplett vom Steuerzahler vorfinanziert wird. Das geht wohl nur, wenn der Vereinspräsident gleichzeitig Kreisvorsitzender der größten Fraktion im Gemeinderat ist. Auch das ist einmalig in D...
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  •   malerdoerfler
    (5899 Beiträge)

    25.02.2019 21:27 Uhr
    Mit Dach
    vielleicht auch keine 2. Liga.
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