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Karlsruhe KSC-Stadion: Neubau kostet mehr - bringt aber auch mehr ein

Die Entscheidung über die Zukunft des Wildparkstadions geht in die heiße Phase. Am 21. Oktober fällt der Karlsruher Gemeinderat die Grundsatzentscheidung: Neubau oder Generalsanierung! Die Wildpark-Kommission empfahl kürzlich einen Stadionneubau im Wildpark. Das sei die wirtschaftlichere Variante. Am Dienstag war das Stadion Thema im Hauptausschuss. Auch die Stadtverwaltung ist für den Neubau - denn dieser sei auf Dauer die bessere Lösung.

Die Stadtverwaltung wird den Stadträten am 21. Oktober empfehlen, den Neubau eines Fußballstadions im Wildpark und die Alternative "Generalsanierung des Wildparkstadions/Minimalvariante" nicht weiter zu verfolgen. Das geht aus einer aktuellen Beschlussvorlage hervor, die ka-news vorliegt.

Kostendeckel bei 60 Millionen Euro für Stadion

Die Gesamtkosten für einen Stadion-Neubau im Wildpark mit etwa 35.000 Zuschauerplätzen belaufen sich demnach auf 88,8 Millionen Euro (105,7 Millionen brutto). Darin enthalten sind gedeckelte Kosten für den Stadionkörper in Höhe von 60 Millionen Euro (71,4 Millionen Euro brutto). Diese Summe beinhaltet auch 40 Logeneinheiten und den Neubau der Geschäftsstelle. Für die sogenannten Hospitality-Parkdecks wurde eine Budget-Obergrenze in Höhe von 10 Millionen Euro netto (11,9 Millionen Euro brutto) vereinbart.

Stadionbezogene Zusatzkosten (Abbruch Haupttribüne, Bauen unter Betrieb) liegen bei etwa 4,5 Millionen Euro (5,4 Millionen Euro brutto). Für die Infrastruktur (Verlagerung Gästefanparkplatz, Ersatz Trainingsflächen, Radabstellanlagen, Beleuchtung, Umfahrung Birkenparkplatz, Hausanschlüsse, Vergrößerung Abwasserkanal und so weiter) werden derzeit rund 14,3 Millionen Euro (17 Euro brutto) veranschlagt. Im Juli ging die Stadt noch von Gesamtkosten in einer Höhe von 110 Millionen Euro (131 Millionen Euro brutto) aus. Zudem wird weiterhin davon ausgegangen, dass ein Landeszuschuss in Höhe von 11 Millionen Euro zur Verfügung steht. Der städtische Haushalt würde daher mit 77,8 Millionen Euro belastet.

Eine Generalsanierung würde laut Beschlussvorlage 44,9 Millionen Euro kosten - abzüglich der Landesmittel blieben 33,9 Millionen Euro, die aus der Stadtkasse finanziert werden müssten. Der Beschlussvorlage zufolge könne eine Vergleichbarkeit der Generalsanierung mit dem Neubauprojekt aber erst dann hergestellt werden, wenn alle "unbedingt notwendigen Maßnahmen" und die "Verbesserungen" umgesetzt würden. Die Investitionen lägen dann bei 49 bis 56,8 Millionen Euro (58,3 bis 67,6 Millionen Euro brutto) für den Stadionbaukörper. Die Erneuerung der Technik auf der Haupttribüne würde dann in zehn Jahren fällig und wird mit nochmals 13,3 Millionen Euro angegeben.

Sanierung kostet wesentlich weniger

Obwohl eine Sanierung wesentlich weniger kosten würde, sieht die Stadt die Neubau-Variante trotz höhere Investition langfristig als wirtschaftlichere Variante. Dazu heißt es in der Beschlussvorlage: "Den niedrigeren Investitionskosten der Generalsanierung gegenüber dem Neubauprojekt stehen dauerhaft nur geringe Steigerungen auf der Einnahmeseite gegenüber. Dagegen führen die zunächst höheren Investitionskosten der Neubauvariante zu deutlichen Ertragssteigerungen. Die Verwaltung empfiehlt daher, die Variante Generalsanierung nicht weiter zu verfolgen, sondern sich auf ein Neubauvorhaben zu konzentrieren."

Die langfristigen Erlöse wären demnach bei einem Neubau wesentlich höher. Denn diesen Kosten wurden die vom KSC angebotenen Pachtzahlungen gegenübergestellt. Diese stehen in Abhängigkeit von der Ligazugehörigkeit. In der 1. Liga lägen diese bei 3 Millionen Euro, in der 2. Liga bei 1,5 Millionen Euro und in der 3. Liga bei 400.000 Euro. Außerdem würde sich nach den Vorstellungen der Stadt der KSC mit 1,3 Millionen Euro Instandhaltungspauschale pro Jahr beteiligen und für die neue Geschäftsstelle eine Pacht von 120.000 Euro entrichten.

