Karlsruhe Stadtbahn- und Autotunnel nehmen weiter Form an: Gleise im Ost-Abzweig liegen, Fahrbahn wird betoniert

Beim Autotunnel, der unter der Kriegsstraße entsteht, geht es voran: Stück für Stück werden dort nun die Tunnelwände betoniert. Bis zu 20 Meter in die Tiefe ragende Stahlbeton-Säulen bilden die Sicherung der Baugrube. Ab 8. April wird die Unterführung der Kriegsstraße unter der Karlstraße hindurch für den Autoverkehr gesperrt.

Der Gleisbau auf dem Ost-Ast des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels ist beinahe abgeschlossen: Die Gleise zwischen dem Gleisdreieck am Marktplatz und der Rampe in der Durlacher Allee sind verlegt, geschweißt, ausgerichtet und gestopft. Im April beginnt dann der Gleisbau auf dem West-Ast zwischen Gleisdreieck und Rampe Mühlburger Tor.

Immer noch und immer wieder: Montage von Aufzügen 

Natürlich sind auch noch weitere Gewerke in den Tunnelabschnitten und den Haltestellen unterwegs: So werden laufend Kabel in die entsprechenden Leerrohre gezogen und zu den Schaltschränken in den Technikräumen geführt. Dauerthema ist auch die Montage von Aufzügen und Fahrtreppen: Derzeit in den Haltestellen Durlacher Tor, Lammstraße, Marktplatz und Ettlinger Tor.

Kombinews 22.03.19
Bald fließt der Beton zum Sohlenbau im Baufeld W 3 auf Höhe der Lammstraße direkt im Anschluss zum fertiggestellten Tunnelabschnitt zwischen Lamm- und Herrenstraße. | Bild: Kasig

Nun sind die Betonbauer auch westlich vom Ettlinger Tor angekommen: In diesen Tagen werden die ersten Abschnitte der Tunnelsohle zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor betoniert. Am Mendelssohnplatz ist man schon ein bisschen weiter: Dort sind ersten Abschnitte der Tunnelsohle bereits hergestellt.

Autotunnel Kriegsstraße nimmt Form an

Unter der Kriegsstraße entsteht ein neuer Autotunnel - mit einer Gleistrasse obenauf. Zwei Baufelder sind dort nun gleichzeitig beim Tunnelrohbau angekommen. Zug um Zug werden die einzelnen Tunnelsohlenabschnitte, die Tunnelwände und die Deckenabschnitte betoniert.

Auch zwischen Kreuzstraße und Meidingerstraße kündigt sich der Betonbau schon an: Hier wird bereits die Baugrube ausgehoben. Die Wände der Rampe von der früheren Unterführung der Kriegsstraße unter dem Ettlinger Tor hindurch stehen dem Erdaushub und dem Tunnelbau im Weg: Sie werden im Zuge des Baugrubenaushubs abgebrochen.

Kombinews 22.03.19
Wieder da - bald weg: Die Reste der Rampe und Unterführung Ettlinger Tor werden derzeit abgebrochen. | Bild: Kasig

Auf beiden Seiten direkt ans Ettlinger Tor anschließend liegen die Baufelder W 4 im Westen und O 5 im Osten. Beiderseits der Kreuzung sind zwei riesige Drehbohrgeräte im Einsatz, die Bohrpfähle herstellen. Die bis zu 20 Meter tief im Erdreich stehenden Stahlbeton-"Säulen" bilden die Sicherung der Baugrube und dienen zudem als rückwärtige Schalung, wenn die Tunnelwände hergestellt werden.

Kombinews 22.02.19
Stählerne Riesen: Am Ettlinger Tor sind gleich zwei Drehbohrgeräte im Einsatz. | Bild: Kasig

Unterführung Kriegsstraße ab 8. April gesperrt

Im Baufeld zwischen Herrenstraße und Karlstor, der ehemaligen Haltestelle Karlstor (Nord) und im Bereich der Querung Hirschstraße laufen die Vorbereitungen für den 8. April: Ab diesem Tag wird die Unterführung der Kriegsstraße unter der Karlstraße hindurch für den Autoverkehr gesperrt. Dadurch wird das Baufeld in der Mitte der Kriegsstraße frei gemacht für den Einsatz der Großgeräte.

An den äußersten Rändern neigt sich der Bau der provisorischen Fahrbahnen dem Ende entgegen, der Rückbau der früheren Straßenbahnhaltestelle Karlstor Nord läuft. Eingerichtet wird derzeit noch auf Höhe der Querung der Hirschstraße eine provisorische Verkehrsführung.

Kombinews 22.02.19
Fertig - Los! In Richtung Osten zum Ettlinger Tor steht im Ostteil des Baufelds W 3 noch der restliche Erdaushub an. | Bild: Kasig

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig ab dem Marktplatz bilden der Haltestellenausbau mit Betonwerksteinen und der Gleisbau die aktuellen Schwergewichte - im wahrsten Sinne des Wortes.

In der Haltestelle Lammstraße ist das Hängen der Betonwerksteine auf die Unterkonstruktion bereits so weit fortgeschritten, dass auf beiden Seiten der Haltestelle das Raumgerüst in die Länge und Höhe wächst. Vom Raumgerüst aus werden die Verkleidung für die Haltestellenwände und die Verkleidung der Haltestellendecke bewerkstelligt.

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