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Karlsruhe Diese Bilder zeigen: An diesen Kleinigkeiten liegt es, dass der Karlsruher Autotunnel nicht rechtzeitig fertig wird

Der Autotunnel in der Kriegsstraße hat mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. Dabei sind es nicht etwa Baumaterialien, bei denen Rückstände entstehen, sondern Klein- und Kleinstteile, die dennoch für eine Fertigstellung nötig sind. ka-news.de-Volontär Lars Notararigo hat sich im Kriegsstraßentunnel umgesehen: Welche Schläuche, Kabel und Co. halten den Zeitplan auf?

Gemeinsam mit Achim Winkel, dem Pressesprecher der Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig), fahre ich von der Kasig-Zentrale aus in Richtung des Autotunnels der Kriegsstraße. Das Ziel: Genau festzustellen, woran es liegt, dass sich seine Fertigstellung verzögert. 

Eines fällt bereits auf, als unsere Fahrräder den Tunnel hinabrauschen - es sind kaum noch Bauarbeiter zugegen. Überhaupt keine, wie Winkel berichtigt: "Momentan sind nur noch Handwerker auf der Baustelle beschäftigt. Vornehmlich Elektriker, die sich um Strom- und Kommunikationsleitungen kümmern." Der Rohbau des Tunnels sei abgeschlossen und nur noch die Details entscheiden, wann er eingeweiht werde, doch genau hier liege das Problem.

Entgegen der zukünftigen Fahrtrichtung "rasen" wir die Tunnelbaustelle entlang. | Bild: Thomas Riedel

Die finalen Arbeiten und Installationen am Tunnel ziehen sich hin - so zum Beispiel die Kommunikation für Notfälle innerhalb des Tunnels: "Für Notfalldurchsagen, montieren wir zum Beispiel Lautsprecher an die Decke, um die Fahrer im Tunnel im Fall des Falls zu warnen", erzählt Winkel.

Bei einem Unfall können diese Lautsprecher den Autofahrern im Tunnel genaue Informationen und Anweisungen geben. | Bild: Thomas Riedel

"Diese Lautsprecher werden von der Betriebszentrale aus gesteuert und ganz besonders dort haben wir mit Lieferengpässen zu kämpfen", berichtet der Pressesprecher. Mittlerweile sind wir auch in der Zentrale angekommen und es zeigt sich - hier herrschen noch einige Defizite vor, besonders bei Kleinarbeiten.

In der Betriebszentrale des Tunnels sind noch einige Bodenplatten nicht verlegt. | Bild: Thomas Riedel

"Es fehlen zum Beispiel viele Leerrohre für die Elektrik. Die, die wir haben, werden fast nur oberirdisch verbaut, da die Trasse oben Priorität hat. Genauso fehlen uns Kabel und Verbindungsstücke für Kabel. Das mögen kleine, banale Details sein, aber sie können uns genauso im Bauvorgang aufhalten wie fehlender Beton", so Winkel. An manchen Stellen seien die Kabel bereits verlegt, an anderen fehlen sie völlig.

Offene Kabel liegen in einem einzelnen Leerrohr. Die restlichen Leerrohre fehlen. | Bild: Thomas Riedel

"Natürlich können wir den Tunnel nicht freigeben, solange die Betriebszentrale nicht fertig verkabelt und stabilisiert ist", sagt er. "Wir reden immerhin von 20.000 Volt die über die Zentrale gesteuert werden. Man glaubt immer, ein Autotunnel sei langweilig: Wände, Boden, Decke und Asphalt. Aber es steckt einiges an Aufwand dahinter - und im Notfall muss alles funktionieren."

20.000 Volt fließen durch die Transformatoren in der Betriebszentrale. | Bild: Thomas Riedel

Damit meine er auch vermeidliche Kleinigkeiten. So müssen etwa einige Notfall-Meldekästchen noch in Betrieb genommen werden, was durch fehlende Verkabelung erschwert wird. Und es sei nicht die Elektronik alleine, die die Sicherheit und das Arbeitsklima in der Betriebshalle bestimmen. 

Noch müssen einige Notfallmelder verkabelt werden und sind daher außer Betrieb. | Bild: Thomas Riedel

Innerhalb der Betriebszentrale müsse auch ständig gelüftet werden - wie bei jedem unterirdischen Arbeitsplatz. "Aber auch bei der Belüftung fehlen uns einige Verbindungsteile, sowohl bei den Kabeln als auch bei der Abdichtung der Luftschächte."

