5  

Karlsruhe Erst klein, dann groß: Neues KSC-Amateurstadion kommt im Oktober

Der Umbau des Wildparkstadions schreitet voran. In der kommenden Woche will der Bauausschuss den Auftrag für den Neubau des Amateurstadions vergeben. Dieses soll in direkter Nachbarschaft, auf dem heutigen Trainingsplatz der ersten Mannschaft, gebaut werden. An Stelle des alten Amateurstadions, der Spielstätte der zweiten KSC-Mannschaft, wird der neue Parkplatz für Gästefanbusse entstehen.

Bevor die Bauarbeiten für das neue Amateurstadion beginnen können, muss zunächst der neue Trainingsplatz für die KSC-Profis fertiggestellt sein. Dieser wird auf der Fläche des sogenannten "Alten Rasens" entstehen. Hier laufen seit Juni die Bauarbeiten. Im Oktober, so ist den aktuellen Bauauschuss-Unterlagen zu entnehmen, sollen die Bauarbeiten für das neue Amateurstadion starten können. Im Januar 2018 sollen sie abgeschlossen sein.

Profi-Platz im Oktober fertig?

Laut aktueller Planung soll der neue Profi-Trainingsplatz auf dem "Alten Rasen" im Oktober einsatzbereit sein, denn - so heißt es vonseiten der Stadt - "erst nach dessen Fertigstellung kann mit den Bauarbeiten für die künftige Spielstätte 2. Mannschaft begonnen werden." Für die anstehenden Arbeiten hat die Verwaltung vier Bewerbungen von Firmen erhalten, die sich auf die öffentliche Ausschreibung gemeldet hatten.

Das neue Amateurstadion wird aus einem Natur-Rasenspielfeld (101 auf 68 Meter) sowie einer Zuschaueranlage mit etwas über 2.000 Stehplätzen bestehen. Der Naturrasen ist wasserdurchlässig, so dass Niederschlagswasser über ein Drainagesystem unter dem Spielfeld versickern kann.

Amateurstadion kann erweitert werden

Die Spielstätte wird mit einer Flutlichtanlage ausgestattet, außerdem wird eine Beregnungsanlage installiert. Rund um das Spielfeld werden Ballfanganlagen aus Gitterzäunen hergestellt, die Zuschaueranlage wird mit Stabgitterzäunen eingefriedet. Insgesamt veranschlagt die Stadt für das neue Amateurstadion 2,2 Millionen Euro.

Anpassungen sollen auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich sein: "Dem KSC soll es ermöglicht werden, mittelfristig eine bedarfsgerechte Erweiterung der Spielstätte durchzuführen, deshalb ist die Tribünenanlage als modularer Systembau auf Basis eines Bausystems als temporäres Bauwerk geplant", erklärt die Stadt. 

Dortmunder Unternehmen soll bauen

Das Tiefbauamt empfiehlt dem Bauausschuss, den Zuschlag der Strabag Sportstättenbau GmbH aus Dortmund zu erteilen. Die Firma verfüge nicht nur über die notwendige Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit, sondern habe auch das wirtschaftlichste Angebot angegeben. Mit knapp 960.000 Euro hat die Dortmunder Firma das günstigste Angebot für folgende Leistungen abgegeben:

  • Boden lösen, laden und verwerten (1.300 m³)
  • Planum herstellen (11.000 m²)
  • Drainage einschließlich Grabenaushub herstellen (430 m³)
  • Druckrohr einschließlich Regner für Bewässerung einbauen (550 Meter)
  • Flutlichtmaste aufstellen (vier Stück)
  • Drainschicht für Sportrasen herstellen (7.810 m²)
  • Rasentragschicht herstellen (7.810 m²)
  • Sportrasen als Fertigrasen Dicksode verlegen (7.810 m²)
  • Schottertragschicht herstellen (1.800 m²)
  • Pflaster- und Plattenbeläge herstellen (1.800 m²)
  • Betonbordsteine setzen (750 Meter)
  • Ballfang aus Stabgitter herstellen (270 Meter)
  • Einfriedung aus Stabgitter herstellen (460 Meter)

Die Entscheidung über die Bauvergabe erfolgt am Freitag, 15. September, in der Sitzung des Bauauschusses. Die vollständigen Sitzungsunterlagen gibt es unter: https://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/ris/bi/to0040.php?__ksinr=4626

Übersicht Neubau Stadion:

Vollbildanzeige

ka-news-Hintergrund

Im Juni dieses Jahres fiel der Startschuss für die Bauarbeiten im Wildparkstadion. Viel soll sich im Zuge der Umgestaltung der Spielstätte des Karlsruher SC ändern. Für den neuen Gästeparkplatz muss die Spielstätte der zweiten Mannschaft des KSC weichen. Bei der Planung des neuen KSC-Stadions hatten sich die Verantwortlichen aus Sicherheitsgründen für den Tausch der Fanblöcke entschieden.

