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Trist und unscheinbar: Pavillon wird eingeweiht

Gute Vorzeichen für die nächsten neun Jahre sehen anders aus: Mit rund drei Monaten Verspätung wird am Montag der Infopavillon zur Kombilösung beim Staatstheater eingeweiht.

"Lieber spät als nie" könnte man denken. Doch so richtig will dieser Gedanke nicht aufkommen. Ursprünglich sollte der umstrittene Pavillon zum Spatenstich des - wahlweise - Jahrhundertprojektes oder Millionengrabs fertiggestellt sein.

Als Begründung, warum es zum 21. Januar nicht klappte, wurde der harte Winter herangezogen. Und tatsächlich, wer sich noch an das Schneechaos Daisy erinnert, ist beinahe gewillt, der Karlsruher Schienen - und Infrastruktur Gesellschaft (Kasig) zu verzeihen.

Wer allerdings die Worte von Kasig-Chef Walter Casazza im Ohr hat, der bei Bauprojekten allzu gerne von einer "ehrgeizigen Zeitplanung" spricht, kann dann doch ins Grübeln kommen.

Aus geplanten sechs Monaten Bauzeit wurden neun - nach Adam Riese und Eva Zwerg wurden also 50 Prozent draufgesattelt. Ob die mit 800.000 Euro kalkulierten - und vielfach umstrittenen - Kosten eingehalten wurden, ist noch nicht bekannt.

Bei all dem Aufwand könnte man am Ettlinger Tor jetzt einen goldenen Palast erwarten. Jedoch würde man bitterlich enttäuscht: Der Pavillon wirkt schlicht und ein wenig trist. Fast so, als solle er nicht sofort ins Auge stechen. Obwohl er an einer symbolischen Stelle steht: An dieser Kreuzung sollen 2019 beide Teile der Kombilösung - Straßenbahn- und Autotunnel aufeinander treffen.

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Kommentare (54)
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  •   mueck
    (12113 Beiträge)

    19.04.2010 12:22 Uhr
    '
    Zitat von wer sagt das Karlsruhe eine Weltstadt werden...

    Die, die sagen, Berlin, München, ... hätten ja auch eine U-Bahn und die gab's hier zuhauf.
    Zitat von
    Manche sind so blind, das Sie nicht mal sehen, das es auch mal einen Fortschritt geben muss.
    Für den ÖV (und der bezahlt's) sehe ich nur einen Rückschritt

    Zitat von
    Beklagt Euch mal das die Rheintal nicht ausgebaut wird, das ist viel schlimmer!!!!

    Das tut mein VCD und andere befreundete Verbände, keine Bange
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (94 Beiträge)

    18.04.2010 21:57 Uhr
    Ich kann
    mir denken, was sich drin findet, durfte ich ja schon in Stuttgart die immer wieder aufgehuebschte, noch bunter blinkende Stuttgart21-Propaganda angucken, bei der grobe Darstellungen der einzelnen PFA noch das inhaltsvollste waren...
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  •   yokohama
    (3449 Beiträge)

    18.04.2010 20:40 Uhr
    Trist, grau und öde..
    Stimmt, hätte man Stardesigner Colani oder die Architekten von Coop Himmelblau engagiert, wärs ein ansehnlicher Pavillion geworden, der vielleicht einen internationalen Architekturpreis gewonnen hätte. Oder man hätte sich wenigstens am architektonischen Erbe Karlsruhes orientieren und im klassizistischen Weinbrennerstil bauen können. Andererseits: Etwas Neogotik oder Retro-Fachwerk wäre an der Stelle auch nicht schlecht gewesen.. Stattdessen wieder die übliche Klötzchenarchitektur..
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  •   yokohama
    (3449 Beiträge)

    18.04.2010 21:20 Uhr
    ...
    ...Smiley vergessen zwinkern
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  •   runsiter
    (11986 Beiträge)

    18.04.2010 21:03 Uhr
    Kasse leer
    Dann wärs aber sicher mindestens doppelt so teuer geworden. Oder halt doch wieder Schmalspur-Kunst wie am Lessinggymnasium
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  •   Smallwood
    (1506 Beiträge)

    18.04.2010 20:09 Uhr
    hintergrund staatstheater
    der infopavillion wurde optisch dem staatstheater angepasst, welches nunmal nicht im jahre 2010 gebaut wurde.

    so einfach ist das!
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  •   mcclaney
    (1501 Beiträge)

    18.04.2010 20:42 Uhr
    Stimmt
    In seiner Hässlichkeit steht es dem Theater in Nichts nach.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (69 Beiträge)

    18.04.2010 23:29 Uhr
    super
    eine misslungene anpassung an ein gebäude, das zwar einigartig und wichtig für karlsruhe ist, jedoch nicht für eine besondere ästhetik oder zeitgemäße architektur steht. wenn wir nach dem motto die ustrab bauen - prost mahlzeit!
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  •   Sput
    (1023 Beiträge)

    19.04.2010 10:34 Uhr
    Das stimmt...
    ... ich hoffe auch sehr, daß wir den Tunnel im Stile der Zehnerjahre designen, und nicht etwa in dem der 80er. Vielleicht ein wenig Glas und Stahl in der Tunnelwand, eine nette indirekte Beleuchtung (mit Energiesparlampen!), vielleicht könnte man die Schienen auch in romantischem Anthrazit halten...
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (1456 Beiträge)

    19.04.2010 13:58 Uhr
    Beleuchtung
    > eine nette indirekte Beleuchtung (mit Energiesparlampen!),

    Indirekt ist schon mal wenig energieeffizient. Und Energiesparlampen wird's bis zur ersten Straßenbahn im Tunnel eh nicht mehr geben. LEDs wird's vermutlich (noch) geben, stattdessen überarbeitete traditionelle(!) Technik mit Glaskolben, Glühwendel und Halogen drin. Nur mal so meine Vorhersage, falls das Fenrichsche Loch überhaupt gebaut und fertiggestellt werden wird. Es kann ja noch soviel vorher passieren, z.B. Karlsruhe ist pleite, es passieren ein paar Mißgeschicke wie in Köln oder gar Vernunft zieht ein ins Karlsruher Rathaus.
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