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Karlsruhe Milliarden-Grenze geknackt: "Karlsruhe muss aus der Kombilösung lernen"

Die Grenze wurde geknackt: Die Kombilösung wird mehr als eine Milliarde Euro kosten. Eine genaue Summe ist derzeit noch nicht bekannt. Die Karlsruher Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) fordern: Karlsruhe müsse aus dieser Kostensteigerung Konsequenzen für die Zukunft ziehen.

Das Durchbrechen der symbolischen Milliardenmauer ist auch im Vergleich zu anderen Infrastruktur-Großprojekten bedauerlicherweise kein Einzelfall. Die Milliarden-Nachricht muss aber den Blick auf eine umfassende, realistische und transparente Kostenplanung für zukünftige Investitionen schärfen", erklärt der DGB-Stadtverbandsvorsitzende Dieter Bürk.

Es könne nicht sein, dass  "einige Leuchtturmprojekte unter Umgehung dieser kritischen Überprüfung bevorzugt werden", mahnt Dieter Bürk an. Der DGB-Stadtverband fordert Oberbürgermeister Frank Mentrup und den Gemeinderat in einer Pressemitteilung deshalb auf, "vor der Tätigung weiterer struktureller Großinvestitionen oder den Überlegungen zu weiteren Maßnahmen der Haushaltskonsolidierung einen breiten Bürgerdialog über die Vorstellungen und Prioritäten der Bürger für öffentlichen Investitionen in enger Abstimmung mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zu initiieren".

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Kombilösung Karlsruhe | ka-news.de: Baufortschritt, Mehrkosten, Sperrungen und Verzögerungen: Mehr Infos und Fotos von der Karlsruher Kombilösung finden Sie in unserem Dossier!
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Kommentare (31)
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  •   Waterman
    (5897 Beiträge)

    05.03.2017 23:55 Uhr
    Warum immer so verzagt?
    Karlsruhe ist eine Wachstumsregion und wird die Kosten stemmen. Jeder der baut, muss auch mal dafür sparen.

    Schlußendlich gibt es ja auch etwas dafür. (zumindest mehr als ein paar neue Bäume). Mit etwas Optimismus kann man sich auch eine zukünftige Innenstadt vorstellen, die den Bürgern gefällt und in ein paar Jahren stolz sein lässt. Wer sich das nicht vorstellen kann, sollte einfach mal ein bisschen reisen und sich andere Städte ansehen.

    Als gegen Ende des 18. Jahrhunderts der Umbau des Marktplatzes beschlossen wurde, gab es auch 20 Jahre Streit um die Kosten und das Wie. Das ist halt so!
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  •   mkalle
    (45 Beiträge)

    06.03.2017 09:11 Uhr
    Genau so ist es!
    1 Mrd. Euro, das sind gerade mal 300 Euro pro Bürger pro Jahr (Bei etwa 10 Jahren Bauzeit). Und dafür dann eine Innenstadt, die nicht an einen Güterbahnhof erinnert, das ist ein kleiner Preis wie ich finde. Sie hätten ruhig eine richtige U-Strab bis hinter den Bahnhof bauen sollen, und vom Entenfang bis zum Messplatz. Dann wären viele Verkehrsprobleme deutlich verbessert worden.
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  •   dipfele
    (4240 Beiträge)

    07.03.2017 21:05 Uhr
    und dann....
    .... wären wir bei zwei Milliarden gelandet. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Kapellenstr und die Kriegstrasse West hätten untertunnelt gehört.
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    06.03.2017 01:55 Uhr
    Du bist spät
    in die Diskussion eingestiegen, es wurde in den letzten drei Tagen viel über diese Wachstumsgeschichte diskutiert. Es geht hier auch nicht nur um die Kosten sondern darum wie das Wachstum zu stemmen und ob es überhaupt gewünscht ist. Eher nicht. Der Platz ist begrenzt.
    Ich bin überzeugt, dass eine Mehrheit dafür ist, dass Karlsruhe von der Einwohnerzahl und Fläche so bleiben sollte wie es jetzt ist. Den Status Quo optimieren, ja selbstverständlich, mit sinnvollen Maßnahmen (wozu die U-Strab mit Sicherheit nicht gehört).
    Aber ein hektisches Wachstum und vor allem hektischer Zuzug sind bisher immer in den Sack gegangen. Mündet zwangsläufig in Gentrifizierung und Ghettoisierung. Wir haben wenig und sehr überschaubare künstliche Viertel die zum Glück ihre schlechten Zeiten schon hinter sich haben. Hier hat man hoffentlich gelernt. Unbedingt zu vermeiden sind Hochhausviertel.
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  •   Zutraeger
    (1074 Beiträge)

    06.03.2017 01:27 Uhr
    Ich muss doch
    sehr bitten, unser Gemeinderat reist ausgiebig zum Wohle der Stadtentwicklung. Mit einer 20-köpfigen Delegation nach Linz und London zum Beispiel, nur mal um ein Theater von innen zu sehen.
    Leider hat ka-news nicht darüber berichtet welche bahnbrechenden Erkenntnisse bei dieser Schmarotzerei der gut bezahlten Ehrenämtler gewonnen wurden.
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  •   kaufdirmaleingrundgesetz
    (445 Beiträge)

    06.03.2017 00:43 Uhr
    Hihihi
    Das Geschreibsel hätte von JR kommen können.

    "Mit etwas Optimismus kann man sich auch eine zukünftige Innenstadt vorstellen, die den Bürgern gefällt und in ein paar Jahren stolz sein lässt."

    Handyläden, Dönerbuden und Ramschläden sind bestimmt ein Grund für "Stolz". Auf welcher Seite eigentlich? Auf der, der Invasoren?

    Stolz ist übrugens verpönt! Fragen sie mal in Malsch nach...
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  •   Torflut
    (2161 Beiträge)

    05.03.2017 19:29 Uhr
    Ohje
    dass es teurer wird als geplant, war doch schon für jedes Kind klar. Viele die dafür abgestimmt hatten, würden jetzt dagegen stimmen.
    Würde mich nicht wundern, wenn nicht schon passiert, dass Wasser, Strom, Gas von den Stadtwerken teurer wird. Diese müssen auch immer mehr Geld an das Rathaus überweisen. Die Millionenbeträge werden erspart auf Kosten der Mitarbeiter und evtl. auf Kosten der Qualität.
    Es ist eine fragwürdige Entwicklung, so ist zumindest mein Eindruck.
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  •   Beiertheimer
    (860 Beiträge)

    05.03.2017 17:29 Uhr
    Da kommt sicher noch ein Nachschlag drauf.
    Das ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange. Nachdem ja jetzt die Milliarde endlich auf dem Tisch ist fallen weiter Kostensteigerungen optisch nicht mehr so sehr auf. Ich tippe mal so auf 1,37 Millarden aus einem Bauchgefühl heraus.
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  •   Kultiplex
    (117 Beiträge)

    05.03.2017 17:52 Uhr
    Natürlich
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  •   dipfele
    (4240 Beiträge)

    07.03.2017 21:10 Uhr
    NEIN.......
    ..... nicht nur dem Fenrich und dem Ludwig die Pensionen kürzen,sondern auch dem SPD OB, der die CDU Tunnelpolitik hervorragend weiter geführt hat. Das Volk dass im Bürgerentscheid für den Tunnel gestimmt hat, ist mit höheren Steuern, Eintrittsgeldern und Gebühren bereits abgestraft worden.
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