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Karlsruhe KSC-Stadion kostet jetzt 123 Millionen Euro: Erdwälle enthalten, Parkhaus nicht

Eigentlich sollte schon Baubeginn sein, doch jetzt geht es erst einmal wieder um die Preisfrage: Am Dienstag muss der Gemeinderat darüber entscheiden, wie man das Projekt mit den gestiegenen Kosten umsetzen möchte. Am Freitag informieren Stadt Karlsruhe und Karlsruher SC in einem Pressegespräch über die aktuellen Kosten, die Altlast Erdwälle und die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs während des Umbaus. ka-news war live dabei.

ka-news wird in weiteren Artikel detailliert zu den Vorabmaßnahmen und Änderungen in der Kostenkalkulation berichten. Die Aktualisierungen hier im Live-Ticker sind beendet.

Aktualisierung um 12.37 Uhr: KSC zahlt Parkhaus

Der neue Kostenrahmen für das Wildparkstadion liegt bei 122,95 Millionen Euro: Sie setzen sich aus 82,30 Millionen Euro für das Stadion sowie 28,65 Millionen Euro für Infrastrukturmaßnahmen und 12 Millionen Euro aus der Vorabmaßnahme zusammen. In den Vorabmaßnahmen sind neun Millionen für die Kampfmittelerkundung enthalten, welche die Stadt als Inhaber des Geländes trägt. Drei Millionen werden vom KSC getragen, weil damit zwei Ersatz-Tribünen errichtet werden, damit der Spielbetrieb im Wildpark weitergehen kann.

Außerhalb der Vorabmaßnahmen "Kampfmittelerkundung", welche am kommenden Dienstag zur Entscheidung ansteht, haben Stadt und KSC sich zu folgenden, weiteren Kostenreduktionen entschlossen: Es wurde eine Anpassung des Leistungsumfangs der Funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) vereinbart, es entfallen erhebliche Teile der Provisorien, außerdem übernimmt der KSC die Finanzierung des Parkhauses. Dafür wurde der Refinanzierungszeitraum für das Stadion von 33 auf 35 Jahre erhöht.

Geprüft wurde die Auslagerung des Spielbetriebs, jedoch mangels Möglichkeiten verworfen. Nach Prüfung ebenfalls verworfen, wurde die Drehung der Haupttribüne verworfen - "aufgrund von technischen und den Betrieb betreffenden Faktoren". Zum Zeitplan: Bislang wird geplant, im November 2019 (hier gibt es einen Fehler in den städtischen Unterlagen) mit dem Vollumbau zu beginnen. Als Bauzeit werden zwei Jahre angesetzt. Eine Verringerung der Bauzeit ist bislang nicht vorgesehen.

Die Ausschreibung für die Vorabmaßnahmen zur Kampfmittelerkundung sollen nach Entscheidung des Gemeinderats am Dienstag, starten. Bereits im Oktober 2018 sollen die Vorabmaßnahmen starten. Der Zuschlag für die Vorabmaßnahmen wird im Sommer fallen: Zusammen mit der Entscheidung für einen Bauträger zum Vollumbau wird der Gemeinderat sich mit beiden Vergabeentscheidungen beschäftigen. Dann werden die Zahlen für beide Ausschreibungen in den Gemeinderatsunterlagen als Entscheidungsgrundlage ersichtlich sein.

Aktualisierung um 12.22 Uhr: Entsorgung Wälle kosten 9 Millionen

Die Entsorgung der Wälle sind mit Kosten von rund neun Millionen Euro angesetzt. Diese sollen aus dem städtischen Haushalt gestemmt werden. Das ist deutlich günstiger, als bislang in Voruntersuchungen angenommen - zuletzt lag die Summe für die Abbruchmaßnahmen im zweistelligen Millionenbereich.

Die Kosten für die Entsorgung sei gesunken, weil aktuelle Untersuchungen mit über 50 Bohrungen zeigen, dass über 80 Prozent des Wallmaterials wieder verwendet kann. Dieses soll vor Ort in einem neu modellierten Wall zum Einsatz kommen - Kosten für den Transport der Erdmassen sollen so reduziert werden.

Aktualisierung um 12.13 Uhr: Risiko für Kostensteigerung senken

Oberbürgermeister Frank Mentrup äußert sich zu den vorliegenden Bieterangeboten: Das Ziel, dem Bauträger (welcher im Laufe des Jahres gefunden werden soll) das Baufeld kampfmittelfrei zu überlassen, sei eine Frage der Risikokalkulation. Es habe nun eine Neueinschätzung der Risiken gegeben, welche Handlungsbedarf erfordern.

