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Karlsruhe Seltsame Kegel: Das steckt hinter dem Hütchenspiel am Karlsruher Rathaus

Was ist denn da vor dem Rathaus los? Über ein Dutzend rot-weiße Verkehrspylonen stehen auf einem abgesperrten Baufeld direkt angrenzend zum Karlsruher Marktplatz. Wer genauer hinschaut, kann schon vermuten, was hinter der Aktion steckt.

"Das Hütchenspiel hat einen sicherheitstechnischen Hintergrund", erklärt Achim Winkel, Pressesprecher der Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (Kasig) auf Anfrage ka-news. Auf den abgeschnittenen Köpfen der Verkehrshütchen befinde sich ein Prisma. Dieses werde in regelmäßigen Abständen von einem Messgerät abgetastet und gebe so eine Auskunft darüber, "ob das Hütchen noch am exakt gleichen Punkt steht wie bei der vorangegangenen Messung", so Winkel.

Diese Maßnahme wurde getroffen, weil momentan direkt unter dieser Stelle an den letzten Metern des Südabzweig-Tunnels gearbeitet wird. "Unter der Fläche wird derzeit der Rohrschirm unterirdisch eingebracht, welcher der Sicherung des Tunnelvortriebs auf den letzten 25 Metern - in der so genannten 'Trompete' - dient", so Winkel weiter.

Durch die oberirdische Überwachung könne gesehen werden, ob sich die Oberfläche hebe oder senke - "was sie beides nicht tun soll", betont Winkel. Eine solche Überwachung fand schon während des Tunnelvortriebs mit der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" unter der Kaiserstraße statt. "Damals standen die Hütchen aber nicht auf der Straße. Das ging wegen des Straßenbahn- und Fußgängeraufkommens nicht", erklärt der Pressesprecher. Stattdessen hätten regelmäßige Messfahrten stattgefunden, zudem habe man an den Häuserfronten Prismen angebracht.

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  •   Malerdoerfler
    (3675 Beiträge)

    14.10.2016 07:27 Uhr
    Immer wieder für eine Überraschung gut
    unsere Leute vom Bau.
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  •   lynx1984
    (2740 Beiträge)

    13.10.2016 12:01 Uhr
    und wenn
    da jetzt jemand ne Zeitschrift unter legt oder der Bembe mit seinem LKW halt durch muss... Kann das wirklich sicher sein?

    Mal im Ernst: Erschütterungen durch die Bautätigkeiten im darunterliegendne Untergrund lassen die Hütchen doch bestimmt vibrieren oder gar leicht verschieben. Wenns ne große Bewegung gibt ist es meist doch "eh schon zu spät"...
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  •   haku
    (3813 Beiträge)

    13.10.2016 12:46 Uhr
    Ich vermute...
    ...das die Hütchen nur Schutz/Markierung sind und der Reflektor auf einer in den Asphalt gerammten Eisenstange sitzt. Ansonsten würde ja wirklich jede Vibration oder heftiger Wind die Reflektoren etwas verschieben.
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  •   mueck
    (9090 Beiträge)

    14.10.2016 11:07 Uhr
    !
    So ist es. Das Winkelprisma ist das relevante und das steht fest.
    Und Bembe darf da im Moment nicht durch.
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    13.10.2016 15:01 Uhr
    Sehe ich ebenso,
    die Hütchen sind zwar schwer, aber so schwer auch wieder nicht. Eine starke Windböe verschiebt die oder schmeisst sie gar um. Da sind bestimmt noch Innereien drin.

    Man kann denen die sich das ausgedacht ruhig zutrauen, dass das zuverlässig funktioniert. Ich frage mich nur was passiert wenn die Messwerte die vorgegebene Toleranz überschreiten. Baustopp? grinsen
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  •   EllyKawuppke
    (69 Beiträge)

    13.10.2016 23:27 Uhr
    Jo, kann ja nur
    denke ich! Baustop, dann rumdiskutieren, mehrere Gutachten, Verzögerungen, letztlich irgendwelche Zusatzmassnahmen für zig Millionen ...
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  •   kommentar4711
    (1483 Beiträge)

    13.10.2016 12:22 Uhr
    Antwort auf und wenn
    "Wenns ne große Bewegung gibt ist es meist doch "eh schon zu spät"..."

    Genau, deswegen registriert man damit auch schon kleine Bewegungen. Und alles andere passiert entweder nicht weil der Bereich abgesperrt ist oder wird dann eben vom Personal entsprechend festgestellt.
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