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Karlsruhe KSC reicht Beschwerde gegen DFL-Entscheidung ein: Streit zwischen Mentrup und Wellenreuther "beigelegt"

Wie die Stadt Karlsruhe und der Karlsruher SC in einer gemeinsamen Presseerklärung am Freitag mitteilen, wurde bei der DFL gegen die Entscheidung, dem KSC keine Ausnahmegenehmigung zu geben, Beschwerde eingelegt. Nun liegt es an der Deutschen Fußball Liga, die den Antrag erneut prüfen muss, ob der KSC in der 2. Liga ohne Dach spielen darf.

Am Ende der Woche gibt es nun einen Lichtblick in Sachen Tribünendächer und dem öffentlich ausgetragenen Streit zwischen dem KSC und der Stadt Karlsruhe. Wie beide Parteien in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, wurde nun seitens des Vereins Beschwerde gegen die Entscheidung der DFL eingereicht. "Der Karlsruher SC hat in enger Abstimmung mit der Stadt Karlsruhe am Donnerstag, 25. April, fristgerecht Beschwerde gegen die Ablehnung des Ausnahmeantrags nach Nichtüberdachung der provisorischen Südtribüne im Wildparkstadion eingelegt", heißt es in der Pressemitteilung. 

Rundgang Wildparkstadion provisorische Tribüne
Bild: Hammer Photographie

Die DFL hatte am Dienstag im Bescheid an den KSC über ihre erste Entscheidung im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens zur 2. Bundesliga gefordert, alle Tribünenplätze auf der provisorischen Südtribüne - einschließlich des Hauptumlaufbereichs im Wildparkstadion - bis spätestens 1. September 2019 zu überdachen.

Gilt im Wildpark Bestandsschutz? 

In seiner gemeinsam mit dem städtischen Eigenbetrieb "Fußballstadion im Wildpark" (EIBS) erarbeiteten Beschwerde listet der KSC eine ganze Reihe gewichtiger Argumente auf, die die DFL davon überzeugen sollen, eine Ausnahmegenehmigung für die Zweitliga-Saison 2019/2020 zu erteilen. "Dazu gehören die seit den 90er Jahren bestehenden Ausnahmeregelungen für das Bestandsstadion wie das Engagement der Stadt zur Sicherstellung eines künftig uneingeschränkten lizenzrechtlichen Zustands mit Umsetzung des Vollumbaus bis 2022", schreiben Stadtverwaltung und KSC. 

Stand Bauarbeiten Wildpark April 2019
Bild: Thomas Riedel

Als weitere Gründe, die für die Ausnahmegenehmigung sprechen sollen, wird die Standdauer der provisorischen Südtribüne von höchstens zwölf Monaten angeführt. "Aus deren Überdachung entsteht ein unverhältnismäßiger Kostenaufwand aus Steuermitteln, sowie die organisatorischen Maßnahmen zur Verbesserung der Unterbringung der Gästefans teilweise auch auf der Haupttribüne", heißt es. Darüber hinaus erinnert die Beschwerde die DFL an ihre geübte Praxis der mehrjährigen Ausnahmegenehmigungen für andere Vereine.

Vor dem Hintergrund der Sitzung des Betriebsausschusses des Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark am 10. Mai und der Sitzung des Gemeinderats am 14. Mai hat der Verein die Deutsche Fußball Liga um eine zeitnahe Entscheidung gebeten.

Laut Pressemeldung sei nun auch die Meinungsverschiedenheit zwischen Oberbürgermeister Frank Mentrup und KSC-Präsident Ingo Wellenreuther beigelegt. 

