Karlsruhe Als ein Fallschirmspringer den Fassanstich machte: So (wild) hat der KSC seine Aufstiege früher gefeiert

Hoch, runter, Aufstieg, Abstieg: In seiner bald 125-jährigen Geschichte hat der Karlsruher SC einige Höhen und Tiefen erlebt. Nicht umsonst war der Karlsruher SC als "Fahrstuhlmannschaft" bekannt. Satte 18 Mal stieg der Verein in seiner Laufbahn zwischen den verschiedenen Ligen auf- und ab. Die Euphorie der treuen Fans wurde dadurch jedoch nicht beeinträchtigt - und gefeiert wurde bei den Aufsteigen dafür umso wilder. ka-news hat einen Blick ins Archiv geworfen und die schönsten Highlights gesammelt.

In seiner Vereinsgeschichte verbrachte der KSC zehn Saisons in der Regional- beziehungsweise 3. Liga. 24 Saisons spielte der Verein erstklassig und mit dem aktuellen Aufstieg tritt der Karlsruher SC seine 23. Saison in der zweiten Bundesliga an. Besonders turbulent war es in den 70er und 80er Jahren: Zwischen 1974 und 1987 kickte der Verein insgesamt sechs Mal im Wechsel für die zweite und sechs mal für die erste Bundesliga, bevor er sich dort für eine lange Zeit behaupten konnte.

Wie oft war der KSC in welcher Liga?

Krimi 1979/80 gegen Rot-Weiß-Essen

Manches Endspiel war ein regelrechter Krimi - wie zum Beispiel das Rückspiel gegen Rot-Weiß-Essen in der Saison 1979/1980. Ein Anschlusstreffer, vom sonst eher unscheinbaren Uwe Dittus, rettete den Blau-Weißen damals noch ganz knapp den Aufstieg. Der KSC war wieder zurück in der ersten Liga. Und das wurde gebührend gefeiert: Zahlreiche Fans versammelten sich zum Feiern auf dem Marktplatz und schwenkten stolz ihre blau-weißen Fahnen.

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Die Meute tobt: Fans versammen sich zum Aufstieg 1980 auf dem Marktplatz und schwenken blau-weiße Fahnen. | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A39/195/4/19

Auch die Statue von Großherzog Ludwig war nicht sicher - und wurde kurzerhand von einem euphorischen Fan erklommen.

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Ein jubelnder KSC-Fan auf dem Kopf der Großherzog Ludwig-Statue auf dem Marktplatz 1980. | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A39/192/1/15

Spannend war es  auch 1984: Als sich der KSC nach einem Jahr des Zweitligsten-Daseins direkt wieder den Aufstieg in die oberste Liga erkämpfte. Hier veranstaltete der Verein im Zuge des Aufstieges etwas Besonderes: Das "Fest für unsere Fans" im Wildparkstadion.

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Jubelnde Fans auf der Aufstiegsparty 1984. | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A/47/159/5/38

Hier wurde vom 1. bis 3. Juni 1984 das Ende einer erfolgreichen Saison gefeiert. Mit einem offenen Training, Autogrammstunden und viel Tanz und Musik im Festzelt konnten die Fans ihren Idolen ein Wochenende lang ganz nah sein.

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Der damalige KSC-Kapitän Emanuel Günther beim Tanz auf der Aufstiegsparty 1984. | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A47/159/4/32

Das Highlight: Ein Fallschirmspringer, der extra zum Fassanstich am Wildparkstadion landete.

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Ein Fallschirmspringer landet zum Fassanstich anlässig des Aufstieges 1984 im Wildparkstadion. | Bild: Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A/47/158/6/20

Nachdem der KSC während den Neunzigerjahren seine Glanzphase erlebte (11 Jahre in Folge erste Liga), ging es 1998 fast genau so lange wieder herunter in die zweite Liga, ein Jahr sogar in die Regionalliga.  Der Wiederaufstieg in der Saison 2007/2008 in die erste Bundesliga war darum ein umso größeres Spektakel.  

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Fans feiern auf dem Marktplatz nach dem Aufstieg in die erste Liga 2007. | Bild: ka-news

In diesem Jahr hat der KSC den Aufstieg in die zweite Liga bereits eingetütet: In Münster wurde bereits ordentlich gefeiert und nach dem letzten Spiel der Saison um 13 Uhr lädt der Verein seine Fans zum Feiern auf den Kunstrasenplatz ein. Dort steht dann eine große Bühne, auf der ein Rahmenprogramm geboten wird. Hier haben die Fans auch noch einmal die Gelegenheit, ihr Team bei der Mannschaftspräsentation zu bejubeln. 

"Um sich die besten Plätze zu sichern, empfiehlt sich der Gang auf das Gelände direkt nach dem Spielende", so der KSC in der Meldung weiter. Das Betreten des Stadioninnenraums ist nach Spielende verboten - denn der Rasen wird noch für das Finale des Verbandspokals am 26. Mai gebraucht.

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