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Karlsruhe Der Untergrund öffnet sich bald: In zwei Wochen geht die Kombilösung an den Start

Noch zwei Wochen - dann geht die Kombilösung mit dem Tunnel für die Stadtbahnen und Straßenbahnen und der neuen Kriegsstraße an den Start. Natürlich laufen die Vorbereitungen für den "Tag der Tage" nach insgesamt zwölf Jahren Bauzeit schon seit Wochen auf Hochtouren, so die Karlsruher Schieneninfrastrukturgesellschaft (Kasig) in ihrem wöchentlichen Baustellen-Update.

Nach der aktuellen Planung wird es am Samstag, 11. Dezember, um 14 Uhr mit der Öffnung des Untergrunds für alle Karlsruher so richtig spannend: Zeitgleich öffnen sich die Treppenabgänge hinunter in die sieben unterirdischen Haltestellen und alle Straßenbahnlinien und die Linie S 2 fahren über die Rampen nach unten in und durch den Tunnel.

Neue Trasse über Kriegsstraße wird eingeweiht

Außerdem fahren Straßenbahnen ab diesem Zeitpunkt auch über die neue Gleistrasse in der Kriegsstraße. Die aktuelle Planung sieht zudem vor, dass an jeder der Haltestellen - und dort an einem der Treppenabgänge - ein oder zwei "Paten" das Durchschneiden des Bandes für "ihre" Haltestelle übernehmen. Für den Rest des Samstags verkehren alle Straßenbahnlinien der Verkehrsbetriebe Karlsruhe - das sind die Linien 1, 2, 3, 4, und 5-- und die Linie S 2 bereits nach dem neuen Liniennetzplan.

Testbetrieb: Die Fahrgastanzeiger wie hier in der Haltestelle Durlacher Tor werden bereits "bespielt" - aber noch nicht mit „echten“ Daten
Testbetrieb: Die Fahrgastanzeiger wie hier in der Haltestelle Durlacher Tor werden bereits "bespielt" - aber noch nicht mit „echten“ Daten | Bild: Kasig

Die erst ab Sonntagmorgen geltenden Änderungen des (bundesweiten) Fahrplanwechsels werden eigens für die Karlsruher Fahrgäste vorgezogen, damit die neuen unter- und oberirdischen Strecken sowie die Haltestellen auch wirklich von allen Interessierten genutzt werden können. Das bedeutet auch, dass sich Fahrgäste mit den neuen Linien und dem komplett neu "gestrickten" innerstädtischen Liniennetz vertraut machen sollten, da der Wechsel der Linien mitten am Tag erfolgt.

Autotunnel-Eröffnung verzögert sich

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) informiert aber schon jetzt und auch an dem Samstag der Inbetriebnahme über die anstehenden Änderungen, die auch im Internet (www.kvv.de) bereits zu sehen sind. Auch in der elektronischen Fahrplanauskunft (EFA) sind die Änderungen bereits eingepflegt.

Einsatzbereit: Auf den Bahnsteigen und den Zwischenebenen sind die Notrufsäulen startklar.
Einsatzbereit: Auf den Bahnsteigen und den Zwischenebenen sind die Notrufsäulen startklar. | Bild: Kasig

Die Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) fahren aus technischen Gründen am Samstag noch wie bisher - der Fahrplanwechsel kann wegen der Übergänge ins Netz der Deutschen Bahn (DB) und der damit zusammenhängenden Abstimmung mit den DB-Zügen erst am Sonntag in aller Frühe erfolgen. Von der Inbetriebnahme ausgenommen ist und bleibt für knapp vier Monate der Autotunnel unter der Kriegsstraße: Hier kam es beim Materialnachschub zu solchen Verzögerungen, dass eine Inbetriebnahme erst für Ende März 2022 ins Auge gefasst werden kann.

