Karlsruhe Drei Festnahmen, zwei Verletzte und jede Menge Pyrotechnik: Hochrisikospiel des KSC gegen Halle bleibt weitestgehend ruhig

Mehrere hundert Beamte waren am Wochenende rund um das letzte Saisonspiel des Karlsruher SC im Einsatz. Das Spiel wurde als Hochrisikospiel eingestuft, teilt die Polizei mit. Am Karlsruher Hauptbahnhof gab es Zwischenfälle mit Pyrotechnik und Pfefferspray - drei Gästefans wurden festgenommen.

Das letzte Saisonspiel des Karlsruher SC: Da die Mannschaft nach dem Spiel gegen den Halleschen FC der 3. Liga den Rücken kehrt, feierten die Fans nach dem dem Spiel bei der Aufstiegsparty auf dem Wildparkgelände. Obwohl die Feier laut Polizei Karlsruhe ruhig verlief, gab es vor dem Spiel einige Zwischenfälle. 

Fans werfen Gegenstände auf Polizei

Mehrere hundert Polizeibeamte waren am Samstag im Wildpark und am Hauptbahnhof im Einsatz. "Ein Polizeibeamter und ein Gästefan wurden durch Pfefferspray verletzt", teilt die Polizei Karlsruhe mit. Das Pfefferspray hatten die Beamten am Hauptbahnhof einsetzen müssen, um die Lage in den Griff zu bekommen: Dort wurde laut Aussage der Polizei Pyrotechnik gezündet und Gegenstände in Richtung der Einsatzkräfte geworfen. Zwei Personen wurden außerdem durch Pyrotechnik verletzt. Grund für den Unmut der Fans war offenbar der geplante Transport zum Stadion mittels Shuttlebussen, auf die teilweise gewartet werden musste.

Karlsruher SC - Hallescher FC, 18.05.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Jubel zur ausgeglichenen Halbzeit (1:1 nach Elfmeter für den KSC, Anton Fink (KSC 30)) im Fan Block. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Drei Gästefans, darunter eine Person mit bundesweitem Stadionverbot, wurden festgenommen. Auch Karlsruher Fans zündeten während ihres Fußmarsches zum Stadion wiederholt Bengalos.

Pyrotechnik von den Fans aus Halle
Noch vor Anpfiff ging die Pyrotechnik im Block bei den Fans aus Halle los. | Bild: Caro Reisenauer

Im Stadion selbst entfachten Gästefans hinter einer aufgehängten Blockfahne während des Spiels mehrere Rauchbomben in Rot und Weiß. Dadurch wurden ein Heim- und ein Gästefan verletzt teilt die Polizei mit. 

Spiel als Hochrisikospiel eingestuft

Kurz vor Abpfiff der Partie machte sich die Reiterstaffel sowie die Beamten zu Fuß bereit, denn der Polizei lagen Hinweise, dass nach Spielende der Platz durch Gästefans gestürmt werden sollte. Der angekündigte Platzsturm blieb durch die Aufstellung der Einsatzkräfte im Stadioninnenraum jedoch aus. 

Das Spiel wurde von der Polizei als Hochrisikospiel eingestuft. "Wir haben kurz überlegt das Spiel wieder herunterzustufen, nachdem klar war, dass der KSC - unabhängig vom Ausgang der Partie - aufsteigen wird. Wir sind aber bei der Einordnung als Hochrisikospiel geblieben", so die Polizei. Dies sei aus polizeilicher Sicht die richtige Entscheidung gewesen, lautet das Fazit.

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