Karlsruhe Achtung, Probe-Alarm! Die Karlsruher Feuerwehr übt im Stadtbahntunnel

Feuerwehrautos, die mit Martinshorn auf den Karlsruher Marktplatz fahren? Feuerwehrleute, die die Abgänge zur unterirdischen Haltestelle Marktplatz stürmen? Was klingt wie ein dramatischer Rettungseinsatz, wird sich von Montag, 2., bis Mittwoch, 4. November, auf dem Platz vor dem Karlsruher Rathaus abspielen. Doch keine Sorge: Bei den spektakulären Auftritten der Berufsfeuerwehr handelt es sich glücklicherweise nur um eine Rettungsübung im Stadtbahntunnel.

Bevor die Bahnen durch die Tunnel der Karlsruher Kombilösung rollen können, muss nicht nur die Infrastruktur bis ins kleinste Detail geplant sein - auch auf eventuelle Notfälle muss sich entsprechend vorbereitet werden. Vom kommenden Montag bis Mittwoch passiert genau das in der unterirdischen Haltestelle Marktplatz.

Die Übung: Person unter Bahn eingeklemmt

Hierbei sollen alle Angehörigen der Berufsfeuerwehr das Bergen einer durch einen Unfall unter eine anfahrende Bahn geratenen Person trainieren - ein im Bahnverkehr nicht auszuschließendes Szenario. Das erklärt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in einer Pressemeldung.

Die Haltestelle Lammstraße - trainiert wird in der bereits ähnlich ausgebauten Haltestelle Marktplatz. | Bild: Needham|Mohawkvisuals

Für die Übung werden zwei Bahnen bereitgestellt und die Infrastruktur so simuliert, wie sie die Feuerwehr auch nach Inbetriebnahme des Tunnels und der Haltestellen im Dezember 2021 vorfinden wird - mit kleinen Einschränkungen: Damit die normalen Bauarbeiten an der Kombilösung dennoch fortgesetzt werden können, werden Materialfahrzeuge an der simulierten Unglücksstelle vorbeifahren können.

Für echten Notfall wird vorgesorgt

Und was wäre, wenn die Feuerwehrleute während der dreitägigen Übung zu einem "echten" Einsatz gerufen würden? Auch dafür wird laut Kasig vorgesorgt: Damit die Einsatzkräfte den Tunnel schnell wieder verlassen können, "wurden die bei der Übung benötigten Treppenaufgänge und Zwischenebenen von Baumaterial geräumt, Gerüste sowie Bauzäune entfernt und die Drehkreuze an der Oberfläche zur Seite gerückt".

Geht aber alles glatt, versprechen sich Berufsfeuerwehr, Kasig und die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) von der Übung auch Erkenntnisse darüber, ob die bisher im Karlsruher Stadtgebiet ausschließlich oberirdisch eingesetzten Bergungsstrategien sowie Geräte sich auch unter "Tunnel-Umständen" bewähren, so die Kasig.

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