Der Stadionkörper war mit rund 85 Millionen Euro ausgewiesen: Darin enthalten waren auch das Parkhaus, Provisorien und ein gewisser Betrag für Unvorhergesehenes sowie der Umgang mit den Wällen, so Mentrup. "Die Angebote der Bauträger zeigen nun, dass doch alle Angebote stärker in die Wälle eingreifen, als wir uns vorgestellt haben", so Mentrup. Zum Beispiel Tiefgründungen, welche Kampfmittelsondierungen notwendig machen.

Würde man die Kampfmittelsondierung nicht als Vorabmaßnahme auslagern, so hätte es ein deutlich höheres Risiko und berechtigte Forderungen an die Bauherrin, die Stadt Karlsruhe, gegeben. Denn: Für den Baugrund ist immer der Bauherr verantwortlich. "Wir hätten eine möglicherweise unkalkulierbare Belastung für die Stadt gehabt", sagt Mentrup. Hinzu kommt, dass der Vergabekorridor zeitlich und finanziell, welcher der Gemeinderat für das Projekt vorgegeben hat, gefährdet wäre. Die Vorabmaßnahme ist ein "wesentlicher Aspekt mit dem wir es schaffen, im Vergabekorridor zu bleiben und das 'Go' des Gemeinderats zu halten", so Mentrup.

Aktualisierung um 11.40 Uhr: Es soll kampfmittelfreie Baufläche übergeben werden

Der kleine Sitzungssaal im Rathaus ist gut gefüllt. Es sei dem Präsidenten des KSC und dem Oberbürgermeister ein gemeinsames Anliegen gewesen, vor der Entscheidung des Gemeinderats Aspekte und zentrale Punkte der Vorlage zu besprechen, eröffnet Pressesprecher Bernd Wnuck die Pressekonferenz.

Frank Nenninger, technischer Leiter Eigenbetrieb Neues Fussballstadion, erläutert die Herausforderungen im Wildpark:

  • Bauen unter Betrieb
  • Bauen im Bestand
  • Ökologische Randbedingungen/Baufenster
  • Geotechnische Randbedingungen/Umgang mit Wall
  • Baufeldfreimachung/Abbrucharbeiten Tribünen

Ziel sei es, eine kampfmittelfreie Baufläche an den Totalunternehmer zu vergeben, so Nenninger. Die Vorabmaßahmen sollen unter Aufrechterhaltung des Spielbetriebs stattfinden.

Artikelgrundtext, 11.11 Uhr

Im Dezember wurde bekannt, dass der Kostenrahmen von 113 Millionen Euro für den Stadionneubau nicht gehalten werden kann - die Bieterangebote sind zu hoch. Jetzt will man die Kosten für das neue Stadion senken, welche sich laut Angaben der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) inzwischen auf 123 Millionen Euro belaufen sollen.

Am Dienstag soll der Gemeinderat entsprechende Beschlüsse fassen - Stadt und KSC informieren am Freitagvormittag vorab in einem Pressegespräch über die aktuelle Sachlage. Zur Debatte steht wohl - so die BNN mit Verweis auf die bislang noch nicht öffentlichen Unterlagen zur Gemeinderatssitzung - dass die Entsorgung der Erdwälle (rund neun Millionen Euro) über den städtischen Haushalt abgewickelt werden sollen. Dafür soll das VIP-Parkhaus (rund zehn Millionen Euro) aus der neuen Kostenkalkulation genommen worden sein und allein vom KSC getragen werden.

ka-news ist am Freitag vor Ort und wird über alle aktuellen Ereignisse und Entwicklungen zum Stadionneubau berichten. Sie haben Fragen zum Neubau des KSC-Stadions im Wildpark? Schreiben Sie uns hier den Kommentarspalten oder auf Twitter!

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  •   Malerdoerfler
    (4655 Beiträge)

    22.04.2018 11:13 Uhr
    Sicherlich
    sind 123 Mio noch nicht das letzte Wort. Aus vielen verschiedenen Gründen wird die Summe noch auf 140 Mio oder gar 150 Mio ansteigen. Wetten?!?
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  •   art5gg
    (491 Beiträge)

    22.04.2018 18:25 Uhr
    Ersetze "auf" durch "über" dann ....
    ...sehe ich das genauso!
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  •   karlsruher1955
    (1106 Beiträge)

    22.04.2018 05:50 Uhr
    Blicke sagen mehr als Worte
    Ja was gaukeln wir denn jetzt dem Wählervolk wieder vor?
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  •   MACHTEL
    (44 Beiträge)

