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Karlsruhe Mergen-Nachfolge: CDU-Stadträtin Luczak-Schwarz will Finanzchefin werden

Die CDU-Fraktionschefin Gabriele Luczak-Schwarz will Nachfolgerin von Margret Mergen (CDU) werden. Die 52-Jährige wurde in der Fraktionssitzung am Montagabend als Kandidatin der CDU-Fraktion für das Amt des Beigeordneten für Wirtschaft und Finanzen nominiert. CDU-Stimmenkönig Thorsten Ehlgötz kandierte nicht.

CDU-Fraktionschefin Luczak-Schwarz wurde am Montagabend von ihrer Fraktion als Kandidatin für die Mergen-Nachfolge nominiert. Das bestätigt ein Sprecher der CDU-Fraktion auf ka-news Nachfrage.

Luczak-Schwarz (41.057 Stimmen) war bei der Kommunalwahl auf Listenplatz 1 angetreten, wurde aber von ihren Parteifreunden Thorsten Ehlgötz (43.997) und Detlef Hofmann (41.268) überholt. Dennoch gab es bei der Fraktionssitzung keine Gegenkandidaten.

Luczak-Schwarz will Finanzbürgermeisterin werden

"Über die Unterstützung meiner Fraktion bei der Bewerbung um die Beigeordnetenstelle für Wirtschaft und Finanzen freue ich mich sehr und bedanke mich hierfür ausdrücklich bei allen Kolleginnen und Kollegen. Die Aufgabe als Wirtschafts- und Finanzbürgermeisterin ist für mich sehr reizvoll", so Luczak-Schwarz gegenüber ka-news.

Die 52-Jährige wird sich nun um die Nachfolge von Margret Mergen bewerben. Karlsruhes Erste Bürgermeisterin Mergen wurde am 16. März zur neuen Oberbürgermeisterin von Baden-Baden gewählt. Am 10. Juni tritt sie ihr Amt in der Kurstadt an. Ihr Nachfolger soll am 29. Juli vom neuen Gemeinderat gewählt werden. Die CDU hat dabei als stärkste Fraktion traditionell ein Vorschlagsrecht auf das Wirtschafts- und Finanzressorts.

"Bringe die nötigen Erfahrungen und Kenntnisse mit"

Luczak-Schwarz dazu: "In diesem Dezernat werden die Grundlagen und Rahmenbedingungen für gesunde Stadtfinanzen und eine nachhaltige Wirtschaftspolitik gelegt. Aus meiner langjährigen Tätigkeit im Gemeinderat der Stadt Karlsruhe, aber auch aus meinen beruflichen Tätigkeiten bringe ich die nötigen Erfahrungen und Kenntnisse für diese wichtige Position mit. Deshalb werde ich nun meine Bewerbung einreichen und hoffe sehr, dass diese auch im Gemeinderat, der ja letztlich über die Besetzung der Stelle entscheidet, eine mehrheitliche Zustimmung findet."

Gewählt werden die Bürgermeister vom Gemeinderat - unter Berücksichtigung des Parteienverhältnisses.Mit Michael Obert ist derzeit die FDP, mit Klaus Stapf sind seit 2009 erstmals die Grünen auf der Bürgermeisterbank vertreten. Die restlichen Dezernate verteilen sich auf die beiden Parteien SPD (Martin Lenz) und CDU (Margret Mergen, Wolfram Jäger).

Die Stelle ist derzeit von der Stadt ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 13. Juni. Laut Ausschreibung gehört zum Geschäftsbereich des Finanzbürgermeisters nach dem derzeitigen Dezernatsverteilungsplan Finanzen und Beteiligungen, Wirtschaft und Arbeit, Stadtmarketing, Kongresse, Ausstellungen, Veranstaltungen, Tourismus, Versorgung, Verkehr und Hafen, Flächenmanagement.

Der Artikel wurde im Laufe des Tages um das Statement von Frau Gabriele Luczak-Schwarz ergänzt.