Die Ventilatoren an der Decke verstärken den Luftzug durchfahrender Autos und erzeugen so einen Luftstrom, der die Abgase aus dem Tunnel leitet. | Bild: Thomas Riedel

Deutlich werde das noch einmal, durch die vielen Kabelrollen, die im ganzen Tunnel herumstehen und bis zur Lieferung der Verbindungsstücke nicht eingesetzt werden können.

Die Kabeltrommeln im Kriegsstraßentunnel warten auf ihren Einbau. | Bild: Thomas Riedel

All diesen kleinen Rückschlägen zum Trotz sei Winkel nicht zu pessimistisch in Bezug auf die Fertigstellung. Am Ende der Tour spricht er davon, dass solche Kleinigkeiten, sobald sie einmal geliefert sind, nur wenig Zeit zum Einbau verbrauchen würden. Auch würden durch die Lieferverzögerungen selbst keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Der Tunnel an sich ist fertig. Doch wann er endgültig in Betrieb gehen kann, ist momentan unklar. | Bild: Thomas Riedel

"Genau sagen, wann wir fertig sind, kann ich nicht", so der Pressesprecher. Doch seiner Meinung nach könne die Eröffnung nur wenige Wochen hinter der gesetzten Frist liegen und vielleicht noch im Dezember stattfinden.

Die gesamte Bilderserie zu den Baufortschritten des Autotunnels:

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  •   UngueltigDannZuLang
    (439 Beiträge)

    23.08.2021 15:47 Uhr
    Nur mal nebenbei
    Zig unverlegte Kabeltrommeln sind fuer mich keine 'Kleinigkeiten'.

    Ob da irgendwo 20.000 Volt drueber laufen interessiert mich eigentlich auch nicht. (Soll das heissen, dass auch CO2-Autoverkehr nur mit viel Spannung/Strom/Emergie funktioniert?) Auch wenn ich ein Autoverweigerer bin. Im Tunnel ersticken sollten die, die dort lang fahren wollen/muessen, halt auch nicht.

    Also nix fertig.
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  •   mikado46
    (257 Beiträge)

    23.08.2021 14:14 Uhr
    Natürlich.........
    ...wird er Autotunnel nicht fertig. Beim technisch aufwendiren Strassaenabahntunnel gibt es keine
    Probleme.
    Fahrradminister Winfried Hermann (Grüne ), hat wohl auch nichts anderes erwartet......
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  •   UngueltigDannZuLang
    (439 Beiträge)

    23.08.2021 14:05 Uhr
    Zitat: 'Der Tunnel an sich ist fertig.'
    Ist er nicht.

    Sonst koennte man ihn in Betrieb nehmen ohne sich nicht immer wieder neue Ausreden bzw. PR-Aktionen einfallen lassen zu muessen.

    (Dass zurzeit Materialknappheit in verschieden Bereichen herrscht, ist selbst bei mir angekommen. Dass man 2021 auf Material fuer einen Tunnel wartet, der 2017 fertig sein sollte, ohne Worte)
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  •   udoh
    (2018 Beiträge)

    23.08.2021 13:52 Uhr
    Mal wieder ohne Sprit auf der Zielgeraden?
    .... und wie immer hat der "Weihnachtsmann" schuld, dass das "Jahrhundertprojekt" seinem Namen der gefühlten Bauzeit verdankt?
    Und Mehrkosten sind ja auch kein Problem, wofür gibt es Grund-, Gewerbe- und andere Steuern bei denen man sich einfach bedient sonst?
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  •   mueck
    (12410 Beiträge)

    22.08.2021 10:06 Uhr
    Wenn's für einen Autotunnel nicht reicht das Material ...
    ... ein wetterfester Radschnellweg wäre auch nicht zu verachten! zwinkern
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  •   UngueltigDannZuLang
    (439 Beiträge)

    23.08.2021 13:57 Uhr
    Schmeil ...
    ... !
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  •   freigeist
    (752 Beiträge)

    22.08.2021 10:01 Uhr
    Am Ende erschreckend
    wie abhängig die Wirtschaft schon von China ist.Aber Hauptsache alles in "billig" Länder verlagern.
    Fast in jeder Branche schaut es im Moment so aus.
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  •   Berty87
    (1127 Beiträge)

    21.08.2021 11:36 Uhr
    BER
    2.0
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  •   80er
    (6168 Beiträge)

    21.08.2021 16:54 Uhr
    Blödsinn....
    .....
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  •   Berty87
    (1127 Beiträge)

    21.08.2021 21:40 Uhr
    Warten
    Wir ab, immerhin kostet er mehr als vorgesehen wie der BER
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