    21.04.2018 22:19 Uhr
    Ksc stadion
    Schaut auf diese Schildmeister-Stadt.
    VIEL VOR UND WENIG DAHINTER.
    Buerger Projekte raus siehe Basketball.KSC.Europäischer Sport.
    Krawatten Projekte wie Stadthalle.Faehnrich U-Bahn haha und Mentrup-Theater rein in diese Stadt wo alle ihr Maul halten.
    Ich als Ur-Karlsruher beginne diese Stadt zu hassen
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  •   Abadu
    (463 Beiträge)

    21.04.2018 20:24 Uhr
    An dem Tag
    an dem ich beim Einweihungsspiel des neuen Stadions mit einem gepflegten Bierchen meinen Sitzplatz mit bombiger Sicht auf der neuen Haupttribüne einnehmen werde, glaube ich's wirklich.
    Vorher ist alles Schall und Rauch - wie schon in den letzten 20 Jahren.
    In diesem Sinne: am Montag können wir (Dank der Sportsmänner aus Rostock) auf Platz 3 vorrücken und uns vielleicht auf die Relegation gegen Kaucze oder Düüüünaaaamoooo freuen grinsen
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  •   chris
    (580 Beiträge)

    21.04.2018 19:00 Uhr
    Faire und gute Lösung
    Die ganze Aufregung ist offenbar fast umsonst. 9 Mio bei so einem Projekt sind jetzt nicht die Welt. Bin jetzt erstaunt, dass die Entsorgung jetzt doch nicht teurer kommt. Das mit der Kampfmittelbeseitigung ist für mich ein Fragezeichen. Haben die Stadtväter damals nach dem 2. WK. tatsächlich gefährliches Baumaterial so einfach entsorgt und dann Kinder ins Stadion entsendet? Wäre doch unfassbar. Daß der KSC nun das teure Parkhaus übernimmt ist ein guter Deal. Ich denke und hoffe der Gemeinderat wird dem Ganzen nun Grünes Licht geben. Was für ein Kampf um ein doch relativ kleines Stadion. Wie lange geht das nun schon...gefühlt bestimmt 30 Jahre?
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  •   Malerdoerfler
    (4655 Beiträge)

    21.04.2018 08:55 Uhr
    123 Mio?
    Eindeutig zu viel - sorry.
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  •   Badenstolz
    (937 Beiträge)

    21.04.2018 08:04 Uhr
    Nach meinem ersten Ärger ,
    muss ich dann doch sagen das dieses Konzept doch durchdacht ist (mit den Zusatztribünen wie in Darmstadt) , die ganze Planung bringt der Stadt auch Zeit ... käme der KSC nicht auf die Beine (Aufstieg in Liga 2) könnte das Bauprojekt immer noch verkleinert bzw. abgeblasen werden ... bis November 2019 fließt noch viel Wasser den Rhein runter zwinkern .
    Und sind wir mal ehrlich , mit der Haupttribüne und den zwei Provisorien hinter dem Tor (5000 Stehplätze - Heimfans ) hat man dann schon mehr Qualität geschaffen was der jetzige Wildpark zu bieten vermag .

    KA-News ... wieder eine klasse Berichterstattung zum Stadionneubau ... vielen Dank !
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  •   Pilsi57
    (270 Beiträge)

    20.04.2018 19:27 Uhr
    Tja, ein anderer Standort wäre
    Vielleicht besser gewesen. Alleine von der Anbindung an Autobahn und ÖPV ist der jetzige Standort der schlechtere. Der KSC wollte einen anderen. Aber sei es aus Nostalgie oder einfach, weil man keine Ruine im Hardtwald haben wollte entschied man sich für den Jetzigen.
    Und nun tut man so überrascht wegen den Kosten von den alten Stadionwällen. Lachhaft!
    Das Stadion wird m.E nie gebaut werden, dazu ist man in KA nicht fähig. Und wenn die Basketballer in Liga 1 aufsteigen steht schon das nächste Problem auf der Matte. Das Hallenproblem. Provinz eben
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  •   chris
    (580 Beiträge)

    20.04.2018 18:29 Uhr
    Stadion in den Wällen = Fussballstadion oder Murks? ;-(
    Ist etwas ungenau der Artikel...wie bitte, die Stadionwälle sollen teilweise bleiben? Wie soll das aussehen? Ist das dann ein Stadion mit sehr weitem Abstand zum Spielfeld? Oje....warum läuft immer in KA alles schief? Ich habe große Angst, dass es nichts Gescheites geben wird....wie schade...welche Chancen wurden hier vertan...ich bin mal auf die Baupläne gespannt...vermutlich sitzen die Zuschauer weiterhin 30 m vom Spielfeldrand weg?
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