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  •   enzkreisler
    (17 Beiträge)

    27.04.2019 11:36 Uhr
    Kosten
    Wohl sind die Kosten der temporären Überdachung nicht ohne,aber im Gesamtpreis enthalten.Was mich wundert ob der Kosten eines Stadionprojekts:warum wurde nicht auf eine Multifunktionalität mit schliessbarem Dach zur besseren Auslastung,dafür vielleicht nur 28000 Plätzen geachtet.Man hätte sicher damit Grosshallenveranstaltungen holen können,hätte Mehreinnahmen und ein Hallenproblem weniger gehabt-bei der Lage ,nur 15 Min Fussweg vom Zentrum ,wenig nachhaltig gedacht
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  •   egg-stoiner
    (49 Beiträge)

    26.04.2019 22:16 Uhr
    Interview Baden-TV
    .. mit H.Wellenreuther ist an rumeiern kaum zu übertreffen.
    Allein die Aussage man hätte den Bescheid besser lesen müssen bevor man an die Presse geht ist unglaublich. Dem KSC-Präsi sitzt anscheinend tatsächlich noch immer die Wahlniederlage gegen
    H. Mentrup in den Gliedern.
    "Jetzt haben wir ihn und den Stadtrat!" war wohl der erste Gedanke und legte unüberlegt gegen alle los.
    "Keine Lizenz für den KSC!!" hieß es prompt bundesweit.
    Und das Entsetzen war erstaunlicherweise entsprechend groß.

    Am Abend die ersten kleinlauten Aussagen des KSC: wir haben doch die Lizenz für die 2.Liga .
    Jetzt dieses unfassbare Geschwätz von H.Wellenreuther: Fehler gemacht, zu früh, wir bessern uns, wir entschuldigen uns, wir haben gelernt usw.
    Nur hört man das nicht zum ersten Mal.

    Aber ich hoffe, es ist zum letzten Mal.
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  •   silberahorn
    (9840 Beiträge)

    27.04.2019 10:06 Uhr
    "unter Männern"
    hat man das jetzt geregelt. Wollte er mit dem Satz im Interview gleich mal darauf einstimmen, dass nächstes Jahr bei der OB -Wahl von der CDU lieber wieder keine Frau aufgestellt wird?
    Schon peinlich so eine Betonung auf das Geschlecht, weil er dazu auch nichts selbst beigetragen hat.
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  •   Deisyy
    (270 Beiträge)

    26.04.2019 19:29 Uhr
    Mentrup und Wellenreuther
    ein sportliches Traumduo mit hohem Unterhaltungswert, immer nach dem Motto: Haut euch bis die Fetzen fliegen zwinkern
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  •   patrickkk
    (1257 Beiträge)

    26.04.2019 18:08 Uhr
    Gut so
    Der KSC und die Stadt müssen da zusammen an einem Strang ziehen.
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  •   Garrincha
    (475 Beiträge)

    26.04.2019 16:47 Uhr
    Welle rudert mit voller Kraft zurück
    Empfehlung an den KSC-Vorstand: Erst denken dann handeln und nicht die Hand beißen die einen füttert.
    Alles andere ist schäbig.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11257 Beiträge)

    26.04.2019 17:24 Uhr
    rechtzeitig ist der Präsi-Basher wieder ans Tageslicht gekommen
    Gruss ans alle, die noch nicht bemerkt haben, dass es hier nicht um Politik, sondern um Fußball geht...
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  •   357.Magnum
    (80 Beiträge)

    26.04.2019 22:09 Uhr
    Wellenreuther geht es immer um Politik
    oder glauben Sie noch an den Osterhasen?
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  •   Lipa
    (813 Beiträge)

    26.04.2019 17:22 Uhr
    erst denken
    dann handeln, und nicht die Hand beißen die einen füttert. So ist es und ich würde sogar soweit gehen, dass es falsch war, Sandrock gehen zu lassen, weil er sehr gute Beziehungen zum DFL hatte, die man dann in einer partnerschaftlichen Atmosphäre hätte nutzen können; das ganze Geschrei drumrum wäre in dieser Art nicht notwendig geworden.
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  •   KSCPfälzer
    (8 Beiträge)

    26.04.2019 16:53 Uhr
    In
    welcher Partei ist Welle ?
    Der ist so doof wie seine Chefin.
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