Mehr Einnahmen durch Neubau

Bei einer Sanierung würde der KSC indes nur 740.00 Euro Jahrespacht bezahlen und auch keine Instandhaltungspauschale leisten. Bei einem sanierten Stadion wären aufgrund fehlender Logen- und Hospitalitybereiche zudem nicht mit Erlösen aus Veranstaltungen neben dem Fußballbetrieb zu rechnen.

Diese werden bei einem Neubau laut Wirtschaftlichkeitsbetrachtung aktuell mit rund 200.000 Euro beziffert. Die Stadt bekäme davon einen Anteil in Höhe von 20 Prozent - also 40.000 Euro pro Jahr. Zudem würde die Stadt an Mehreinnahmen aus Ticketverkäufen ab 20.000 Zuschauer in Höhe von 20 Prozent beteiligt. Hier werden Einnahmen von etwa 233.000 Euro pro Jahr prognostiziert.

Ein Neubau würde unter anderem eine "Verbesserung der Ticketerlöse aufgrund der überdachten Kurven " mit sich bringen. Auch die Namensrechte, die bei der Stadt bleiben, würden wertvoller, da ein Neubau (800.000 Euro) für Wirtschaftspartner attraktiver wäre als eine Sanierung (400.000 Euro).

Zustimmung ist an Bedingungen geknüpft

Unterm Strich geht das Gutachten bei einem Neubau von Erlösen zwischen 4 und 7 Millionen Euro pro Jahr aus. Bei einer Sanierung läge diese Summe bei 1 bis 2 Millionen Euro. Höhere Jahrespacht, mehr Einnahmen durch Veranstaltungen und Beteiligung an Ticketverkäufen und wertvollere Namensrechte. Konkret heißt das für die Wirtschaftlichkeit der beiden Varianten aus Sicht der Stadtverwaltung: Neubau kostet mehr, bringt aber auch mehr Einnahmen. Daher setzt sich die Stadt für einen Neubau ein.

Eine Zustimmung für das Projekt sei allerdings daran geknüpft, dass "die Verhandlungen mit dem Karlsruher SC und die notwendigen Rechtsverfahren im Weiteren einen positiven Verlauf nehmen und die Vereinbarungen dem Gemeinderat nochmals vorgelegt werden", heißt es weiter. Dies könnte im Frühjahr 2015 der Fall sein.

KSC-Präsident ist optimistisch

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther erklärte bei der Mitgliederversammlung am Montagabend vor rund 300 Mitgliedern zum aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen Verein und Stadt: "Ich bin optimistisch, aber wir müssen noch zwei, drei ganz wesentliche Punkte klären." Mit Unterstützung der Firma Inreal Technologies GmbH präsentierte Wellenreuther zudem in einer 3D-Animation erste Bilder des zukünftigen Stadion-Areals.

Gibt der Gemeinderat am 21. Oktober grünes Licht für einen Neubau und einigen sich Stadt und KSC bis zum Frühjahr 2015 bei den Vertragsverhandlungen, dann wäre im Sommer 2017 Baubeginn möglich. Die Bauzeit wird aktuell mit 24 bis 30 Monaten kalkuliert.

Hier geht's zum Wildpark-Dossier auf ka-news!

 Die 3D-Animation im "Wildpark TV" gibt's hier!

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  • unbekannt
    (20 Beiträge)

    15.10.2014 16:46 Uhr
    Ich bin kein Fußball-Fan, aber.....
    ..... der KSC war und ist immer noch das Aushängeschild der Stadt. Ich denke die Fußballfans wollen weiterhin bzw. hoffentlich bald wieder 2.Liga-Spiele, vielleicht irgendwann auch 1.Liga-Spiele in KA sehen. Ein modernes Stadion, das den heutigen Standards entspricht ist mehr als überfällig ! Es wäre jedoch ökologisch und ökonomisch falsch am jetzigen Standort weiter Geld hinein zu stecken. Mit einem Sponsor, der sicherlich noch gefunden wird, könnte werbewirksam an der A5 (z.B. im Dreieck zw. A5-Durl.Allee-Bahngleisen) ein neues Stadion errichtet werden. Hier wären kürzeste Anschlußmöglichkeiten an die A5, KVV und die DB gegeben. Ein schönes neues Stadion mit dieser idealen Infrastruktur würde zukünftig auch andere Veranstalter, z.B. für Openair-Konzerte oder Länderspiele etc., anlocken und damit der Stadt sowohl finanziell als auch ihrem Image gut tun. Die Stadt muß, wenn sie den KSC weiterhin möchte, jetzt in "Vorlage" gehen ! - Alte Wildparkstadion danach dem KIT überlassen.
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  • unbekannt
    (20 Beiträge)

