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Karlsruhe Karlsruher Gemeinderatswahl: CDU vorne, FDP verliert, AfD wohl drin

Laut einer Prognose von Südwestrundfunk (SWR) und infratest dimap wird die CDU mit 28 Prozent im Karlsruher Gemeinderat die stärkste Kraft. Die FDP verliert stark, die AfD kommt laut Prognose auf 5 Prozent. SPD und Grüne sind gleichauf und gewinnen beide an Stimmen dazu.

Die CDU erhält laut Hochrechnungen von SWR und infratest dimap demnach bei der Gemeinderatswahl 28 Prozent (- 0,2) der Stimmen. Damit wäre die Karlsruher CDU Wahlsieger und künftig die stärkste Fraktion im Gemeinderat.

Der Karlsruher CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther sagte der Nachrichtenagentur dpa mit Blick auf den prognostizierten Wahlsieg wie 2009: "Damit sind wir sehr zufrieden." Entscheidend sei womöglich die klare Unterstützung der CDU für eine zweite Rheinbrücke gewesen. "Hier haben wir großen Zuspruch erfahren."

SPD und Grüne gleichauf

Die SPD liegt bei der Wahl zum Gemeinderat gleichauf mit den Grünen bei etwa 22 Prozent. Vor fünf Jahren erreichte die SPD 19,6 Prozent, die Grünen 20,1 Prozent. Die SPD in Karlsruhe hat bei der Kommunalwahl am Sonntag nach der ersten Prognose kaum von der Amtsführung ihres Oberbürgermeisters Frank Mentrup profitieren können. Der Karlsruher SPD-Sprecher Christian Eheim zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: "Die SPD in Karlsruhe legt zum ersten Mal seit 1980 wieder an Stimmen und Sitzen zu. Insofern ist das ein gutes Ergebnis." Seine Partei sei zuversichtlich, in der Auszählung der realen Stimmzettel noch zulegen zu können. Das liege auch an OB Mentrup. Die Karlsruher Grünen gewinnen 1,9 Prozent.

AfD stark, FDP großer Verlierer

Die Alternative für Deutschland (AfD) kann mit einem Einzug in den Karlsruher Gemeinderat rechnen. Sie liegt laut Prognosen bei 5 Prozent. Für die AfD sagte deren Karlsruher Sprecher Stephan Schmitt dem SWR: "Wir haben uns mehr erhofft." Er warf den lokalen Medien vor, kaum über das Programm seiner Partei berichtet zu haben.

Größter Verlierer in Karlsruhe ist die FDP. Die Liberalen bekommen laut SWR-Prognose nur 5,5 Prozent. Im Vergleich zur Wahl im Jahr 2009 verliert die FPD damit 7,1 Prozent. "Das Ergebnis ist enttäuschend", so FDP-Stadtrat Thomas Hock, "gerade auf kommunaler Ebene sind wir ziemlich eingebrochen." FDP-Bürgermeister Michael Obert rechnet mit 3 Sitzen (bisher 6 Sitze) im neuen Gemeinderat. Abzuwarten bleibe die Auszählung der panaschierten Stimmen - "in der Regel gewinnt die FDP immer noch Stimmen dazu", so Obert.

Weitere Verlierer könnten laut SWR-Prognose demnach die Karlsruher Liste (KAL) mit 3,5 Prozent (-2,4) und die Freien Wähler mit 1,2 Prozent (-4,5) sein. Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) liegt derzeit bei 2,4 Prozent (+ 0) und die Die Linke konnte um 1,5 Prozent auf 5,5 Prozent zulegen. Linken-Stadtrat Niko Fostiropoulos zeigt sich mit den bisherigen Prognosen zufrieden: "Bei aktuellen Prognosen für die Kommunalwahl sieht es danach aus, als könnte die Linke den dritten Sitz im Gemeinderat bekommen. Das wäre in vielerlei Hinsicht wichtig. Damit sind wir sehr zufrieden. Besonders froh bin ich darüber, dass uns die AfD wohl nicht überholt."

Die Piraten erreichen 3,5 Prozent und Die Partei kommt auf 1,4 Prozent. Der SWR schätzte die Beteiligung in Karlsruhe auf 44 Prozent, etwas mehr als vor fünf Jahren (42,7 Prozent).

Endgültige Ergebnisse am Montagabend

Oberbürgermeister Frank Mentrup hat gegen 21 Uhr eine Analyse auf Basis der unveränderten Stimmzettel verkündet. Hierbei wurden nur die unverändert abgebeben Stimmzettel gezählt: 30 Prozent der Wähler hätten demnach ihre Liste unverändert in die Urne geworfen. An erster Stelle liegt derzeit die CDU mit 29,9 Prozent, ihr folgt die SPD mit 22,9 Prozent. An dritter Stelle finden sich die Grünen mit 21,2 Prozent. Die Linken verzeichnen 5,0 Prozent, die AfD erreicht 6,0 Prozent der Stimmen. Dann folgen die Piraten (3,3), die Karlsruher Liste (KAL) mit 2,9 Prozent, Gemeinsam für Karlsruhe (GfK) mit 2,1 Prozent, die Freien Wähler (2,0) und Die Partei mit 0,5 Prozent. Das Ergebnis kann sich aber noch deutlich ändern, wenn die panaschierten und kumulierten Stimmen ausgezählt wurden.

