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Karlsruhe Mehrkosten bestätigt: Kombilösung wird erneut teurer

Die Kosten der Kombilösung steigen erneut. Der Bau des künftigen Stadtbahntunnels unter Karlsruhes Straßen wird teurer. Die Ursache für die Mehrkosten ist die gute Baukonjunktur - die Branche ist gefragt. Wie hoch die Mehrkosten genau sind, wird erst Mitte des Jahres endgültig feststehen.

Zu Beginn des Projekts, im Jahre 2010, sollte die Kombilösung 588 Millionen Euro kosten. Die letzte aktuelle Zahl stammt aus Mai 2017: 1,3 Milliarden Euro sollen es bis 2021 werden. Nun scheint auch diese Zahl überholt: Der Bau des Stadtbahntunnels wird mehr zu Buche schlagen als geplant.

Gute Baukonjunktur für Preissteigerung verantwortlich

Der Grund: Baufirmen können aufgrund der aktuell lukrativen Auftragslage die Preise vorgeben. Das bestätigt die Bauherrin, die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) auf Nachfrage von ka-news.de.

"Die anhaltend gute Baukonjunktur wird mit Sicherheit zu Mehrkosten bei der Kombilösung führen", sagt Alexander Pischon, Vorsitzender der Geschäftsführung und Kaufmännischer Geschäftsführer. 

Alexander Pischon, Vorsitzender der Geschäftsführung und Kaufmännischer Geschäftsführer der Kasig. | Bild: Anya Barros

"Über die genaue Höhe lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch keine Aussage treffen." Etwa Mitte dieses Jahres will die Kasig "die bis dahin errechneten Mehrkosten veröffentlichen". 

Zeitplan soll eingehalten werden

Eine gute Nachricht gibt es aber: Ihren straffen Zeitplan - die Fertigstellung des Stadtbahntunnels im Juni 2021 und die Inbetriebnahme der Kriegsstraßentrasse im Dezember 2021 - will die Bauherrin auf jeden Fall einhalten.

"Wir haben die Termine fest im Blick. Mit aller Kraft arbeiten wir daran, sie auch in die Realität umzusetzen", sagt der Technische Geschäftsführer Frank Nenninger.

Frank Nenninger, Technischer Projektleiter des städtischen Eigenbetriebs "Fußballstadion im Wildpark".
Frank Nenninger, Technischer Projektleiter des städtischen Eigenbetriebs "Fußballstadion im Wildpark". | Bild: Tim Carmele

 

ka-news-Hintergrund: Die Kombilösung 

Die Karlsruher Kombilösung besteht aus dem Bau eines 2,4 Kilometer langen Bahntunnels unter der Kaiserstraße und eines 1,6 Kilometer langen Autotunnels unter der Kriegsstraße mit oberirdischen Gleisen. Seit 2010 wird an der Kombilösung gebaut. Ursprünglich sollte der Straßenbahntunnel Ende 2015 und der Autotunnel Ende 2019 eröffnet werden.

Die Bahnen werden nach Fertigstellung in der Karlsruher Innenstadt zukünftig in einem T-förmigen Tunnelsystem fahren: Vom Mühlburger Tor bis zum Durlacher Tor entsteht ein Ost-West Tunnel, ab dem Marktplatz zusätzlich ein Südabzweig bis zur Höhe Augartenstraße. Die Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels ist für Sommer 2021 geplant.

Der Autotunnel wird zwischen Karlstor und der Ludwig-Erhard-Allee gebaut.  Darüber wird eine Bahntrasse mit Fußgänger-und Radwegen angelegt.  Nach aktuellem Stand werden die oberirdischen Gleise im Juni 2021 startklar sein, der darunter liegende Autotunnel soll Dezember 2021 in Betrieb genommen werden.
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Kombilösung Karlsruhe | ka-news.de: Baufortschritt, Mehrkosten, Sperrungen und Verzögerungen: Mehr Infos und Fotos von der Karlsruher Kombilösung finden Sie in unserem Dossier!
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  •   jojo
    (888 Beiträge)

    05.03.2020 18:25 Uhr
    Einsparungen
    Warum können die Mehrkosten nicht mit Einsparungen im "künstlerischen" Bereich reduziert oder ganz egalisiert werden? Irgendwo muss es doch Möglichkeiten geben, die nicht schon durch Verträge fest zementiert sind.
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  •   Iglaubsnet
    (1030 Beiträge)