    15.10.2014 16:40 Uhr
    Ich bin kein Fußball-Fan, aber.....
    ..... der KSC war und ist immer noch das Aushängeschild der Stadt. Ich denke die Fußballfans wollen weiterhin bzw. hoffentlich bald wieder 2.Liga-Spiele, vielleicht irgendwann auch 1.Liga-Spiele in KA sehen. Ein modernes Stadion, das den heutigen Standards entspricht ist mehr als überfällig ! Es wäre jedoch ökologisch und ökonomisch falsch am jetzigen Standort weiter Geld hinein zu stecken. Mit einem Sponsor, der sicherlich noch gefunden wird, könnte werbewirksam an der A5 (z.B. im Dreieck zw. A5-Durl.Allee-Bahngleisen) ein neues Stadion errichtet werden. Hier wären kürzeste Anschlußmöglichkeiten an die A5, KVV und die DB gegeben. Ein schönes neues Stadion mit dieser idealen Infrastruktur würde zukünftig auch andere Veranstalter, z.B. für Openair-Konzerte oder Länderspiele etc., anlocken und damit der Stadt sowohl finanziell als auch ihrem Image gut tun. Die Stadt muß, wenn sie den KSC weiterhin möchte, jetzt in "Vorlage" gehen !
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  • unbekannt
    (379 Beiträge)

    09.10.2014 12:15 Uhr
    Ohne Großsponsoren
    kein Stadion an der Autobahn, ohne Stadion an der Autobahn keine Großsponsoren. Ein Teufelskreis für den KSC.

    Bleiben wir realistisch: Der KSC war, ist, und wird immer ein kleiner Provinzverein bleiben. Das Einzugsgebiet ist einfach zu klein.
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  •   Joker1894
    (3060 Beiträge)

    09.10.2014 12:41 Uhr
    Zu Klein?
    Die meisten KSC Fans kommen nicht aus KA sondern aus dem Umland. Ich kenne Leute, die fahren auf fast jedes Heimspiel aus dem Ruhrpott ein. Ein Einzugsgebiet von 300km ist also keineswegs klein
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  • unbekannt
    (379 Beiträge)

    09.10.2014 15:26 Uhr
    Im Westen begrenzt
    der Rhein das Einzugsgebiet, mag sein dass ein paar Vorderpfälzer rüberkommen, ändert aber nichts daran dass die Pfalz FCK-Land ist.

    Im Osten hast du ab PF die S*auschwobe.Im Süden, etwa ab OG, buhlt der SC Freiburg um Anhänger. Im Norden, etwa ab Brusl, geht man neuerdings nach Hoppelheim, weiter oben kommen dann die Waldhöfer.

    Ich bin 1993 für das Spiel gegen Eindhoven auch aus Thailand angereist, würde deshalb aber trotzdem nicht Thailand als KSC-Einzugsgebiet bezeichnen.
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  •   kamaraba
    (663 Beiträge)

    09.10.2014 12:12 Uhr
    Bürgerentscheid!
    und alles wird gut. Aber davor fürchten sich die Verwaltung und der Gemeinderat Möglicherweise kommt nicht das Wunschergebnis raus, weil die Bürger(innen) mit Bedacht und Verstand ihr Kreuzchen machen. Dann kann man ja nochmal abstimmen lassen mit ner Kombilösung wie Stadion und Nordtangente mi Direktanschluss.
    In Freiburg geht sowas.
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  •   KaBU
    (931 Beiträge)

    10.10.2014 08:17 Uhr
    und
    schneller und die Freiburger sind für Ihren FC und in Karlsruhe gibts nur Nörgler, Bruddler und außerden hat der KSC keine Lobby im Gemeinderat, denn da sind sind zuviele Flachpfeifen die gegen den KSC sind. Man hasts gesehen bei der Hans-Wurst Ex OB von Karlsruhe ! Der Ex OB hat damals die Standorte totrechnen lassen! Manchen Mitglieder muss man erst den Kopf entlerren damit Sie wieder denken können. Der Standort Wildpark ist der Total verkehrte Standort für ein Neues Stadion
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  •   Joker1894
    (3060 Beiträge)

    09.10.2014 12:48 Uhr
    ...
    Der KSC übergibt der Stadt 20.000 Unterschriften.

    Der Unterschied zwischen Freiburg und ist, dass wir schon seit 20 Jahren ein neues Stadion brauchen, während das Freiburger Stadion bei weitem ausreichend ist für diesen Hinterwäldlerverein
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  •   MrEnglish
    (27 Beiträge)

    10.10.2014 16:12 Uhr
    Bundesliga
    Der Hinterwäldlerverein spielt übrigens in der 1. Bundesliga, nur so zu deiner Information.
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  •   kamaraba
    (663 Beiträge)

    09.10.2014 13:23 Uhr
    Der von dir sogennante
    Hintlerwäldverein hat im Gegensatz zum KSC Geld auf dem Konto. Zieh mal die KSC-Brille wieder am, dann siehste klar.
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