Mehr zum Thema
Kombilösung Karlsruhe | ka-news.de: Baufortschritt, Mehrkosten, Sperrungen und Verzögerungen: Mehr Infos und Fotos von der Karlsruher Kombilösung finden Sie in unserem Dossier!
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Kommentare (7)
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  •   andip
    (11336 Beiträge)

    29.11.2021 14:00 Uhr
    Die Botschaft hör ich wohl
    allein es fehlt mir (immer noch) der Glaube. zwinkern
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  •   Kemp
    (63 Beiträge)

    29.11.2021 12:11 Uhr
    Willkommen in Karlsruhe.....
    ...anstatt sich zu freuen, dass unsre Stadt durch Großprojekte aufgewertet und attraktiver wird, raunt wieder dieses Querdenker-angehauchte und überall beschiss-verdachtsmomentige Gemotzte durch die Gegend. Leute, seht das Positive. Der Straßenbahnverkehr in dieser Ausprägung geht überirdisch (schon lange) nicht mehr gut. Endlich wird mal sinnvoll investiert- in anderen Städten nimmt man so etwas gerne mit- und sieht die Chancen....hier: destruktives Schwarzmalen. Schade.
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  •   reinhardo48
    (40 Beiträge)

    30.11.2021 14:29 Uhr
    Großprojekte ... ?
    Großprojekte werden nicht automatisch auch zu GROSSARTIGEN PROJEKTEN,
    wenn man im Gegenzug dafür viele BEWÄHRTE KLEINIGKEITEN verändert und verschlimmbessert!

    Und das ist keine Schwarzmalerei ...,
    das ist leider seit vielen Jahren eine Tatsache ...!
    Sehr schade !
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  •   mueck
    (12459 Beiträge)

    29.11.2021 17:06 Uhr
    !
    Natürlich ginge es. Mannheim, Freiburg, Basel und vor einiger Zeit erst neu installiert in Straßburg sind Beispiele, dass es mit ähnlichen Dichten und teils eingeren Straßen durchaus ginge. Der einzige, psychologisch nicht ganz irrelevante Punkt sind die hiesigen, relativ hohen intransparenten Hochflur-Stadtbahnen, die aber als nicht mehr tunneltauglich mit Einweihung des Tunnels aus dem Stadtbild verschwinden. Moderate Entlastungsmaßnahmen zusammen mit alternativen Trassen und moderneren transparenteren Bahnen hätte genauso geholfen, eine Akzeptanz wie in den anderen genannten Städten zu erreichen. Und alles drei kommt ja: Moderne Bahnen sind schon da, alternative Trasse Kriegsstr. wird am 12.12. eingeweiht und das Liniennetz wird gestrafft: Unten fahren weniger Linien als ehedem oben in der Kaiserstr. Der Tunnel wäre überflüssig und hat nur den ÖV an den Rand des Ruins gebracht mit deutlichen Fahrgastverlusten und Nachteilen für die Geschäftswelt etc.
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  •   lenkdreiachser
    (424 Beiträge)

    30.11.2021 21:45 Uhr
    NET 2012
    Sowohl vom Aussehen als auch vom Laufeigenschaften kann man doch nur froh sein, wenn man das 'neue' Gelump im Untergrund versteckt. Kürzlich hatte ich mal eine Fahrt zum Hauptbahnhof mit einem der erstbeschafften NET 2012. Das war ja noch schlimmer als bei Ankunft in München die Variobahn - und das will was heißen.
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  •   dipfele
    (6023 Beiträge)

    28.11.2021 21:10 Uhr
    Eine Vision.....
    .. wird wahr. jetzt können die Eltern auf der Kaisestrasse in ruhe Kaffee trinken, ohne ihre tobenden Sprösslinge vor den Strassenbahnen warnen zu müssen. Heinz Fenrich sei Dank. Weil er so viel Gutes für karlsruhe getan hat, überreicht ihm der grüne MP das Bundesverdienstkreuz.
    Andere verdiente Politiker/innen, die sich fürs Geldverbrennen eingesetzt haten, wie CDU Frau Luczak-Schwarz und CDU Mann Käuflein bekamen lukratve Posten und für SPD Mann Zeh reichte es für eine Medallie.
    Ehrungen für Fehlentscheider, der Steuerzahler wird zur Kasse gebeten.
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  •   udoh
    (2039 Beiträge)

    29.11.2021 11:06 Uhr
    Auch bei einem Milliardengrab gibt es Profiteure
    Danke für die Erinnerung, dass an das Loch nicht nur alle nach unten zieht, sondern auch eine Handvoll in höheren Sphären wiegt zwinkern
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