2  

Karlsruhe Kombilösung: Deckelbau für Autotunnel geht zügig voran

In ihrer wöchentlichen Pressemitteilung schreibt die Karlsruher-Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig): Die Bauarbeiter haben in der Kriegsstraße schon wieder den Deckel auf einen großen Teil des entstehenden Autotunnels betoniert. Zwischen Meidinger Straße und der Kreuzstraße ist der Tunnel im Rohbau jetzt hergestellt. Mit dem Fortschritt der Arbeiten verringert sich am Wochenende die Anzahl der Hochkräne.

Damit wird jetzt "nur" noch im Baufeld O 3 zwischen Meidinger Straße und Mendelssohnplatz, im westlichen Teilbaufeld O 4 und im Baufeld O 5 zwischen Kreuzstraße und Ettlinger Tor sowie im Baufeld W 1 zwischen Ritterstraße und Karlstor an Sohlen, Außenwänden und der Innenwand sowie Decken des Tunnels gearbeitet.

Hebewerk sammelt anfallendes Regenwasser und pumpt es in die Kanalisation

Der Kran-Abbau geht einher mit einer Vollsperrung der Kriegsstraße zwischen Ettlinger Straße beziehungsweise Ettlinger Tor und Adlerstraße an diesem Sonntag, den 11. Oktober. Im Stadtbild "fehlen" wird dann der Kran an der Ecke Kriegsstraße/ Meidingerstraße östlich des Staatstheaters.

Zu diesen Betonarbeiten gehören aber auch die Rampen, die zwischen Ettlinger Tor und Karlstor aus dem Tunnel heraus nach oben beziehungsweise von oben in den Tunnel hineinführen. Vier dieser Rampen gibt es  je eine für Ausfahrt und Einfahrt auf der Nordseite der Kriegsstraße und noch einmal je eine für Ausfahrt und Einfahrt auf der Südseite.

Lückenhaft: Westlich vom Mendelssohnplatz werden die Kurvenstücke des Gleisvierecks verlegt. | Bild: KASIG

Außerdem werden aktuell auch einige in die Tiefe reichende "Rand-Bauwerke" errichtet, die aber für den Betrieb des Tunnels unerlässlich sind: In den Baufeldern W 3/ W 4 zwischen Ettlinger Tor und Lammstraße entsteht auf der Nordseite der Anschlusstunnel an das Parkhaus Ettlinger Tor, sowie auf der Südseite der Kriegsstraße das Treppenhaus zur Betriebszentrale und seit dieser Woche, unmittelbar am Ettlinger Tor, das Hebewerk Mitte.

Arbeiten an den endgültigen Fahrbahnen und Gehwegen stehen auf dem Programm

Auch am Karlstor entsteht ein Hebewerk, das ebenso wie seine beiden "Schwestern" in den Tunnelrampen anfallendes Regenwasser sammelt und nach oben in die Kanalisation pumpen wird. Das Hebewerk Ost in der Ecke Kapellenstraße/ Ludwig-Erhard-Allee hat dieser Tage bereits seinen Betrieb aufgenommen.

Es wird seit dem Asphalteinbau in den östlichen Rampen des Tunnels nun auch mit Regenwasser "versorgt" und pumpt bzw. "hebt" fortan automatisch gesteuert das ankommende Regenwasser in die städtische Kanalisation.

Richtungsweisend: Die Leitstreifen für Sehbehinderte und Blinde werden auf der Zwischenebene der Haltestelle Lammstraße in den Terrazzo-Estrich verlegt. | Bild: KASIG

Am Karlstor läuft unter den Hilfsbrücken für die Stadtbahnen und Straßenbahnen der Abbruch der alten Elemente der früheren Straßenunterführung. Nicht nur die Wände werden beseitigt, sondern auch die Sohle, auf der mehr als 50 Jahre lang die Autos in der Kriegsstraße die Karlstraße unterquerten.

Auto- und Radverkehr voraussichtlich 5 Wochen unterbrochen

Zwischen Lammstraße und Ritterstraße, im ehemaligen Tunnelbaufeld W2 beim Nymphengarten, stehen die Arbeiten an den endgültigen Fahrbahnen und Gehwegen auf dem Programm. Direkt westlich am Mendelssohnplatz sorgt der Einbau der Weichen für die Ein- und Ausfahrt der Straßenbahnen auf die Gleise der neuen Trasse über dem Straßentunnel in der Kriegsstraße noch voraussichtlich bis Anfang November für Verkehrseinschränkungen.

Östlich des Mendelssohnplatzes in der Ludwig-Erhard-Allee erfolgt die Begrünung der Straßenbahntrasse mit Linden.

An der Kreuzung Ludwig-Erhard-Allee/ Ostendstraße/ Henriette-Obermüller-Straße beginnen ab Montag, den 12. Oktober, die Vorbereitungen für den Einbau der Weichen zum Anschluss der neuen Straßenbahntrasse an die bestehenden Gleise im Osten der Stadt. Die für den Weicheneinbau erforderliche Sperrung der Gleise im Abschnitt Henriette-Obermüller-Straße/ Philipp-Reis-Straße erfolgt im Zeitraum 17. Oktober bis 1. November.

Herausgeputzt: Die unterirdische Haltestelle Lammstraße zeigt sich zum 10. Oktober am Tag der offenen Baustelle in hellem Licht. |

Der Auto- und Radverkehr von der Ostendstraße in die Henriette-Obermüller-Straße und umgekehrt über die Ludwig-Erhard-Allee sowie der Linksab- und –einbiegeverkehr an dieser Kreuzung ist ab Montag, den 12. Oktober für voraussichtlich 5 Wochen unterbrochen. In Ost-West-Richtung stadteinwärts und West-Ost-Richtung stadtauswärts bestehen nur geringe und kurzzeitige Einschränkungen.

Mehr zum Thema
Kombilösung Karlsruhe | ka-news.de: Baufortschritt, Mehrkosten, Sperrungen und Verzögerungen: Mehr Infos und Fotos von der Karlsruher Kombilösung finden Sie in unserem Dossier!
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (2)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   BMWFahrer
    (315 Beiträge)

    09.10.2020 20:35 Uhr
    Warum Hebewerk und kein Lupfwerk ?
    Wenn das Regenwasser nur gehoben wird, nutzt das nicht. Es muss gelupft werden, um in Kanalisation abfließen zu können.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (11846 Beiträge)

    10.10.2020 10:37 Uhr
    !
    Da kann man dann ja nur hoffen, dass keine badische Technik verbaut wird! zwinkern

    Interessieren würde mich ja, warum man kürzlich den 2. Abschnitt für den Radverkehr gesperrt hat, obwohl der sich praktisch nicht von anderen einspurigen Abschnitten unterwscheidet, wo Radfahren erlaubt ist. Im Gegenzug gibt es aber keine Fußgängerverbote, obwohl zwischen Lammstr. und Ettlinger Tor derzeit keine Gehwege gibt, so dass nach § 25 auf der Fahrbahn zu gehen ist, wovon ich vor 2 Wochen auch mal Gebrauch machen musste, weil mich die Abwesenheit von Gehwegen überrascht hatte und die Zeit für Umwege zu knapp war. Aber Beschilderungen von Baustellen sind ja bundesweit Glückssache ...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.