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  •   nugman
    (352 Beiträge)

    03.06.2014 12:17 Uhr
    Was bitte...
    qualifiziert diese Dame für diese Position? Die Vetternwirtschaft der Karlsruher CDU ist erbärmlich. Frau Mergen wünsche ich alles Gute in der Kurstadt, sehr schade für Karlsruhe, dass sie geht.
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  •   haku
    (4195 Beiträge)

    03.06.2014 12:36 Uhr
    Es gibt da das Internet
    Dort kann man nach Antworten auf solche Fragen suchen. Z.B.
    http://ka.stadtwiki.net/Gabriele_Luczak-Schwarz
    Also die Hausfrau, die vom Herd auf den Bürgermeisterposten wechselt ist sie nicht.
    Wobei eigentlich schon ein ordentlicher Artikel hier sowas beschreiben sollte weil es natürlich die erste Frage ist, die dem Leser so durch den Kopf geht.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (90 Beiträge)

    04.06.2014 00:53 Uhr
    Nein, das ist wohl wahr !
    Mein frau unterrichtet ihr Kind in der Schule und ich ist tatsächlich der Meinung, daß die Frau Luczak-Schwarz sich doch viellicht besser um ihr Kind kümmern soll anstatt um die Politik...... So viel zu Äusserlichkeiten !
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  •   haku
    (4195 Beiträge)

    04.06.2014 07:35 Uhr
    Ähh...
    Ich verstehe den Sinn dieses Kommenatrs nicht so ganz...
    Deine Frau hat die berufliche Qualifikation von Luczak-Schwarz evaluiert und kam zu dem Schluß? Oder das Kind hat Schulprobleme und da sollte doch ganz traditionell die Mama besser daheim bleiben?

    Ich bin weit davon entfernt, ein CDU-Sympathiesant zu sein, aber mich nervt pauschales Politiker-Bashing womit die meisten Leute nur davon ablenken wollen dass sie selbst zu faul sind, gesellschaftlich aktiv zu sein.
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  •   Petrolhead
    (972 Beiträge)

    03.06.2014 12:11 Uhr
    Bei der Gelegenheit
    sollte der Dezernatsverteilungsplan überdacht werden. Unabhängig von Zweifeln an der Sinnhaftigkeit einer automatisiert fachlichen Qualifikation in Folge Fraktionsdisziplin ist diese Ämterhäufung auch für einen Vollprofi kaum zu stemmen.
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  •   80er
    (6188 Beiträge)

    03.06.2014 12:25 Uhr
    Die Fraktionsdiziplin....
    ...würde ja dann für sie wegfallen. Wenn sie zur Bürgermeisterin gewählt wird, tritt sie vom Ratsmandat zurück, damit aus der Fraktion aus und ist dann Kommunale Wahlbeamte. Die Betonung liegt auf Beamte. D.h. ihr oberster Chef ist der OB und nur zu diesem hat sie Folge zu leisten. Selbstverständlich wird ein BM, der Mitglied einer Partei ist, versuchen sein Parteiprogramm in der verwaltung umzusetzen. Wie es die anderen BMs auch versuchen, aber der OB gibt im Prinzip innerhalb der Verwaltung die Richtlinien vor. Wenn er also sagen würde (ACHTUNG,BEISPIEL), dass in den kommenden Haushaltsplanentwürfen die Kultur stärker berücksichtigt werden soll und dafür der Sport weniger, dann müsste sie sich erstmal dran halten. Und der Stadtrat würde je nach eigener Schwerpunktsetzung diesem Entwurf zustimmen oder ändern oder ganz verwerfen. So einfach ist das. Von daher ist die Angst, dass eine Frau BM Luczak-Schwarz das CDU-Programm 1zu1 umsetzen wird vollkommen unbegründet. Ich denke schon...
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  •   80er
    (6188 Beiträge)

    03.06.2014 12:26 Uhr
    Teil 2
    ....dass sie es versteht, den unterschiedlichen Interessenslagen der Fraktionen und anderer gerecht zu werden.
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  •   Petrolhead
    (972 Beiträge)

    03.06.2014 13:00 Uhr
    Zunächst
    wird Sie einmal aus Fraktionszwängen heraus für das Amt vorgeschlagen.

    Schließlich ist sie deren Vorsitzende. Und da bietet es sich aus der Funktion heraus schon einmal an. Und nur darum ging es mir.

    Was sie danach tut und inwieweit sie ihrer eigenen Partei näher steht, als anderen, das steht auf einem anderen Blatt. Hier unterstelle ich selbstredend größtmögliche Neutralität.
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  •   80er
    (6188 Beiträge)

    03.06.2014 13:10 Uhr
    Na also....
    ....von daher gibt es auch keinen Grund, ihr die Wahl zur Bürgermeisterin zu verwehren, wenn wir uns in Sachen Neutralität einig sind.
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  •   mein-senf
    (1059 Beiträge)

    03.06.2014 12:00 Uhr
    Toll
    Es wäre ggf. ganz ratsam, wenn dieser sicherlich wichtige Posten von einer/einem Profi besetzt werden würde, und nicht nach Parteigesichtspunkten vergeben wird, man geht auch nicht zum Bäcker um das Auto reparieren zu lassen.
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