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Karlsruhe Unterführung am Karlstor wird zugeschüttet: Bauarbeiten für westlichen Teil des Autotunnels nehmen Fahrt auf, Gleisstränge werden länger

Am Karlstor ist schweres Gerät unterwegs: Die Vorarbeiten für den 1,6 Kilometer langen Autotunnel unter der Kriegsstraße haben nun auch am westlichen Ende des Bauwerks begonnen. Unter dem Mendelssohnplatz, wo der Autotunnel ebenfalls entlang führen wird, sind die Bauarbeiten schon ein gutes Stück weiter. Was auf den unterirdischen Baustellen von Karlsruhe noch passiert, haben wir im Kombi-News-Überblick.

Noch nicht einmal drei Wochen ist die Unterführung der Kriegsstraße unter der Karlstraße für den Autoverkehr gesperrt - und schon beginnen auch hier die Vorarbeiten für den Tunnelbau: Es werden die ersten Bohrschablonen angelegt, mit deren Hilfe das Drehbohrgerät später exakt die Bohrpfähle herstellen kann. Bis zu 20 Meter tief in die Erde werden diese reichen. 

Kombi-News 27. Apri 2019
Steht: Das Drehbohrgerät beginnt am Karlstor mit dem Herstellen der bis in 20 Meter Tiefe reichenden Bohrpfähle. | Bild: Kasig

In den nächsten beiden Wochen wird die früher dem Autoverkehr vorbehaltene östliche Rampe vollständig mit Erdreich aufgefüllt: Genau wie zuvor am Ettlinger Tor wird dieser aufgefüllte Straßenraum benötigt, damit die schweren Geräte dort arbeiten können. Das gibt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) in ihrem wöchentlichen Baustellen-Update bekannt.

Unter der Kriegsstraße nimmt der Autotunnel Form an

Beim Umbau der Kriegsstraße - wo eine neue, oberirdische Gleistrasse und ein darunter liegender Autotunnel entstehen wird - gehen die Arbeiten weiter. Unter dem Mendelssohnplatz sowie östlich und westlich des Platzes werden die einzelnen Abschnitte der Tunnelsohlen, die Außenwände, die Tunnel-Mittelwand und bereits die erste Tunneldecke geschalt, bewehrt und betoniert.

Zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor steht die abschnittsweise Herstellung der Tunnelsohle auf dem Programm der Arbeiter. Im Baufeld-Bereich zum Ettlinger Tor hin ist die Dichtigkeitsprüfung unmittelbar vor der Auswertung: Wenn durch Messungen erwiesen ist, dass die Baugrube dicht ist, beginnt der Erdaushub bis zur zweiten Ankerlage und damit unterhalb des Grundwasserpegels.

Kombi-News 27. April 2019
Läuft: Die Rampe westlich vom Karlstor ist fast vollständig aufgefüllt und wird mit schwerem Gerät planiert und verdichtet. | Bild: Kasig

In den Baufeldern, die unmittelbar an die Kreuzung Ettlinger Tor angrenzen, geht es den noch übrig gebliebenen Deckeln der früheren Kriegsstraßenunterführung über der West- und der Ost-Rampe an den Kragen: Sie werden abgebrochen, damit der neue Autotunnel beiderseits an das Kombi-Bauwerk angeschlossen werden kann.

Am Ettlinger Tor wird fleißig gebaut

Das Kombi-Bauwerk direkt unter der Kreuzung vereint einerseits einen Abschnitt der künftigen unterirdischen Stadtbahn- und Straßenbahn-Haltestelle und andererseits darüber liegend auch ein kleines Teilstück des späteren Kriegsstraßen-Autotunnels. Begonnen mit dem Abbruch wird zunächst westlich des Ettlinger Tors, teilt die Kasig mit. 

Kombi-News 12. April 2019
Sohlen: Zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor hat die Sohle bereits an den Tunnel zwischen Lammstraße und Ritterstraße angeschlossen. | Bild: Kasig

Auf Höhe der Kreuzstraße, des Staatstheaters und der Meidingerstraße läuft der Aushub von Erdreich bis zur ersten Ankerlage – also oberhalb des Grundwasserspiegels. Dort werden zudem die Reste der alten Fußgängerunterführung auf Höhe der Kreuzstraße und der alten östlichen Rampe der Kraftfahrzeugunterführung Ettlinger Tor abgerissen.

Gleisbau rückt im West-Ast voran

Ebenfalls laufen bereits im westlichen Teil die Vorbereitungen für die Injektion von Weichgel, um die Baugrube von unten gegen eindringendes Grundwasser abzudichten. Dabei muss die Bodenplatte der alten Rampe der Kfz-Unterführung vielfach - etwa im Raster von 1,90 Meter - durchbohrt werden.

Der Gleisbau in den unterirdischen Stadtbahn- und Straßenbahntunnels rückt nach Westen: Aktuell werden unter der Erde zwischen dem Gleisdreieck Marktplatz und dem Mühlburger Tor die Schienen verlegt. Zuerst verlegen die Arbeiter Unterschottermatten, auf die daraufhin Schotter aufgeschüttet wird. Anschließend werden darauf die Schwellen gelegt und mit den Schienen verbunden.

Kombi-News 20. April 2019
Gleisbau in den Tunneln der Kombilösung. | Bild: Kasig

Die Haltestellen Lammstraße, Durlacher Tor und Kronenplatz sind bereit für die Montage der Verkleidung der oberen Wandflächen. Die elektrischen Montagen werden kontinuierlich vorgenommen, damit Leitungen in Leerrohre in den Tunnelabschnitten, unter den Bahnsteigen der Haltestellen und in den Technikräumen verlegt werden können. Ebenso am "laufenden Band" erfolgt die Montage der Aufzüge und Fahrtreppen, die in den Haltestellen eingebaut werden.

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