Das vorläufige amtliche Ergebnis der Karlsruher Gemeinderatswahl wird erst nach der Feinauszählung voraussichtlich am Montagabend, ab 18 Uhr, im Foyer der Schwarzwaldhalle bekanntgeben. Das Wahlamt rechnet am Montag gegen 20 Uhr mit der Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Endergebnisses der Gemeinderatswahl sowie der sieben Ortschaftsratswahlen durch OB Mentrup als Gemeindewahlleiter. Auch hier wird ka-news vor Ort sein und berichten.

Der Artikel wurde im Laufe des Abends stetig aktualisiert.

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Kommentare (94)
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  •   LaCage
    (2158 Beiträge)

    26.05.2014 19:33 Uhr
    gwählt isch und gut isch
    jetzt wird kräftig Tempo aus den Themen Stadion, Rheinbrücke und Umghung Hagsfeld genommen und mal ordentlich Zusatzkosten für die U-Strab gestanden...
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (146 Beiträge)

    26.05.2014 14:56 Uhr
    @Gehwegparker
    @ Gehwegparker

    Normalerweise hast du hier immer die besten Kommentare, allein nur wegen dir lohnt es sich schon, bei ka-news rein zu schauen! Aber jetzt hast du gegen Lehrer und Beamte gehetzt, sorry, aber da können mer jetzt keine Freunde mehr sein.... Ich lese keinen Kommtar mehr von Dir.... Schluss mit lustig, Schicht im Schacht....
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  •   DerSpinner
    (2070 Beiträge)

    27.05.2014 00:09 Uhr
    und jetzt?
    Das juckt den ungefähr so sehr wie eine deutsche Eiche, an der sich ne Wildsau reibt.
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  •   SagMalWas
    (345 Beiträge)

    26.05.2014 09:32 Uhr
    30 Prozent
    Bisher haben sie ja erst 30% ausgezählt. Und hierbei dürfte es sich um vorwiegend 2 Personengruppen gehandelt haben:
    1. Leute, die es sich einfach machen wollten
    2. Stammwähler

    Was übrig bleibt sind die veränderten Zettel. D.h hier haben sich die Leute vielleicht sogar Gedanken gemacht und im Idealfall bisherige Arbeit belohnt/abgestraft.

    Vielleicht sind die veränderten Zettel auch größtenteils ungültig, bei 48 Stimmen kann man sich schon mal vertun. Die ätere Dame vor mir im Wahlbüro wollte zur Kontrolle mit den Wahlhelfern mal ihre Zettel durchgehen. War fast schon lustig mit anzusehen, wie sich die Wahlhelfer versucht haben da rauszuwinden, dabei immer demonstrativ den Blick von den Wahlunterlagen abgewandt grinsen
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (929 Beiträge)

    26.05.2014 10:10 Uhr
    Dann bin ich ja beruhigt...
    Wenn 1. zutrifft, dann kriegt der AfD jetzt ja keine Stimme mehr.

    Sehr schön ist auch:
    AfD-Schmitt träumt laut

    Bundestags-Wahlergebnis von 5,6% (???) - habe ich da was verpasst? Das passiert halt, wenn sich politische Amateure für ein "Ehren"-Amt bewerben.
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  •   Hassowa
    (829 Beiträge)

    26.05.2014 16:29 Uhr
    Auch die 5,6% in Karlsruhe bei der BTW 2013 stimmen
    Das war in der Tat das Zweitstimmenergebnis.
    Offensichtlich ist der Schreiber des Ausgangsbeitrags von kompletter Anhnungslosigkeit befallen.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (929 Beiträge)

    26.05.2014 17:49 Uhr
    In der Tat mögen Sie recht haben...
    ... mit den 5,6 % AfDer-Zweitstimmen bei der Bundestagstagswahl. Mein Vorschlag: Sie übernehmen mit Ihrem gesamten AfDer-Verein geschlossen den ADAC-Nordbaden, dann können Sie mit Zahlen spielen, wie Sie wollen, und Herr Schmitt wäre morgen schon Gauleiter. PS: Die 4 cm² Nasen-Flocatti für den passenden "Jubel-Perser" gäbe es passend dazu.
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  •   Hassowa
    (829 Beiträge)

    26.05.2014 16:26 Uhr
    Stefan Schmitt hat wohl doch nicht geträumt
    Um 22 Uhr gestern Abend lag die AfD bei 6% und wird in Fraktionsstärke, d.h. mit drei Kandidaten in den Gemeinderat einziehen !!!
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  •   InKa
    (953 Beiträge)

    26.05.2014 14:12 Uhr
    überrascht?
    die Afd hat ihr deutschlandweit bestes Ergebnis bei der Europawahl in Pforzheim erzielt. Die Partei sprang dort bei ihrem ersten Antreten mit 14,5 Prozent auf den dritten Platz hinter CDU und SPD.
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  •   Wuehlmaus
    (3488 Beiträge)

    26.05.2014 22:07 Uhr
    Die Pforzheimer sehen halt, wohin die Reise geht.
    Sie sind uns nur ein paar Jahre voraus.

    Interessant ist, daß in Duisburg die SPD 40% geholt hat. Diese Wähler wollen es dort nicht anders.
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