    04.03.2020 21:41 Uhr
    Die Kombilösung
    wird nicht teurer, sie wird nur dem Fortschreiten der Zeit angepasst.
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  •   Karlsruher1986
    (578 Beiträge)

    04.03.2020 17:26 Uhr
    Der Hammer....
    "Eine gute Nachricht gibt es aber: Ihren straffen Zeitplan - die Fertigstellung des Stadtbahntunnels im Juni 2021 und die Inbetriebnahme der Kriegsstraßentrasse im Dezember 2021 - will die Bauherrin auf jeden Fall einhalten."

    Und was genau ist jetzt die gute Nachricht?

    Das die Bauherrin ihren Termin einhalten WILL?

    Das Einhalten von Vereinbarungen ist doch keine gute Nachricht!

    Die BNN schreibt z.b. das mehrere Experten der Meinung sind, dass man den Termin nicht halten kann.
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  •   mueck
    (12458 Beiträge)

    04.03.2020 22:07 Uhr
    ...
    ... bloß hat die BNN dieses Herbeischreiben einer weiteren Verspätung seit Monaten bisher noch nicht belegt, während "wir" jemand "aus der Tullastr." kennen, der das berufsbedingt an vorderster Front eigentlich als Erster wissen müsste, der aber von einer weiteren Verspätung bisher nix gehört hat ... Auf dieses BNN-Gerücht würde ich derzeit keinen Pfifferling wetten, wohingegen mich die neueste Verteuerung nicht im Geringsten überrascht ... Dieses beharrliche unbelegte Herbeischreiben ist eigentlich nicht Hustedes Art ...
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  •   ALFPFIN
    (7898 Beiträge)

    04.03.2020 17:03 Uhr
    Die ganze Zeit
    habe ich gedacht, man hört gar nichts mehr in Sachen U-Bähnles Bau und Kostenerhöhung.
    Do dengt ma doch glei, es wird doch nix bassiert sei. 🙁
    Jetzt bin ich beruhigt, alles läuft nach Plan, keine Überraschungen. .😊
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  •   patrickkk
    (2303 Beiträge)

    04.03.2020 14:45 Uhr
    ..,
    Wenn die Sonne scheint führt der Sonnenschein zu Mehrkosten.

    Wenn es regnet führt der Regen zu Mehrkosten.

    Wenn es schneit... ach lassen wir dass.
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  •   dipfele
    (6023 Beiträge)

    05.03.2020 00:50 Uhr
    NEIN.....
    die überhitzte Baukonjunktur führt zu Mehrkosten ! Eine blödere Ausrede hätten sich die Verantwortlichen nicht ausdenken können. Es wurde immer behauptet die 2002/4 kalkulierten Baukosten von rund 500 Mio seien reell kalkuliert. Sogar in Stuttgart war der Zuschussgeber Innenminister Rech davon überzeugt.
    Im Bewilligungsbescheid von 2008 heisst es, dass von einer ordentlichen Kalkulation ausgegangen wird und nur noch Lohn- und Preissteigerungen extra bezuschusst werden.
    Wenn jetzt die Kosten sich verdreifacht haben, allein durch Lohn- und Preissteugerungen, dann muss es ja eine mehrfache Hyperinflation gegeben haben. Ich habe davon nichts gespürt.
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  •   Reger
    (818 Beiträge)

    04.03.2020 14:29 Uhr
    Keine Überraschung
    Mich wundert in dieser Stadt nichts mehr. Es werden Unsummen in Karlsruhe verbraten. Geld scheint im Überfluss vorhanden zu sein. Schöner und attraktiver wird die Stadt nicht. Ganz im Gegenteil.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (13039 Beiträge)

    04.03.2020 13:12 Uhr
    sehr geehrte Foristen: und wie läßt sich das nun
    dem KSC in die Schuhe schieben???
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  •   mueck
    (12458 Beiträge)

    04.03.2020 13:45 Uhr
    !
    Hätten sich die vielen Fans nicht drüber beschwert, dass man gar nicht mehr auf die andere Straßenseite zum Stadion kommt ... zwinkern
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