Künftig sollen die Gästefans in der Nordkurve stehen. Der Stehplatzbereich hinter dem südöstlichen Tor ist als Fanbereich für die Fans des Karlsruher SC vorgesehen. Zudem soll es zwischen dem geplanten Gästefanbereich und dem dazugehörenden Parkplatz einen Verbindungsgang geben.

Auf dem Areal, auf der aktuell noch die zweite Mannschaft des KSC trainiert, soll nach dem Umbau eine neue Stellfläche für Busse und die Anreise der Gästefans mit zwei räumlich getrennten Ein- und Ausfahrten zum Adenauerring entstehen. Bis zu 40 Busse, so der Plan, sollen auf der neuen Stellfläche Platz finden. Im Gegenzug soll für die zweite Mannschaft des KSC eine Ersatz-Spielstätte geschaffen werden.

Seit Ende Juli laufen weitere Bauarbeiten zur Verlagerung der direkt neben dem Wildparkstadion liegenden Tennisplätze. Sie wurden bisher vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) genutzt. Auf der Fläche der Tennisplätze soll für die Zukunft ein Hospitality Parkdeck errichtet werden. Die bisher im Eigentum des Landes Baden-Württemberg stehenden Flächen wurden von der Stadt Karlsruhe erworben, die sich nach eigenen Aussagen im Gegenzug dazu verpflichtet hat, die wegfallenden Tennisplätze im Umfeld des KIT-Kunstrasenplatzes südöstlich der Lärchenallee zu ersetzen.
Mehr zum Thema
KSC-Stadion: Aktuelle Nachrichten zum KSC-Stadion und dem geplanten Um- und Neubau im Wildpark. Alle Informationen zu Fläche, Miete und Größe und alle Neuigkeiten zum städtischen Eigenbetrieb und dem Vergabeverfahren.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (5)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Hermann_Mann
    (1 Beiträge)

    07.09.2017 12:24 Uhr
    Falsche Infos
    Das neue Amateurstadion wird nicht auf dem aktuellen Profitrainingsplatz gebaut! Aktuell wurde ein neuer Kunstrasenplatz hinter der Fasanenmauer errichtet, der wohl in den nächsten beiden Wochen offiziell eingeweiht wird. Sobald dieser freigegeben ist, wird der aktuelle Kunstrasen (Platz 3) zwischen dem aktuellen Amateurstadion (Platz 2) und dem Profitrainingsplatz (Platz 4) abgerissen und in das neue Amateurstadion umgewandelt. Ab März sollen dann nach der Winterpause hier die Spiele der Amas, U19 und U17 stattfinden. Der aktuelle Trainingsplatz der Profis bleibt bestehen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   bingobongo
    (126 Beiträge)

    07.09.2017 09:37 Uhr
    Das sollte dann auch reichen
    Nachdem die erste Mannschaft dann auch bald die Amateurligen erreicht hat, sollte das ausreichen. Dann braucht auch das Leichtathletikstadion am Wildpark nicht in einen Fußballtempel konvertiert werden.

    Panem et circenses!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   melotronix
    (2253 Beiträge)

    07.09.2017 12:39 Uhr
    auf solche Kommentare...
    hat man natürlich gewartet. Der Bart dessen, führt bis in die Entstehungsgeschichte des Stadionbaus.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Rundbau-Gespenst
    (9731 Beiträge)

    07.09.2017 12:14 Uhr
    blaah, blaah, sülz
    und trööööt...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Eckfaehnchen
    (1972 Beiträge)

    07.09.2017 07:36 Uhr
    Hurraaaaa
    Saget nix meh, 's geht los. Eeeendlich.
    Jetzt muß nur noch das Wetter mitspielen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben